Auch in der häuslichen Pflege macht die sogenannte ‚Coronazeit‘ das Leben vielfach schwieriger

Vor diesem Hintergrund möchte die LSV NRW auf eine Unterstützungsmöglichkeit aufmerksam machen, die geändert wurde, um der aktuellen Situation Rechnung zu tragen.

 

Es geht dabei um die ‚Verordnung über die Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag und Förderung der Weiterentwicklung der Versorgungsstruktur in Nordrhein-Westfalen (Anerkennungs- und Förderungsverordnung – AnFöVO)‘. Diese wurde nun befristet geändert. Die Änderung ist zum 9. April in Kraft getreten und soll dazu dienen, die erforderlichen Maßnahmen zur Unterstützung der häuslichen Versorgung in der ‚Coronazeit‘ alltagstauglich und unbürokratisch zu sichern.

Im Besonderen wird auf den § 27 hingewiesen:

(3) Abweichend von § 11 Satz 1 Ziffer 3 bedarf es für die Anerkennung der Nachbarschaftshilfe im Sinne von § 5 Nummer 5 befristet bis zum 30. September 2020 keines Nachweises einer geeigneten Qualifizierung.

Den aktuellen Verordnungstext finden Sie hier: Verordnungstext

Landesseniorenvertretung NRW e. V.
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Die LSV-NRW informiert

Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift der Landesseniorenvertretung NRW „Nun reden wir“.

 Viele weitere wichtige Informationen auf Landesebene  - wie zum Beispiel ein Positionspapier zur Mobilität in NRW - finden Sie unter: https://lsv-nrw.de/

 Stöbern Sie einmal auf den Seiten… es lohnt sich!

 

LSV NRW empfiehlt die Einhaltung der sozialen Distanz

Pressemitteilung
LSV NRW empfiehlt die Einhaltung der sozialen Distanz
Solidarität geht auch ohne räumliche Nähe
Solidarisches Miteinander der Generationen ist einer der wichtigsten Aspekte, unter den die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) ihre Arbeit stellt. "Dass Verantwortung füreinander und Solidarität in diesen Corona-Zeiten vor allem bedeuten, auf räumliche Distanz zu gehen, scheint auf den ersten Blick widersinnig, ist aber geradezu lebensnotwendig", so ermuntert der LSV-Vorsitzende Jürgen Jentsch ältere wie jüngere Menschen, die jeweils aktuellen Verfügungen und Empfehlungen einzuhalten, denn: "Nur so minimieren wir das gesundheitliche Risiko für uns alle".
Gerade Großeltern - oft im Alltag rettender Anker in der Betreuung der Enkelkinder und wichtige Bezugspersonen - fällt diese plötzliche soziale Isolierung in ihrer Familie nicht leicht; auch allein stehende ältere Menschen durchleben momentan schwierige Zeiten ohne gewohnte Kontakte zu Freunden und Nachbarn, ohne die Besuche in Begegnungsstätten oder bei Freizeitangeboten. "Wir müssen zeigen, dass wir herzlich und vernünftig handeln, um so Leben zu retten“, sagte Kanzlerin Merkel in ihrer aktuellen Fernsehansprache. Oder anders ausgedrückt: "Einander Nähe zeigen, in dem wir Distanz halten", wie es der münstersche Bischof Felix Genn zusammenfasst. Und so sieht es auch der gesamte Vorstand der Landesseniorenvertretung, der alle Termine der Dachorganisation der kommunalen Seniorenvertretungen in NRW bis auf Weiteres abgesagt hat; auch die in Dortmund geplante Mitgliederversammlung am 23. April.
So paradox es sich auch zunächst anhört: Auch das Nichtbesuchen der alten Angehörigen in Pflegeheimen ist ein Akt der Solidarität. Denn es muss das Ziel sein, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Gerade alte, behinderte und vorerkrankte Menschen - als nachweislich besonders durch Corona gefährdet - sollte man so in Schutz nehmen. "Es gibt bereits viele einfallsreiche Beispiele, wie man ältere Angehörige oder Bekannte auch in Zeiten der räumlichen und körperlichen Distanz weiter am sozialen Leben beteiligen kann", hoffen die LSV-Vorstandsmitglieder mit Jürgen Jentsch und setzen weiter auf kreative Einfälle, die die Generationen näher zueinander bringen, auch wenn sie dabei den notwendigen Abstand wahren müssen.
Die LSV NRW weist im Übrigen auf die stets aktuelle Seite des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (https://www.mags.nrw/coronavirus) hin.
Jürgen Jentsch
Vorsitzender der Landesseniorenvertretung NRW

"Hier hat Alt werden Zukunft"

Mitarbeiten an der Leuchtturm-Landkarte

Eine digitale Landkarte voller Leuchtturm-Angebote soll künftig in Nordrhein-Westfalen zeigen: "Hier hat Alt werden Zukunft".

Das Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) organisiert im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales diese landesweite Aktion, hier weiterlesen

LSV lehnt Mehrwertsteuer-Planung für "Essen auf Rädern" ab

"Die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) teilt die Besorgnis der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände hinsichtlich der geplanten Herausnahme des Mahlzeitendienstes 'Essen auf Rädern' aus der bisherigen Umsatzsteuerbefreiung". Jürgen Jentsch, Vorsitzender der LSV sagt es deutlich: "Auch wir lehnen diese von der Bundesregierung ab 2020 vorgesehene Änderung in der Steuergesetzgebung klar ab".

Die Pressemitteilung finden sie hier.

Seniorenvertretungen - eine Chance für Kommunen

Seniorenvertretungen - eine Chance für Kommunen


Kommunen, in denen eine Seniorenvertretung (SV) besteht, wissen, was sie an ihr haben.
Städte und Gemeinden, die bisher auf die Mitwirkung eines solchen politisch unabhängigen Gremiums verzichten, ahnen scheinbar nicht, welcher Chancen sie sich berauben, wenn sie das generationenübergreifende engagierte Mitwirken älterer Menschen bei der Gestaltung des kommunalen Lebens nicht nutzen. "Derzeit sind 168 Seniorenvertretungen in NRW aktiv, in diesen Kommunen leben mehr als 70 Prozent der Älteren in NRW", kann der Vorsitzende der Landesseniorenvertretung (LSV) Nordrhein-Westfalen, Jürgen Jentsch (Gütersloh), auf viele positive Stimmen von Bürgermeistern dieser Gemeinden verweisen.

 

Weitere Informationen lesen Sie hier.

Feierliche Einweihung des Digital-Kompass-Standort Euskirchen

Feierliche Einweihung des Digital-Kompass-Standort Euskirchen - Gute Netzwerke zeigen Wirkung -

Am Dienstag, 18. Juni, wurde im Beisein von Bürgermeister Dr. Uwe Friedl und dem Ersten Beigeordneten, Johannes Winckler, in der Stadtbibliothek im Kulturhof der Digital-Kompass- Standort Euskirchen offiziell eröffnet. Trotz der hohen Temperaturen waren viele Interessierte gekommen. Neben Vertretern der Ratsfraktionen, der Seniorenvertretung SIE (= Senioren In Euskirchen), Feder e.V., der Kriminalprävention, Verbraucherzentrale und Seniorenportal beteiligten sich viele weitere Bürgerinnen und Bürger rege an der spannenden Diskussion. Moderiert wurde der Austausch durch Guido Steinke vom Bundesverband Die Verbraucherinitiative e.V. 

Bürgermeister Dr. Uwe Friedl betonte in seinem Grußwort, dass die Eröffnung des Digital-Kompass- Standortes in der Stadtbibliothek Euskirchen als einer von 75 bundesweiten Standorten ein Ergebnis derbewährten Kooperation von Seniorenvertretung, Stadtbibliothek, Seniorenportal und der Stabsstelle Demographie darstelle.Das Thema der Digitalisierung im Bereich der Seniorenarbeit stelle für Euskirchen aber keineswegs völliges Neuland dar. Denn zum einen biete die Euskirchener Seniorenvertretung bereits seit einiger Zeit in Kooperation mit der Stadtbibliothek „digitale Stammtische“ zu unterschiedlichen Themen an. Zum anderen arbeite ein ehrenamtliches Team engagierter Seniorinnen und Senioren seit vielen Jahren daran, das Seniorenportal, eine Homepage „von Senioren für Senioren“, aktuell und attraktiv mit Informationen, Terminen und Berichten zu füllen. „Dies zeigt,“ so Friedl, „dass wir erkannt haben, welche großen Chancen für unsere Kommune in der Digitalisierung generell und insbesondere in der Digitalisierung der älteren Generation liegen.“

Seniorenvertreterin Marie-Theres Kastenholz erläuterte, dass die Standorte des Digital-Kompass auch eine Anlaufstelle für Menschen bieten, die Unterstützung im Umgang mit digitalen Medien und Geräten suchen. „Der Standort in Euskirchen nutzt hierfür die bereits vorhandenen Ressourcen und das Knowhow der Stadtbibliothek“, so Kastenholz. „Dies wird nun mit bereits bestehenden und neuen Teilprojekten vernetzt und durch kostenlose Materialien und Schulungsangebote des Projektträgers zusätzlich ausgestattet und ergänzt“.

Bürgermeister Dr. Uwe Friedl, Seniorenvertreterin Marie-Theres Kastenholz und Guido Steinke, Bundesverband Die Verbraucherinitiative e.V., eröffnen den Digital-Kompass- Standort Euskirchen.

Foto: Carmela Rizzutto, Stadtbibliothek

Die Einbindung der lokalen Geschäftsstelle der Verbraucherzentrale, der Kriminalprävention und vieler anderer Bereiche und Multiplikatoren ermögliche, dass der konkrete Bedarf und die Probleme vor Ort angesprochen werden.

Das Projekt Digital-Kompass arbeitet seit dem Jahr 2015 daran, ältere Menschen zum sicheren Umgang mit dem Internet und digitalen Diensten zu befähigen. Dazu werden Engagierte, die bereits gute Erfahrungen im täglichen Umgang mit Geräten und Internet gemacht haben, darin geschult, ihr Wissen an ältere Menschen weiterzugeben. Wie dies in der Praxis konkret vor sich gehen kann, demonstrierte Guido Steinke als Vertreter des durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz geförderten Projektes mithilfe eines Kurzfilmes. Im Anschluss überlegten alle gemeinsam, welche Themen und Angebote noch für die Seniorinnen und Senioren vor Ort von Interesse sein könnten. „Enkel und Großeltern gemeinsam sicher am Smartphone“ war eine der guten Ideen, „Sprachassistenten – Gefahr oder Hilfe?“ eine weitere. Als nächste Aktion steht am 27. Juni der Besuch von „Pepper“, dem Pflegeroboter, im Seniorenpflegezentrum Integra, auf Vermittlung des Digital-Kompasses an.

Informationen zum Digital-Kompass- Standort erhalten Sie bei: Marie-Theres Kastenholz, Seniorenvertretung SIE, Tel.: 0172 / 2039883 oder EMail: sowie online  unter: www.senioren-euskirchen.de