Härtefall Geld statt Gutschein

 

Härtefall Geld statt Gutschein
Corona-Regel bei gebuchten Freizeitveranstaltungen

Konzerte, Aufführungen und Sport-Events wurden parallel zum Corona-Lockdown vielfach abgesagt. Statt der finanziellen Erstattung fürs ausgefallene Vergnügen sollen Kunden jetzt grundsätzlich Gutscheine erhalten. Kunden sind nun verpflichtet, Wertgutscheine für Theateraufführungen, Konzerte, Fußballspiele und andere Events zu akzeptieren, die bis zum Bekanntwerden der Corona-Pandemie am 8. März 2020 gebucht und bezahlt worden sind. Verbraucher können die Auszahlung der Gutscheine für Tickets, Dauerkarten und Abos nach dem 31. Dezember 2021 verlangen, wenn sie diese bis dahin nicht eingelöst haben. „In besonderen Härtefällen haben Gutscheininhaber aber auch das Recht, die Auszahlung des Ticketpreises schon vor Ablauf dieser Frist zu verlangen“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Zum Beispiel, wenn das Ticket gekauft wurde, um im Zuge einer Urlaubsreise an einer fernen Veranstaltung teilzunehmen und dies nun nicht mehr ohne erheblichen Kostenaufwand möglich ist, oder auch, wenn Gutscheininhaber wegen der Corona-Pandemie nicht mehr in der Lage sind, existenzielle Lebenshaltungskosten, wie Miete und Energie, zu bezahlen. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Orientierung, in welchen Fällen das Geld für bezahlte Tickets, Dauerkarten und Abos zurückverlangt werden kann:

 

Gutschein oder Preiserstattung: Beide Varianten stehen Veranstaltern und Betreibern von Freizeiteinrichtungen offen. Schon vor Inkrafttreten der neuen Regelung haben viele Anbieter Kunden bereits Gutscheine angeboten. Sie können Kunden bezahlte Eintrittspreise für ausgefallene Veranstaltungen aber auch weiterhin erstatten. Ticketinhaber sollten sich beim jeweiligen Anbieter nach den Erstattungsmöglichkeiten während der Corona-Krise erkundigen.

 

Angaben auf dem Gutschein: Auf dem ausgehändigten Gutschein muss schriftlich vermerkt sein, dass dieser aufgrund der Covid-19-Pandemie ausgestellt wurde. Außerdem muss dort stehen, in welchen Fällen Gutscheininhaber eine Auszahlung verlangen können: Das ist erstens der Fall, wenn der Gutschein nicht bis zum 31. Dezember 2021 eingelöst worden ist. Und zweitens muss dort auch angegeben sein, dass Gutscheininhaber auf eine frühere Auszahlung pochen können, wenn ihnen die Aushändigung eines Gutscheins aufgrund der persönlichen Lebensumstände nicht zugemutet werden kann.

 

Härtefallregelung: Die verpflichtende Rückerstattung von Ticketkosten ist laut Gutscheinlösung auf Härtefälle beschränkt. Einkommensverlust durch Kurzarbeit, Kündigung oder Krankheit, Wegbrechen von Aufträgen für Solo-Selbstständige und Freiberufler und höhere Kosten für die tägliche Lebenserhaltung können zu Härtefällen führen. Wer aufgrund der Corona-Pandemie in eine finanziell angespannte Situation geraten und in der prekären Situation auf jeden Euro und Cent angewiesen ist, muss keinen Gutschein akzeptieren, sondern kann die Auszahlung des Wertgutscheins verlangen. Gleiches gilt, wenn das Ticket gekauft wurde, um während einer Urlaubsreise eine Veranstaltung zu besuchen und dies nun nicht mehr ohne einen erheblichen Kostenaufwand möglich ist. Um das gezahlte Geld statt eines Gutscheins zu erhalten, sollten Karteninhaber dem Anbieter zunächst die Gründe für ihren Rückerstattungswunsch darlegen. Falls Veranstaltern dies nicht ausreicht, können etwa die Meldung des Arbeitgebers über Kurzarbeit oder die schriftliche Kündigung des Arbeitsplatzes als Nachweis vorgelegt werden, aus denen sich der persönliche finanzielle Engpass ergibt. Nicht notwendige Daten wie beispielsweise der Name des Arbeitgebers sollten unkenntlich gemacht werden. Das Verlangen nach einem vollständigen Kontoauszug ist hingegen aus Sicht der Verbraucherzentrale NRW eher nicht verhältnismäßig.

 

Insolvenz des Veranstalters: Wer dennoch einen Gutschein akzeptieren muss, trägt ein gewisses Risiko: Falls Veranstalter und Betreiber von Freizeitveranstaltungen ihren Betrieb nicht bis Ende 2021 aufrechterhalten können und Insolvenz anmelden müssen, können Ticketinhaber den Wert des Gutscheins nur noch im Rahmen des Insolvenzverfahrens geltend machen. Sie erhalten in der Regel nach Abschluss des Insolvenzverfahrens nur einen Bruchteil des Wertes zurück.

 

Falls Veranstalter oder Betreiber einer Freizeiteinrichtung einen Härtefall nicht anerkennen, bietet die Verbraucherzentralen in Euskirchen hierzu rechtlichen Rat und Hilfe an – seit dem 18. Mai nach und nach auch wieder mit persönlicher Beratung – jedoch nur nach vorheriger Terminvergabe unter 02251 5064501.
 

Verbraucherzentrale NRW e.V.
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.: 02251 50645-01
Fax: 02251 50645-07

www.verbraucherzentrale.nrw/euskirchen


Öffnungszeiten:
Mo. 09:00-13:00 Uhr
Di. 09:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr
Do. 09:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr
Fr. 09:00-13:00 Uhr

Versicherungsschutz für Corona-Helfer

Fünf Regeln fürs Ehrenamt

Ob Behelfsmasken nähen, für Bedürftige einkaufen oder Begegnungen mit gebührendem Abstand organisieren – viele Menschen engagieren sich, um Bedürftigen und Anderen das Durchhalten und Durchkommen während der Corona-Krise zu erleichtern. Wird Hilfsbereitschaft in die Tat umgesetzt, gerät häufig aus dem Blick, wer hilft, wenn den Helfern selbst etwas zustößt. „Wer spontan Stoffmasken, Spielzeug oder Lebensmittel zu Verteilstellen oder in Pflege- oder Betreuungsunterkünfte bringt, handelt privat. Diese Eigeninitiative wird nicht durch den gesetzlichen Versicherungsschutz gedeckt, den organisierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer genießen“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Fünf Kriterien sind nötig, damit das Ehrenamt „amtlich“ und somit auch gesetzlich geschützt ist: Das Engagement muss freiwillig und unentgeltlich ausgeübt werden, regelmäßig und organisiert sein sowie anderen zu Gute kommen. „Organisierter Einsatz gilt dabei als erforderlicher Nachweis für Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung“, erläutern die Verbraucherschützer, wie ehrenamtliche Helfer auch in Corona-Zeiten abgesichert sind:

  • Voraussetzungen für gesetzlichen Versicherungsschutz: Wie bei anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten – zum Beispiel im Elternrat oder bei der Freiwilligen Feuerwehr – genießen auch Corona-Helfer automatisch und kostenlos gesetzlichen Versicherungsschutz. Voraussetzung ist allerdings, dass deren Mithilfe über die Kommune oder Wohlfahrtsverbände organisiert ist. Heißt also, Einsätze und -orte werden von diesen festgelegt. Die Verantwortlichen verteilen die Aufgaben, übernehmen Einteilung sowie Koordination und tragen die Kosten – und die Verantwortung. Zumeist werden auch Listen angelegt, in die sich Helfer eintragen können. Das erspart im Fall der Fälle Nachforschungen, ob man tatsächlich auch aktiv gewesen ist.

  • Leistungsumfang: Verletzt sich der ehrenamtliche Helfer während seines Einsatzes, aber auch auf dem Hin- oder Rückweg zwischen Einsatz- und Wohnort, springt die gesetzliche Unfallversicherung ein. Übernommen werden Kosten für Behandlungen und Reha-Maßnahmen. Ist die Erwerbsfähigkeit als Folge des Unfalls um mindestens 20 Prozent gemindert, bekommt der Verletzte von der gesetzlichen Unfallversicherung eine monatliche Verletztenrente.

  • Private Versicherungen: Neben all diesen Leistungen aus gesetzlichen Versicherungen springen auch gegebenenfalls privat abgeschlossene Versicherungen – Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung – ein. Einzelne Bundesländer – wie etwa Nordrhein-Westfalen – bieten freiwillig ehrenamtlich Engagierten einen zusätzlichen Versicherungsschutz im Bereich Unfall und Haftpflicht an. Wer ehrenamtlich tätig sein möchte, erhält weitere Informationen online unter www.engagiert-in-nrw.de/sicherheit.

  • Haftung bei Schäden Dritter:Wer als Corona-Helfer einer anderen Person Schaden zufügt, muss in der Regel nicht für deren Forderungen nach Schadenersatz aufkommen. Dafür haftet die Trägerorganisation beziehungsweise deren Haftpflichtversicherung, in der Regel die von Städten und Kommunen. Zudem kann die ehrenamtliche Ausübung eines leitenden Amtes oder die so genannte verantwortliche Tätigkeit in einer Organisation oder in einem Verein über die Vereinshaftpflichtversicherung versichert sein. Im Ausnahmefall hilft auch die eigene private Haftpflichtversicherung des Ehrenamtlers.

Informationen und Beratung rund um den passenden Versicherungsschutz bietet die Versicherungsberatung der Verbraucherzentrale NRW. Kontaktdaten und Kosten online unter www.verbraucherzentrale.nrw/versicherungsberatung – bis auf weiteres ausschließlich telefonisch oder per E-Mail. Spezielle Antworten auf Corona-Fragen zur Bewältigung des Verbraucheralltags gibt’s auch telefonisch unter 02251 5064501.

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Corona-Trend Kontaktlose Zahlung: Praktisch, aber riskant?

Corona-Trend Kontaktlose Zahlung:
Praktisch, aber riskant?

Mit Karte, bitte“ – immer weniger Kunden zahlen aus Angst vor Ansteckung mit dem Corona-Virus an den Kassen von Supermärkten und Händlern bar. Der Trend geht zur Kartenzahlung, und zwar am liebsten kontaktlos. Ob mit Girokarte, Kreditkarte oder dem Smartphone - kontaktloses Bezahlen ist vielfältig möglich, meistens auf Grundlage der „Near Field Communications“-Technologie (NFC). Wenn der Kunde bezahlen möchte, hält er sein NFC-fähiges Smartphone oder die Kredit- oder Girokarte mit NFC-Chip bis zu einem Abstand von einigen Zentimetern an das Lesegerät, und schon wird der Betrag abgebucht. Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen, beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die angesagte Bezahlmethode:

Bis zu welcher Summe kann man an der Kasse kontaktlos bezahlen?

Bisher waren in Deutschland meist nur Zahlungen bis 25 Euro ohne PIN oder anderweitige Freigabe (Fingerabdruck, Gesichtsscan) möglich, auch wenn die Vorgaben der EU kontaktlose Zahlungen bis zu 50 Euro ermöglichen. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Deutsche Kreditwirtschaft aber beschlossen, die Grenze entsprechend anzuheben. Nach einer kurzen Umsetzungsphase sollte es inzwischen allen Kunden mit NFC-tauglichen Karten oder Smartphones möglich sein, bis zu 50 Euro kontaktlos zu bezahlen.

Ist dies auch mehrfach hintereinander problemlos möglich?

Ja, aber zur eigenen Sicherheit gibt es Begrenzungen. Der Betrag der vorherigen Zahlungsvorgänge seit der letzten Freigabe mit PIN darf insgesamt maximal 150 Euro betragen bzw. die Anzahl der vorherigen Zahlungen seit der letzten Freigabe nicht fünf Vorgänge übersteigen. Es kann also auch bei der Kontaktloszahlung ab und zu notwendig werden, eine Freigabe zu erteilen. So wird sichergestellt, dass der Kontoinhaber die Zahlungen alle selbst auslöst und das Konto nicht missbräuchlich leer geräumt werden kann.

Wer trägt den Schaden, sollte die Karte unberechtigt von Dritten eingesetzt werden?

Wenn das Konto eines Kunden durch Missbrauch einer Kontaktloszahlung belastet wird, übernimmt die Bank den Schaden.

Worauf sollte man bei der kontaktlosen Zahlung achten?

Trotz der genannten Sicherungsgarantie durch die Bank ist es wichtig, beim Einsatz des Smartphones oder der Karte umsichtig zu bleiben. Sollte die Eingabe des PINs notwendig werden, diesen verdeckt eingeben. Das gilt ebenso für das Freischalten des Telefons durch einen Entsperrcode. Auch die regelmäßige Kontrolle der Kontoauszüge bleibt sinnvoll. Unrechtmäßige Buchungen sollten sofort gegenüber der Bank angezeigt, die Karte gesperrt werden. Sollte die Girokarte betroffen sein, empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW, auch die Karte für das elektronische Lastschriftverfahren bei der Polizei zu sperren (KUNO). Und wenn das Smartphone verloren geht, sollte man daran denken, dass dort womöglich Zahlungsdaten hinterlegt sind und genau so handeln, als hätte man eine Karte verloren.

Manche Verbraucherinnen und Verbraucher möchten die NFC-Funktion vielleicht gar nicht nutzen. Was können sie tun?

Die neue Generation von Zahlungskarten unterstützt regelmäßig die NFC-Funktion. Wer diese zum Beispiel aus Sicherheitsbedenken nicht haben möchte, kann den NFC-Chip bei manchen Banken deaktivieren lassen. Andere Finanzinstitute bieten diesen Service leider nicht an. Dann kann der Kartenbesitzer die NFC-Funktion durch eine entsprechende Schutzhülle unterbinden. Auch manche neueren Geldbörsen können einen solchen Schutz gewährleisten.

Weitere Informationen rund um mobiles Bezahlen finden Sie hier: https://www.verbraucherzentrale.nrw/mobil-bezahlen

Informationen und rechtliche Hilfestellungen zu akuten Verbraucherfragen gibt auch die Euskirchener Beratungsstelle, aktuell per Telefon unter 02251 5064501 oder Email an .

Hilfreiche Hinweise rund um Corona-Fragen im Verbraucheralltag gibt’s ebenfalls online unter www.verbraucherzentrale.nrw/corona.

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Energieschulden möglichst trotz Corona-Aufschubs begleichen

Energieschulden möglichst trotz Corona-Aufschubs begleichen

Was Kunden im Zahlungsrückstand tun können

Angesichts der aktuellen Corona-Pandemie haben einige Energieversorger angekündigt, freiwillig vorübergehend auf Gas- und Stromsperren zu verzichten. Darüber hinaus gilt eine neue gesetzliche Vorgabe: Haushalte, die fortlaufende Zahlungsverpflichtungen wie die Abschläge für Strom und Gas nicht bedienen können, erhalten in der akuten Krise einen maximal dreimonatigen Zahlungsaufschub. Das gilt jedoch höchstens bis zum 30. Juni 2020 und nur für Verträge, die vor dem 8. März 2020 geschlossen wurden. Außerdem muss der Zahlungsverzug auf die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus zurückzuführen sein. Neben Energieverträgen gilt das auch für Wasser-, Telefon- und Internetverträge.

Auch wenn ein Zahlungsaufschub gewährt wird, bedeutete das keine Zahlungsbefreiung für die Kunden“, betont Monika Schiffer, Leiterin der Beratungsstelle in Euskirchen. Spätestens wenn die Corona-Krise abklinge, könne im Energiebereich auch das Abdrehen der Gas- oder Stromversorgung wieder zum Thema werden. Sie empfiehlt deshalb, bei Zahlungsschwierigkeiten den Energieversorger zu kontaktieren, die eigene Situation zu schildern und Lösungen zu besprechen. Einige Handlungsmöglichkeiten hat sie zusammengetragen:

  • Ratenzahlung:Wer offene Rechnungen nicht auf einen Schlag begleichen kann, sollte um eine Ratenzahlung bitten. Wichtig: Die monatlichen Raten dürfen nicht zu hoch sein. Wenn sie das verfügbare Budget sprengen, reißen sie an anderen Stellen neue Löcher in die Haushaltskasse – schlimmstenfalls entstehen zusätzliche Schulden.
  • Stundung:Bei absehbar vorübergehenden Zahlungsproblemen lässt sich auch jenseits des neuen und vorübergehenden gesetzlichen Anspruchs eine Stundung aushandeln. Das bedeutet, dass die Schulden erst später zurückgezahlt werden müssen. Hierauf können zum Beispiel Arbeitnehmer in Kurzarbeit verweisen oder Menschen, die gerade Krankengeld beziehen.
  • Darlehen: Wer Sozialleistungen erhält, kann vom Jobcenter oder dem Sozialamt Geld leihen, um seine Energieschulden zu begleichen. Ein solches Darlehen können Betroffene formlos beantragen
  • Weiter Abschläge zahlen!Nach wie vor gilt: Die monatlichen Abschläge für Strom oder Gas müssen früher oder später bezahlt werden. Wer durch die Corona-Pandemie in seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, kann aber bis zum 30. Juni 2020 ein gesetzliches Leistungsverweigerungsrecht geltend machen. Dazu sollte er den Energieversorger informieren und muss gegebenenfalls nachweisen, dass Folgen der Pandemie derzeit die Wahrung eines angemessenen Lebensunterhalts gefährden. Es kann jedoch auch in dieser Situation sinnvoll sein, zumindest Teilzahlungen zu leisten, um die Rückstände nicht zu hoch auflaufen zu lassen.
  • Hilfe suchen!Betroffene müssen nicht allein gegen drohende Energiesperren vorgehen. Unterstützung bei allen nötigen Schritten gibt es zum Beispiel bei der Euskirchener Verbraucherzentrale unter 02251 5064501. Auch Rechtsanwälte und andere Schuldnerberatungen können helfen.

 

Die Verbraucherzentrale steht Ihnen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Bitte beachten Sie, dass eine persönliche Beratung zurzeit jedoch nur telefonisch unter 02251 5064501 oder per Mail an erfolgen kann. Alle Kontaktmöglichkeiten zur Verbraucherzentrale finden Sie unter https://www.verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen.

 

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Tipps gegen Abzocke von unseriösen Notdiensten

 

 

Weltverbrauchertag 2020

Planvolles Vorgehen statt Panik gefragt
Tipps gegen Abzocke von unseriösen Notdiensten

Fällt die Tür von außen ins Schloss oder ist der Abfluss verstopft – dann wird rasche Hilfe oftmals teuer. Als Retter in der Not bieten Schlüsseldienste und Rohrreiniger ihre Dienste an. Doch eine auffällige Anzeige im Branchenbuch oder der Anruf bei einem Vermittlungsdienst lotsen Betroffene nicht immer zu einer seriösen und kostentransparenten Firma. „Viele hilfreiche Türöffner oder Rohrreiniger leisten zwar rasche Abhilfe, nutzen im Gegenzug jedoch die Notlage der Kunden mit intransparenten und überteuerten Preisen schamlos aus“, warnen Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen und Kriminalhauptkommissar Anton Dickopp von der Kreispolizeianlässlich des Weltverbrauchertags am 15. März. Wer vorsorgt und weiß, wen man im Ernstfall zuverlässig um Hilfe bitten kann und wer trotz Stresssituation die Kosten vor dem Anrücken eines Notdienstesvergleicht und die einzelnen Rechnungsposten nach getaner Arbeit kritisch prüft, ist vor bösen Überraschungen sicher. Unter dem Motto „Ruhe bewahren – planvoll vorgehen“ hilft die Verbraucherzentrale NRW hierbei mit folgenden Hinweisen:

  • Besonnen in akuter Notlage agieren:Trotz Stresssituation sollten Betroffene überlegen, ob ein sofortiger Notdiensteinsatz notwendig ist oder bis zum nächsten Werktag warten kann. Eventuell kann das Problem auch selbst oder mit Hilfe von Nachbarn gelöst werden – etwa indem bei einem Wasserrohrbruch erst einmal der Haupthahn zugedreht wird.
  • Seriösen Helfer finden: Muss sofort ein Fachmann ran, ist der eigene Bekanntenkreis die erste Auskunftsstelle. Denn hat ein Betrieb gut gearbeitet, ist er sicher eine Empfehlung wert. Wer Hilfe braucht, der sollte ortsansässige Unternehmen bevorzugen, um hohe Fahrtkosten zu vermeiden. Vorsicht bei Firmen mit Namen „AAA! Häufig steckt hinter solch einem Namensanfang nur das Ziel, im Branchenbuch ganz oben zu stehen. Bei der Suche im Internet empfiehlt sich ein Blick ins Impressum. Hier müssen etwa Name, Adresse und
    E-Mail Adresse stehen.
  • Telefonischer Kontakt:Wer Abhilfe sucht in einem Notfall sollte beim ersten Anruf eines Dienstes das Problem möglichst konkret schildern. Im nächsten Schritt sollte nach der Höhe der Anfahrtskosten gefragt werden. Im Falle einer Auftragsvergabe ist es sinnvoll, einen verbindlichen Festpreis zu vereinbaren. Bei einem Schlüsseldienst etwa kostet die Öffnung einer lediglich zugefallenen Tür in Nordrhein-Westfalen inklusive Anfahrt tagsüber und an Werktagen circa 90 Euro. Für einen Akut-Einsatz in der Nacht, an Sonn- oder Feiertagen werden im Schnitt 140 Euro berechnet. Zum Vergleich von Firmenpreisen und -konditionen sollten nach Möglichkeit zwei oder drei Angebote eingeholt werden.
  • Auf sachgerechte Leistungen achten:Ist eine Tür nur ins Schloss gefallen, muss sie in den meisten Fällen weder aufgebrochen noch das Schloss ausgebaut werden. Beides ist aber häufige Praxis, um die Kosten in die Höhe zu treiben. Zugezogene Türen lassen sich meist ohne Beschädigung im Nullkommanichts vom Fachmann öffnen. Auch bei der Rohrreinigung ist oftmals der Einsatz von schwerem technischem Gerät unnötig. Unseriöse Firmen nutzen auch häufig eine Rohrverstopfung, um Verbraucher zu einer unnötigen Rohrsanierung zu überreden.
  • Rechnung prüfen:Die Rechnung sollte nur dann vollständig bezahlt werden, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind und sie überprüft haben, ob das Problem gelöst wurde. Wird eine ortsansässige Firma beauftragt, können nur die Fahrtkosten innerhalb der Ortsgrenzen in Rechnung gestellt werden. Außerhalb der gewöhnlichen Arbeitszeiten kommen oft noch Nacht- und Feiertagszuschläge hinzu. Erlaubt sind hierbei Zuschläge von bis zu 100 Prozent – allerdings nur für Lohn und lohnabhängige Kosten und nicht für Material- oder Fahrzeugkosten. Wer eine ungewöhnlich hohe Rechnung bekommt, sollte am besten nur eine Anzahlung unter Vorbehalt leisten und die Rechnung im Anschluss unabhängig prüfen lassen. Betroffene sollten sich auch nicht nötigen lassen, mit einem drängelnden Dienstleister zum nächsten Geldautomaten zu fahren. Barzahlung kann nur verlangt werden, wenn dies vorher vereinbart wurde. Wer sich bedroht fühlt, sollte sich nicht scheuen, die Polizei über den Notruf 110 anzurufen.
  • Vorsorge für alle Fälle treffen:Vorsorgliche, die einen Schlüssel beim Nachbarn deponieren oder die Rufnummer eines seriösen Betriebs an die Pin-Wand heften, sind auf den Einsatz eines unbekannten Notdienstes nicht angewiesen. Bestens gewappnet ist, wer sich im Vorfeld nach Preisen von seriösen Notdiensten in Wohnnähe erkundigt und deren Rufnummer parat hat.

 

Rechtlichen Rat bei überhöhten Rechnungen von unseriösen Notdiensten bietet die Euskirchener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in der Wilhelmstraße 37. Termine können unter 02251 5064501 vereinbart werden.

Noch mehr Wissenswertes zu Notdiensten gibt’s unter www.verbraucherzentrale.nrw/notdienste. Wemeine Rohrsanierung aufgedrängt wurde, erhält kostenlos rechtlichen Rat unter der Rufnummer (02 11) 38 09 300.

Verbraucherzentrale NRW

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Welcher Dämmstoff soll an die Fassade?

Energieberatung der Verbraucherzentrale im April 2020
Welcher Dämmstoff soll an die Fassade?
 
Materialien haben unterschiedliche Vorteile
Angenehme Kühle im Sommer, behagliche Wärme im Winter – für
diesen Gewinn an Wohnqualität bei gleichzeitiger Energieeinsparung
dämmen die Bürger im Kreis Euskirchen ihre Häuser. Welches Material
aber hält die Wärme stets auf der richtigen Seite der Wand? „Es gibt
längst nicht nur Polystyrol, das viele unter dem Markennamen Styropor
kennen“, berichtet Energieberater Werner Reiner von der
Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen. Neben weiteren Kunststoffen
kommen natürliche Materialien wie Holz, Hanf oder Kork sowie
Mineralwollen und -schäume in Frage. „Den passenden Dämmstoff für
die eigene Fassade findet, wer sich klar macht, was ihm selbst am
wichtigsten ist: Soll es zum Beispiel vor allem günstig sein?
Umweltfreundlich? Oder so effektiv, dass nur eine dünne Schicht benötigt
wird?“, erklärt Reiner. Als erste Orientierung hat er einige Punkte
zusammengetragen:
 Dämmwirkung: Grundsätzlich können alle Dämmstoffe dieselbe
Wirkung erzielen – sie müssen dafür aber unterschiedlich dick
angebracht werden. Das ist nicht nur eine Frage der Optik. Die
Materialstärke kann zum Beispiel auch wichtig sein, wenn ein Dach nur
wenig über eine Wand hinausragt, so dass kaum Spielraum für eine
Verbreiterung bleibt. Oder bei der Vermeidung des sogenannten
Schießscharteneffekts bei kleinen Fenstern. Hier haben Kunststoffe wie
Phenolharz und Polyurethan die Nase vorn – sie benötigen die geringste
Materialstärke. Es folgen das verbreitete Polystyrol, Mineralwolle und
dann Naturfasern wie Holz und Hanf.
 Ökologische Bilanz: Mit Blick auf die Umweltfolgen sind klar
natürliche Rohstoffe wie Holz, Hanf oder Kork zu empfehlen. Sie
bestehen aus nachwachsenden Ressourcen, ihr Recycling ist
unproblematisch. Hanf und Kork haben zudem den Vorteil, dass ihre
Herstellung viel weniger Energie benötigt als die von Kunststoffen. Auch
für die künstlichen Dämmstoffe gilt allerdings: Ihr Einsatz spart innerhalb
weniger Jahre mehr Energie ein, als für ihre Herstellung verbraucht
wurde.
 Kosten: Nur ein kleiner Anteil des Gesamtpreises für eine
Fassadendämmung entfällt auf den Dämmstoff selbst. Den weitaus
größeren Anteil machen Arbeits-, Gerüst- und andere Materialkosten aus.
Die Preisunterschiede von Dämmstoffen führen also nicht zu großen
Unterschieden bei den Gesamtpreisen. Am günstigsten ist Polystyrol,
Phenolharz bildet das andere Ende der Skala. Dazwischen liegen
Mineralwolle und Naturfasern.
 Brandverhalten: Alle zugelassenen Dämmstoffe sind mit Blick
auf den Brandschutz für Ein- und Zweifamilienhäuser bedenkenlos
einsetzbar. Tatsächlich unbrennbar sind allerdings nur die mineralischen
Stoffe. Wer hier also auf Nummer sicher gehen möchte, setzt zum
Beispiel auf Mineralwolle.
Bei Fragen zur Wärmedämmung gibt die Energieberatung der
Verbraucherzentrale gerne Auskunft. Wer Fragen zu den Themen
Heizungsanlage, Heizen und Lüften, alternativen Energiequellen sowie
Strom- und Energiesparen hat, wendet sich ebenfalls an die
anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zu allen
Energiesparthemen kann ein kostenloser Termin in der Euskirchener
Beratungsstelle, in der Wilhelmstraße 37, vereinbart werden. Die
Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501 oder per email an
Termine in Euskirchen im April zu allen Energiesparthemen:
Euskirchen in der Verbraucherzentrale
02.04.2020 ab 15:00 Uhr
16.04.2020 ab 15:00 Uhr
30.04.2020 ab 15:00 Uhr

Urlaubszeit ist Einbruchzeit: Wann die Hausratversicherung einspringt

Urlaubszeit ist Einbruchzeit:
Wann die Hausratversicherung einspringt
2018 gab es in Nordrhein-Westfalen rund
ein Viertel weniger Wohnungseinbrüche. So
erfreulich der Rückgang auch ist, für die rund 30.000 Betroffenen ist dies
kaum ein Trost. „Die Einbrecher kennen die Schwachstellen von Häusern.
Deshalb ist es wichtig, den Sicherheitslücken der eigenen vier Wände vorbeugend einen Riegel vorzuschieben“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen.
Wenn Diebe dennoch auf Beutezug gegangen sind, dann ist die Hausratversicherung der Schlüssel für finanziellen Ersatz von Schmuck, Elektroartikeln oder gestohlener Kleidung. „Einbruchopfer müssen dabei allerdings ein paar Dinge beachten. Denn ansonsten wird riskiert, dass der Versicherer – trotz Hausratversicherung – seine Leistungen kürzt oder sogar überhaupt nicht für den Schaden aufkommt“, weiß Monika Schiffer. Folgendes ist zu beachten, um den Versicherungsschutz bei Wohnungseinbruch nicht zu gefährden:
• Diebstahl ist nicht gleich Diebstahl: Damit das bei einem Einbruch gestohlene Wohnungseigentum über die Hausratversicherung abgesichert ist, muss sich der Einbrecher beispielsweise mit Gewalt oder einem Werkzeug Zugang verschafft haben. Kommen die Langfinger also durch die offen gelassene Terrassentür ins Haus, besteht kein Versicherungsschutz!
• Anzeige bei der Polizei: Der Einbruchdiebstahl ist unverzüglich bei der Polizei und dem Versicherer zu melden. Selbstverständlich eigentlich, dass der Schaden so gering wie möglich zu halten ist, also zum Beispiel entwendete Scheck und Kreditkarten sofort gesperrt werden.
• Liste vom Diebesgut: Über die gestohlenen und beschädigten Gegenstände muss umgehend eine Liste für Polizei und Versicherung angefertigt werden. Diese sogenannte Stehlgutliste ist einerseits die Grundlage für die Schadensabwicklung mit der Versicherung, andererseits eine Fahndungshilfe für die Polizei. Vorteilhaft, wenn die Wertgegenstände wie Schmuck und Teppiche im eigenen Haushalt schon katalogisiert zur Hand sind. Wer vorausschauend eine solche Wertgegenstände-Liste anlegen will, findet ein Muster unter www.polizei-beratung.de
• Was ersetzt wird: Durch den Abschluss einer Hausratversicherung ist der komplette Hausrat von Möbeln über Kleidung bis hin zu Elektrogeräten abgesichert. Werden Laptop, Teppiche oder sogar das Haustier mitgenommen, gibt’s vom Versicherer zumeist so viel Geld, dass ein gleichwertiger Gegenstand zu heutigen Preisen neu gekauft werden kann. Übernommen werden auch Reparaturkosten für beschädigtes Inventar oder für beim Einbruch beschädigte Türen und Fenster.
 
Persönliche Beratung rund um Hausrat- und andere Versicherungen gibt es bei der Versicherungsberatung in der Verbraucherzentrale Euskirchen in der Wilhelmstraße 37.
Ein 30-minütiges Beratungsgespräch kostet 40 Euro.
Termine können unter 022515064501 vereinbart werden. Zusätzlich ist auch das Verbrauchertelefon NRW ist zu Versicherungsfragen zentral erreichbar – und zwar donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter 0900-1-89 79 60 für 1,86 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkpreise können variieren.

Energiespartipps der Verbraucherzentrale

 
 
 
 
 
Einmal handeln und das ganze Jahr Energie sparen
Verbraucherzentrale gibt jetzt kostenlos individuelle Tipps
Mit manchen guten Vorsätzen ist es so eine Sache: So stark sie am
31. Dezember noch erscheinen mögen – schon in den ersten Wochen
des Jahres verblassen sie. Damit zumindest das Energiesparen 2020
nicht zur Kraftprobe für den Willen wird, empfiehlt die
Verbraucherzentrale NRW effektive Einmal-Maßnahmen: „In unseren
Beratungen sehen wir auch bei Mietern ganz oft Sparchancen, die
keine Anstrengung nach sich ziehen“, berichtet Monika Schiffer,
Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Was im Einzelfall am
meisten bringe, lasse sich am besten in einem Basis-Check vor Ort
oder bei der Beratung in der Beratungsstelle klären. Einige heiße
Energiespar-Kandidaten haben die Verbraucherschützer
zusammengestellt:
 
Sparduschkopf dranschrauben: 20 Euro investieren,
Warmwasserverbrauch fast halbieren – das ist eine realistische
Bilanz für einen Sparduschkopf. Gerade bei Durchlauferhitzern in
Mehrpersonenhaushalten kann sich das durchaus dreistellig im
Geldbeutel bemerkbar machen, und zwar jedes Jahr.
Komforteinbußen verhindert der Duschkopf, indem er Luft unter
das Wasser mischt. Wichtig allerdings: Manche
Durchlauferhitzer funktionieren nicht mit allen Sparbrausen.
 
LED einsetzen: Fast jeder weiß, dass LED Strom sparen, aber kaum
jemand macht sich klar, wie viel: 80 Prozent weniger verbrauchen sie
im Gegensatz zu Halogenlampen. Klare Sparkandidaten also, und
längst nicht mehr nur in kalten Weißtönen leuchtend.
 
Programmierbare Thermostate anbringen: Abends und vor jedem
Verlassen der Wohnung alle Heizkörper-Thermostate runterzudrehen,
lohnt sich. Aber man muss halt dran denken und es auch wirklich
regelmäßig machen. Für vergessliche, eilige oder einfach
komfortbewusste Energiesparer bieten sich deshalb programmierbare
Thermostate an. Die können auch Mieter einfach gegen die normalen
Thermostatköpfe austauschen. Die alten Modelle aber auf jeden Fall
aufbewahren! Natürlich kosten die Thermostate erstmal Geld – ab circa
zehn Euro aufwärts. Aber wenn nur sie den Weg zur Temperaturdisziplin
ebnen, rechnen sie sich schnell.
 
Bei Neugeräten auf Verbrauch achten: Wer zum Beispiel
Kühlschrank oder Waschmaschine neu kauft, sollte auf die beste
Energieeffizienzklasse achten. Das muss nicht einmal extra kosten –
die sparsamsten Geräte sind längst nicht immer die teuersten.
Umgekehrt gilt allerdings: Wer für ein vermeintliches Schnäppchen ein
Auge zudrückt und eine geringe Effizienz in Kauf nimmt, zahlt am Ende
drauf. Denn hohe Verbrauchskosten fressen die Anschaffungsersparnis
mit der Zeit auf und schlagen dann noch jahrelang zu Buche.
 
Die Energieberatung in der Beratungsstelle ist kostenlos. Wer Fragen zu
den Themen Heizen und Lüften oder alternativen Energiequellen hat,
wendet sich ebenfalls an die anbieterunabhängige Energieberatung der
Verbraucherzentrale.
Ein Termin in der Euskirchener Beratungsstelle kann unter
02251-5064501 oder per email an
vereinbart werden.
 
Termine in Euskirchen im März zu allen Energiesparthemen:
 
Euskirchen in der Verbraucherzentrale
03.03.2020 ab 15:00 Uhr
05.03.2020 ab 15.00 Uhr
12.03.2020 ab 15.00 Uhr
19.03.2020 ab 15:00 Uhr

Fallstricke bei Null-Prozent-Finanzierungen vermeiden

 

Null-Prozent-Finanzierung mit Kreditrahmen
Zinsfreiheit oft nur für kurze Zeit

Küchenträume sollen so wahr oder Wunschprodukte vermeintlich problemlos finanziert werden. „Die Elektromärkte, Möbel- und Versandhäuser übertrumpfen sich mit Versprechen von unkomplizierter Wunscherfüllung durch einen Kredit zum Nulltarif“, warnt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen, vor möglichen Fußangeln. Denn eine ganze Reihe dieser Finanzierungen wird – so ist im Kleingedruckten zu lesen – über einen Kreditrahmen mit Maestro- oder Kreditkarte abgewickelt. „Die Nullprozent gelten dann nur für den aktuellen Kauf etwa von Laptop oder Fernseher – und auch nur wenige Monate“, erklärt die Expertin. Dauert die Rückzahlung länger oder wird der Kreditrahmen weiter in Anspruch genommen, wird ein hoher Zins fällig – fast 16 Prozent sind keine Seltenheit. Bei einem Kreditrahmen von bis zu 10.000 Euro, den die finanzierenden Partnerbanken der Unternehmen anbieten, könne die vermeintliche Null-Prozent-Finanzierung über den Rahmenkredit zum Einstieg in die Verschuldung werden. „Verbraucher sollten den zusätzlichen Kreditrahmen nicht in Anspruch nehmen, den Null-Prozent-Kredit in der zinsfreien Zeit komplett zurückzahlen, danach den Kreditrahmen kündigen und die Kreditkarte zurückschicken“, so der Rat. Um mögliche Fallstricke bei Null-Prozent-Finanzierungen hundertprozentig zu umgehen, gibt die Verbraucherzentrale NRW die folgenden Tipps mit auf den Weg:

  • Ablenkung vom Preisvergleich:Die meist kleinen Raten einer Null-Prozent-Finanzierung lenken schnell vom Kaufpreis ab. Zum Nulltarif zu finanzieren bedeutet nicht automatisch, dass die Ware selbst auch günstig erworben wird. Sie kann vielmehr auch deutlich teurer sein als bei anderen Anbietern. Zudem wird der Verhandlungsspielraum über den Kaufpreis durch eine Finanzierung meist eingeschränkt und über mögliche Rabatte bei Barzahlung kann nicht verhandelt werden. Finanzierungsangebote ohne Zinsen verführen außerdem zu unüberlegtem Konsum. Die Gefahr ist groß, mehr zu kaufen als finanziell zu leisten ist oder zu diesem Zeitpunkt benötigt wird.

  • Verkaufsförderung mit kleinen Raten:Mit dem Argument, dass etwa der neue Fernseher ja ohnehin schon finanziert wird und keine Zinsen kostet, locken Verkäufer häufig zum Kauf eines größeren Modells mit mehr Ausstattung. Denn angesichts der kleinen Raten sei das problemlos möglich – so das Argument. Allerdings: Auch kleine Raten belasten die Haushaltskasse. Und wenn der notwendige Betrag für die Anschaffung bislang nicht angespart werden konnte, wird das auch nicht gelingen, wenn er als Rate zurückgezahlt werden muss. So bergen auch niedrige Ratenbelastungen bei längeren Laufzeiten die Gefahr, den Überblick über die monatlichen Verpflichtungen zu verlieren und in eine Schuldenspirale einzusteigen.

  • Versteckte Zusatzbelastungen:Auch bei fehlendem Zins können sich manchmal zusätzliche Entgelte, zum Beispiel für die Kontoführung oder Kreditkarte, im Kleingedruckten verstecken. Weiterhin wird nicht selten versucht, Kunden zum Abschluss kostenpflichtiger Garantieverlängerungen zu drängen. Die sind meist überflüssig, denn die zweijährige gesetzliche Gewährleistung steht bei jedem Kauf zu.

  • Versicherungsschutz kein Muss:Ob als Restschuld-, Kreditausfall- oder Ratenschutzversicherung – unter diesen und ähnlichen Begriffen wird vermeintlich unverzichtbarer Schutz verkauft, der Probleme bei der Ratenzahlung absichern soll. Da die Versicherungen wegen zahlreicher Ausnahmeregelungen vielfach gerade dann nicht leisten, wenn sie benötigt werden, gleichzeitig aber teuer sind, ist ihr Abschluss sehr häufig nicht zu empfehlen. Kunden sind grundsätzlich nicht verpflichtet, eine solche Versicherung abzuschließen. Achtung: Oft ist der Abschluss in den Verträgen der Nullprozentfinanzierung bereits als Erklärung voreingestellt! Die entsprechende Passage sollte dann im Vertragstext gestrichen werden.

  • Vorsicht vor der Dispofalle:Wenn Finanzierungen für Auto, Küche und Fernseher gleichzeitig und dann noch bei verschiedenen Firmen laufen, kann schnell der Überblick verloren gehen. Fatal, wenn dann der Dispo-Kredit des Girokontos für das Abstottern der Null-Prozent-Raten genutzt werden muss. Wegen der hohen Zinsen hierfür wird aus den vermeintlichen null Prozent Zinsen dann schnell ein teurer Spaß. Daher sollte auch eine geringe Ratenverpflichtung im Vorfeld gut durchdacht werden. Denn werden die Raten nicht bezahlt, kann die Bank auch beim Null-Prozent-Kredit den Vertrag kündigen und den Gesamtbetrag auf einen Schlag einfordern. Zusätzlich drohen Mahn- und Verzugskosten sowie Negativeinträge bei der Schufa.

 


Verbraucherzentrale NRW
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Ein, aus oder abgesenkt: Heizung richtig einstellen

 
 
Ein, aus oder abgesenkt: Heizung richtig einstellen
 
Tipps der Verbraucherzentrale zur Einstellung von Heizkessel und
Thermostatventil
In der kalten Jahreszeit ist die Heizperiode im Kreis Euskirchen in vollem
Gange. Wie das richtige Heizverhalten für Gesundheit und Geldbeutel
aussieht, weiß Werner Reiner, Energieberater der Verbraucherzentrale
Euskirchen. „Grundsätzlich gilt: Je niedriger der Temperaturunterschied
zwischen warmer und kalter Umgebung ist, desto geringer sind die 
Wärmeverluste über Wände, Fenster, Dach und Keller oder auch beim
Lüften.“ Einige Zimmer gar nicht zu heizen sei nicht ratsam. Denn so
kann sich Feuchtigkeit in den kühlen Räumen sammeln, was wiederum
zu Schimmelbildung führen und negative Folgen für die Gesundheit
haben kann. In wenig genutzten Zimmern sollte eher die Heizung nur auf
niedriger Stufe laufen.
Zur richtigen Nutzung von Heizung und Thermostat gibt die
Verbraucherzentrale Euskirchen folgende Tipps:
 Wärmedämmung: Je schlechter ein Haus gedämmt ist, desto mehr
lohnt sich die Nachtabsenkung. Allerdings kann in gut gedämmten
Häusern die Heizung nachts sogar abgeschaltet werden, denn die
Raumtemperatur sinkt hier meist nicht unter 17 °C. In der
Übergangszeit kann in vielen Wohngebäuden die Heizung nachts über 
Stunden komplett abgeschaltet werden; so wird neben Brennstoff auch
Strom eingespart.
 Heizkörper entlüften: Regelmäßiges Entlüften der Heizung ist
wichtig. Denn zu viel Luft im Heizkörper verhindert ihre gleichmäßige
Durchströmung und mindert die Heizleistung. Spätestens wenn der
Heizkörper gluckernde Geräusche von sich gibt, ist höchste Zeit zum
Entlüfterschlüssel zu greifen.
 Ventile richtig nutzen: Über die Thermostatventile kann die
Lufttemperatur in verschiedenen genutzten Räumen angepasst
werden und die zentrale Absenkung ergänzen. Kluges Bedienen
von Kessel und Thermostatventilen kann übergangsweise auch
eine veraltete oder defekte Regelung ersetzen
 Hydraulischer Abgleich: Der hydraulische Abgleich des Heizsystems
korrigiert die unterschiedlichen Heizlasten und sorgt für eine
gleichmäßige Wärmeabgabe und Aufheizung sämtlicher Räume.
Die Durchführung ist eine Aufgabe für einen Heizungsfachbetrieb.
 Kesseltemperatur einstellen: Zu hohe Kesseltemperaturen
verschwenden unnötig Energie. Es lohnt sich, mit Hilfe der
Anleitung oder eines Fachmanns die optimalen Einstellungen zu
ermitteln.
Wer Fragen zu den Themen Heizen und Lüften, Regelung sowie
Strom- und Energiesparen hat, wendet sich an die
anbieterunabhängige Energieberatung derVerbraucherzentrale.
Zu allen Energiesparthemen kann ein Termin in der Euskirchener 
Beratungsstelle vereinbart werden.
Die Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501 oder per
email an . Die
Energieberatung in der Beratungsstelle ist kostenlos.
Termine in Euskirchen im Februar zu allen Energiesparthemen:
 
Euskirchen in der Verbraucherzentrale
06.02.2020 ab 15:00 Uhr
13.02.2020 ab 15.00 Uhr
27.02.2020 ab 15.00 Uhr