Ratgeber - Wie ernähre ich mich richtig bei Krebs

Krebstherapien optimal unterstützen
Ratgeber informiert über richtige Ernährung für Patienten
 
 
Keine Ernährung kann Krebs heilen, aber es gibt zahlreiche
Möglichkeiten, die Lebensqualität durch gezielt eingesetzte Speisen und
Getränke zu verbessern. Patienten können etwa unangenehme Begleiterscheinungen der Behandlung lindern oder die Wirkung der unterschiedlichen Therapien unterstützen. Es gibt Lebensmittel und
Nahrungsbestandteile, die in den Stoffwechsel der bösartigen Zellen eingreifen. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Wie ernähre ich mich bei Krebs?“ beantwortet wichtige Fragen, leistet Hilfestellung und begleitet Betroffene während ihrer Behandlung und Genesung.
Eine oft auftretende, bleierne Müdigkeit kann eine Folge der Therapien sein, ist aber auch auf den Tumor und seinen Stoffwechsel zurückzuführen. Eine Ernährungstherapie greift genau hier ein und versucht, den geschwächten Körper wieder zu stärken. Der Ratgeber informiert über Nebenwirkungen der Behandlungen und erläutert, welche ergänzenden Methoden sinnvoll oder aber schädlich sein können. Auch die Rolle von Sport und Bewegung als Unterstützung für Körper und Seele ist ein Thema. So erhalten Leserinnen und Leser umfassende Tipps, was sie berücksichtigen sollten und was sie selbst tun können, wenn sie unter massiven Beschwerden und Nebenwirkungen leiden.
Der Ratgeber „Wie ernähre ich mich bei Krebs? Was nützt, was nicht –
praktische Hilfen für den Alltag“ hat 224 Seiten und kostet 19,90 Euro
und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37,
Tel. 02251 506 45 01 nach telefonischer Terminvereinbarung erhältlich.
 
Bestellmöglichkeiten:
Im Online-Shop unter www.ratgeber-verbraucherzentrale.de oder unter
0211 / 38 09-555.
 
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.02251 / 506 45 01
Fax 02251 / 506 45 07

Ab 15. Juni 2020 können Pflegebedürftige wieder an Betreuungsgruppen teilnehmen

 
 
 
 
 
 
Betreuungsgruppen für Pflegebedürftige starten wieder durch -
gute Nachricht für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige
 
Ab dem 15. Juni 2020 können Pflegebedürftige endlich wieder an
Betreuungsgruppen teilnehmen. Damit dürfen sie
seniorengerechte Angebote wie Singkreise oder Erzählcafés
besuchen und pflegende Angehörige erhalten die dringend
benötigte Unterstützung bei der Betreuung von pflegebedürftigen 
und demenzerkrankten Menschen in Corona-Zeiten. Zum Schutz
der Gäste und der Mitarbeiter vor dem Corona-Virus müssen
allerdings wichtige Hygienemaßnahmen eingehalten werden.
Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 hat sich die
Situation für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen
extrem verschärft, für viele sogar dramatisch. Denn fast alle
Unterstützungsangebote aus dem Pflege-Hilfesystem konnten
wegen Corona nicht mehr in Anspruch genommen werden,
etwa die Tagespflegen, Einzel- oder Gruppenbetreuung.
Angebote, in denen alte, demenzerkrankte oder schwerstkranke
Menschen mehrere Stunden betreut werden. Aktivierungsangebote wie
Gedächtnistraining, Sitzgymnastik und gemeinsames Singen bieten den
Pflegebedürftigen eine anregende Abwechslung, während es
den pflegenden Angehörigen ermöglicht, Kraft für den Alltag zu
schöpfen.
 
Frühzeitig Kontakt zum Träger des Betreuungsangebots aufnehmen
Ab dem 15. Juni 2020 können Betreuungsgruppen, die als Angebote zur
Unterstützung im Alltag im Sinne der Landesverordnung (AnFöVO)
anerkannt wurden, ihr Angebot nun wieder aufnehmen. Die Anbieter
orientieren sich dabei an den Hygieneempfehlungen und -richtlinien
des Robert-Koch-Instituts. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollten
sich auf erhöhte Schutzvorkehrungen einstellen - zum Beispiel, dass die
Betreuungspersonen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und dass ein
ausreichender Abstand und gute Handhygiene zu beachten sind.
Außerdem wird bei allen Gästen erfasst, ob Krankheitssymptome
vorliegen (sogenanntes Kurzscreening). Pflegebedürftige oder ihre
Angehörigen sollten sich rechtzeitig mit dem Träger der
Betreuungsgruppe in Verbindung setzen und erfragen, wann konkret
und unter welchen Voraussetzungen sie an dem Gruppenangebot wieder
teilnehmen können.
 
Abrechnung über die Pflegekasse möglich
Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1-5 können diese
Unterstützungsleistungen über den sogenannten Entlastungsbetrag in
Höhe von monatlich 125 Euro finanzieren. Dazu müssen die Rechnungen
gesammelt und bei der Pflegekasse eingereicht werden. Nicht
verbrauchte Entlastungsbeträge aus 2019 können noch bis zum
30.09.2020 verwendet werden.
 
Kontakt:
Regionalbüro Alter, Pflege und Demenz - Region Aachen/Eifel.
Frau Petra Rachner
Tel. (02404) 9 03 27 - 80

Härtefall Geld statt Gutschein

 

Härtefall Geld statt Gutschein
Corona-Regel bei gebuchten Freizeitveranstaltungen

Konzerte, Aufführungen und Sport-Events wurden parallel zum Corona-Lockdown vielfach abgesagt. Statt der finanziellen Erstattung fürs ausgefallene Vergnügen sollen Kunden jetzt grundsätzlich Gutscheine erhalten. Kunden sind nun verpflichtet, Wertgutscheine für Theateraufführungen, Konzerte, Fußballspiele und andere Events zu akzeptieren, die bis zum Bekanntwerden der Corona-Pandemie am 8. März 2020 gebucht und bezahlt worden sind. Verbraucher können die Auszahlung der Gutscheine für Tickets, Dauerkarten und Abos nach dem 31. Dezember 2021 verlangen, wenn sie diese bis dahin nicht eingelöst haben. „In besonderen Härtefällen haben Gutscheininhaber aber auch das Recht, die Auszahlung des Ticketpreises schon vor Ablauf dieser Frist zu verlangen“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Zum Beispiel, wenn das Ticket gekauft wurde, um im Zuge einer Urlaubsreise an einer fernen Veranstaltung teilzunehmen und dies nun nicht mehr ohne erheblichen Kostenaufwand möglich ist, oder auch, wenn Gutscheininhaber wegen der Corona-Pandemie nicht mehr in der Lage sind, existenzielle Lebenshaltungskosten, wie Miete und Energie, zu bezahlen. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Orientierung, in welchen Fällen das Geld für bezahlte Tickets, Dauerkarten und Abos zurückverlangt werden kann:

 

Gutschein oder Preiserstattung: Beide Varianten stehen Veranstaltern und Betreibern von Freizeiteinrichtungen offen. Schon vor Inkrafttreten der neuen Regelung haben viele Anbieter Kunden bereits Gutscheine angeboten. Sie können Kunden bezahlte Eintrittspreise für ausgefallene Veranstaltungen aber auch weiterhin erstatten. Ticketinhaber sollten sich beim jeweiligen Anbieter nach den Erstattungsmöglichkeiten während der Corona-Krise erkundigen.

 

Angaben auf dem Gutschein: Auf dem ausgehändigten Gutschein muss schriftlich vermerkt sein, dass dieser aufgrund der Covid-19-Pandemie ausgestellt wurde. Außerdem muss dort stehen, in welchen Fällen Gutscheininhaber eine Auszahlung verlangen können: Das ist erstens der Fall, wenn der Gutschein nicht bis zum 31. Dezember 2021 eingelöst worden ist. Und zweitens muss dort auch angegeben sein, dass Gutscheininhaber auf eine frühere Auszahlung pochen können, wenn ihnen die Aushändigung eines Gutscheins aufgrund der persönlichen Lebensumstände nicht zugemutet werden kann.

 

Härtefallregelung: Die verpflichtende Rückerstattung von Ticketkosten ist laut Gutscheinlösung auf Härtefälle beschränkt. Einkommensverlust durch Kurzarbeit, Kündigung oder Krankheit, Wegbrechen von Aufträgen für Solo-Selbstständige und Freiberufler und höhere Kosten für die tägliche Lebenserhaltung können zu Härtefällen führen. Wer aufgrund der Corona-Pandemie in eine finanziell angespannte Situation geraten und in der prekären Situation auf jeden Euro und Cent angewiesen ist, muss keinen Gutschein akzeptieren, sondern kann die Auszahlung des Wertgutscheins verlangen. Gleiches gilt, wenn das Ticket gekauft wurde, um während einer Urlaubsreise eine Veranstaltung zu besuchen und dies nun nicht mehr ohne einen erheblichen Kostenaufwand möglich ist. Um das gezahlte Geld statt eines Gutscheins zu erhalten, sollten Karteninhaber dem Anbieter zunächst die Gründe für ihren Rückerstattungswunsch darlegen. Falls Veranstaltern dies nicht ausreicht, können etwa die Meldung des Arbeitgebers über Kurzarbeit oder die schriftliche Kündigung des Arbeitsplatzes als Nachweis vorgelegt werden, aus denen sich der persönliche finanzielle Engpass ergibt. Nicht notwendige Daten wie beispielsweise der Name des Arbeitgebers sollten unkenntlich gemacht werden. Das Verlangen nach einem vollständigen Kontoauszug ist hingegen aus Sicht der Verbraucherzentrale NRW eher nicht verhältnismäßig.

 

Insolvenz des Veranstalters: Wer dennoch einen Gutschein akzeptieren muss, trägt ein gewisses Risiko: Falls Veranstalter und Betreiber von Freizeitveranstaltungen ihren Betrieb nicht bis Ende 2021 aufrechterhalten können und Insolvenz anmelden müssen, können Ticketinhaber den Wert des Gutscheins nur noch im Rahmen des Insolvenzverfahrens geltend machen. Sie erhalten in der Regel nach Abschluss des Insolvenzverfahrens nur einen Bruchteil des Wertes zurück.

 

Falls Veranstalter oder Betreiber einer Freizeiteinrichtung einen Härtefall nicht anerkennen, bietet die Verbraucherzentralen in Euskirchen hierzu rechtlichen Rat und Hilfe an – seit dem 18. Mai nach und nach auch wieder mit persönlicher Beratung – jedoch nur nach vorheriger Terminvergabe unter 02251 5064501.
 

Verbraucherzentrale NRW e.V.
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.: 02251 50645-01
Fax: 02251 50645-07

www.verbraucherzentrale.nrw/euskirchen


Öffnungszeiten:
Mo. 09:00-13:00 Uhr
Di. 09:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr
Do. 09:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr
Fr. 09:00-13:00 Uhr

Jetzt wieder persönliche Beratung in der Verbraucherzentrale

 

Verbraucherzentrale in Euskirchen
Jetzt wieder persönliche Beratung – nach Terminvereinbarung

„ Lockdown“ hieß es seit Mitte März auch für die persönliche Beratung der Verbraucherzentrale in Euskirchen in der Wilhelmstraße. Zwar haben Ratsuchende den „Krisenmodus“ mit ausschließlicher Beratung übers Telefon und über Online-Zugangswege gut und dankbar angenommen. Doch nun freut sich das Team, den Bürgerinnen und Bürgern im Kreis Euskirchen – nach Terminvereinbarung – auch persönlich wieder zur Seite stehen zu können. „Wie andere Lebensbereiche werden wir schrittweise zu ‚neuer Normalität‘ im Beratungsalltag zurückkehren“, erklärt Beratungsstellenleiterin Monika Schiffer. Man sei gut vorbereitet und habe mit einem umfassenden Hygienekonzept die aktuell jeweils vorgeschriebenen Maßnahmen wie Abstandsvorgaben sowie Vorgaben zur Desinfektion oder von Trennscheiben beim persönlichen Kontakt umgesetzt. Mit der Vergabe von Terminen sollen Besuche darüber hinaus so getaktet werden, dass Kontakte zwischen Ratsuchenden vermieden werden.

 Auch für die Bearbeitung der Verbraucheranliegen hat die Beratungsstelle einen klaren Plan, um mit der Wiederaufnahme der persönlichen Beratung möglichst zielgerichtet weiterzuhelfen. „Bei der Terminvergabe werden wir zunächst vor allem die Zielgruppen berücksichtigen, die während der Kontaktverbote mit den telefonischen und Onlineangeboten nicht gut zurechtgekommen sind. Sei es, weil sie ihre Anliegen wegen fehlender Sprachkenntnisse nicht schriftlich formulieren konnten oder Unterstützung beim Zusammenstellen notwendiger Vertragsunterlagen brauchten“, so Monika Schiffer. Aber auch, wer mangels technischer Ausstattung oder Versiertheit keine Dokumente scannen oder mailen konnte, wird vorrangig unterstützt.

 Darüber hinaus werden in der persönlichen Beratung zuallererst Anliegen bearbeitet, die besonders komplex oder eilbedürftig sind und konkreten Fristen unterliegen. Nicht zuletzt haben bei der Vergabe von Terminen all jene Anfragen Priorität, bei denen existenzielle Probleme drohen.

 Terminvereinbarung unter: Tel: 02251 5064501 o der über das Kontaktformular im Internet: www.verbraucherzentrale.nrw/euskirchen

 Parallel bietet die Beratungsstelle telefonisch und über Online-Kanäle weiterhin Beratung an, um Probleme direkt und schnell zu lösen. Alle kundenorientierten neuen Ansätze, die sich in Zeiten des Lockdowns bewährt haben, werden auch in der Phase der Öffnung für persönliche Beratungsgespräche nach Termin weiterhin zur Verfügung stehen.

Monika Schiffer
Leiterin der Beratungsstelle

Verbraucherzentrale NRW e.V.
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.: 02251 50645-01
Fax: 02251 50645-07

www.verbraucherzentrale.nrw/euskirchen


Öffnungszeiten:
Mo. 09:00-13:00 Uhr
Di. 09:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr
Do. 09:00-13:00 Uhr und 14:00-18:00 Uhr
Fr. 09:00-13:00 Uhr

Versicherungsschutz für Corona-Helfer

Fünf Regeln fürs Ehrenamt

Ob Behelfsmasken nähen, für Bedürftige einkaufen oder Begegnungen mit gebührendem Abstand organisieren – viele Menschen engagieren sich, um Bedürftigen und Anderen das Durchhalten und Durchkommen während der Corona-Krise zu erleichtern. Wird Hilfsbereitschaft in die Tat umgesetzt, gerät häufig aus dem Blick, wer hilft, wenn den Helfern selbst etwas zustößt. „Wer spontan Stoffmasken, Spielzeug oder Lebensmittel zu Verteilstellen oder in Pflege- oder Betreuungsunterkünfte bringt, handelt privat. Diese Eigeninitiative wird nicht durch den gesetzlichen Versicherungsschutz gedeckt, den organisierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer genießen“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Fünf Kriterien sind nötig, damit das Ehrenamt „amtlich“ und somit auch gesetzlich geschützt ist: Das Engagement muss freiwillig und unentgeltlich ausgeübt werden, regelmäßig und organisiert sein sowie anderen zu Gute kommen. „Organisierter Einsatz gilt dabei als erforderlicher Nachweis für Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung“, erläutern die Verbraucherschützer, wie ehrenamtliche Helfer auch in Corona-Zeiten abgesichert sind:

  • Voraussetzungen für gesetzlichen Versicherungsschutz: Wie bei anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten – zum Beispiel im Elternrat oder bei der Freiwilligen Feuerwehr – genießen auch Corona-Helfer automatisch und kostenlos gesetzlichen Versicherungsschutz. Voraussetzung ist allerdings, dass deren Mithilfe über die Kommune oder Wohlfahrtsverbände organisiert ist. Heißt also, Einsätze und -orte werden von diesen festgelegt. Die Verantwortlichen verteilen die Aufgaben, übernehmen Einteilung sowie Koordination und tragen die Kosten – und die Verantwortung. Zumeist werden auch Listen angelegt, in die sich Helfer eintragen können. Das erspart im Fall der Fälle Nachforschungen, ob man tatsächlich auch aktiv gewesen ist.

  • Leistungsumfang: Verletzt sich der ehrenamtliche Helfer während seines Einsatzes, aber auch auf dem Hin- oder Rückweg zwischen Einsatz- und Wohnort, springt die gesetzliche Unfallversicherung ein. Übernommen werden Kosten für Behandlungen und Reha-Maßnahmen. Ist die Erwerbsfähigkeit als Folge des Unfalls um mindestens 20 Prozent gemindert, bekommt der Verletzte von der gesetzlichen Unfallversicherung eine monatliche Verletztenrente.

  • Private Versicherungen: Neben all diesen Leistungen aus gesetzlichen Versicherungen springen auch gegebenenfalls privat abgeschlossene Versicherungen – Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung – ein. Einzelne Bundesländer – wie etwa Nordrhein-Westfalen – bieten freiwillig ehrenamtlich Engagierten einen zusätzlichen Versicherungsschutz im Bereich Unfall und Haftpflicht an. Wer ehrenamtlich tätig sein möchte, erhält weitere Informationen online unter www.engagiert-in-nrw.de/sicherheit.

  • Haftung bei Schäden Dritter:Wer als Corona-Helfer einer anderen Person Schaden zufügt, muss in der Regel nicht für deren Forderungen nach Schadenersatz aufkommen. Dafür haftet die Trägerorganisation beziehungsweise deren Haftpflichtversicherung, in der Regel die von Städten und Kommunen. Zudem kann die ehrenamtliche Ausübung eines leitenden Amtes oder die so genannte verantwortliche Tätigkeit in einer Organisation oder in einem Verein über die Vereinshaftpflichtversicherung versichert sein. Im Ausnahmefall hilft auch die eigene private Haftpflichtversicherung des Ehrenamtlers.

Informationen und Beratung rund um den passenden Versicherungsschutz bietet die Versicherungsberatung der Verbraucherzentrale NRW. Kontaktdaten und Kosten online unter www.verbraucherzentrale.nrw/versicherungsberatung – bis auf weiteres ausschließlich telefonisch oder per E-Mail. Spezielle Antworten auf Corona-Fragen zur Bewältigung des Verbraucheralltags gibt’s auch telefonisch unter 02251 5064501.

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Corona-Trend Kontaktlose Zahlung: Praktisch, aber riskant?

Corona-Trend Kontaktlose Zahlung:
Praktisch, aber riskant?

Mit Karte, bitte“ – immer weniger Kunden zahlen aus Angst vor Ansteckung mit dem Corona-Virus an den Kassen von Supermärkten und Händlern bar. Der Trend geht zur Kartenzahlung, und zwar am liebsten kontaktlos. Ob mit Girokarte, Kreditkarte oder dem Smartphone - kontaktloses Bezahlen ist vielfältig möglich, meistens auf Grundlage der „Near Field Communications“-Technologie (NFC). Wenn der Kunde bezahlen möchte, hält er sein NFC-fähiges Smartphone oder die Kredit- oder Girokarte mit NFC-Chip bis zu einem Abstand von einigen Zentimetern an das Lesegerät, und schon wird der Betrag abgebucht. Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen, beantwortet die wichtigsten Fragen rund um die angesagte Bezahlmethode:

Bis zu welcher Summe kann man an der Kasse kontaktlos bezahlen?

Bisher waren in Deutschland meist nur Zahlungen bis 25 Euro ohne PIN oder anderweitige Freigabe (Fingerabdruck, Gesichtsscan) möglich, auch wenn die Vorgaben der EU kontaktlose Zahlungen bis zu 50 Euro ermöglichen. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Deutsche Kreditwirtschaft aber beschlossen, die Grenze entsprechend anzuheben. Nach einer kurzen Umsetzungsphase sollte es inzwischen allen Kunden mit NFC-tauglichen Karten oder Smartphones möglich sein, bis zu 50 Euro kontaktlos zu bezahlen.

Ist dies auch mehrfach hintereinander problemlos möglich?

Ja, aber zur eigenen Sicherheit gibt es Begrenzungen. Der Betrag der vorherigen Zahlungsvorgänge seit der letzten Freigabe mit PIN darf insgesamt maximal 150 Euro betragen bzw. die Anzahl der vorherigen Zahlungen seit der letzten Freigabe nicht fünf Vorgänge übersteigen. Es kann also auch bei der Kontaktloszahlung ab und zu notwendig werden, eine Freigabe zu erteilen. So wird sichergestellt, dass der Kontoinhaber die Zahlungen alle selbst auslöst und das Konto nicht missbräuchlich leer geräumt werden kann.

Wer trägt den Schaden, sollte die Karte unberechtigt von Dritten eingesetzt werden?

Wenn das Konto eines Kunden durch Missbrauch einer Kontaktloszahlung belastet wird, übernimmt die Bank den Schaden.

Worauf sollte man bei der kontaktlosen Zahlung achten?

Trotz der genannten Sicherungsgarantie durch die Bank ist es wichtig, beim Einsatz des Smartphones oder der Karte umsichtig zu bleiben. Sollte die Eingabe des PINs notwendig werden, diesen verdeckt eingeben. Das gilt ebenso für das Freischalten des Telefons durch einen Entsperrcode. Auch die regelmäßige Kontrolle der Kontoauszüge bleibt sinnvoll. Unrechtmäßige Buchungen sollten sofort gegenüber der Bank angezeigt, die Karte gesperrt werden. Sollte die Girokarte betroffen sein, empfiehlt die Verbraucherzentrale NRW, auch die Karte für das elektronische Lastschriftverfahren bei der Polizei zu sperren (KUNO). Und wenn das Smartphone verloren geht, sollte man daran denken, dass dort womöglich Zahlungsdaten hinterlegt sind und genau so handeln, als hätte man eine Karte verloren.

Manche Verbraucherinnen und Verbraucher möchten die NFC-Funktion vielleicht gar nicht nutzen. Was können sie tun?

Die neue Generation von Zahlungskarten unterstützt regelmäßig die NFC-Funktion. Wer diese zum Beispiel aus Sicherheitsbedenken nicht haben möchte, kann den NFC-Chip bei manchen Banken deaktivieren lassen. Andere Finanzinstitute bieten diesen Service leider nicht an. Dann kann der Kartenbesitzer die NFC-Funktion durch eine entsprechende Schutzhülle unterbinden. Auch manche neueren Geldbörsen können einen solchen Schutz gewährleisten.

Weitere Informationen rund um mobiles Bezahlen finden Sie hier: https://www.verbraucherzentrale.nrw/mobil-bezahlen

Informationen und rechtliche Hilfestellungen zu akuten Verbraucherfragen gibt auch die Euskirchener Beratungsstelle, aktuell per Telefon unter 02251 5064501 oder Email an .

Hilfreiche Hinweise rund um Corona-Fragen im Verbraucheralltag gibt’s ebenfalls online unter www.verbraucherzentrale.nrw/corona.

Verbraucherzentrale NRW
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
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Tel.(02251) 506 45 01
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Energieschulden möglichst trotz Corona-Aufschubs begleichen

Energieschulden möglichst trotz Corona-Aufschubs begleichen

Was Kunden im Zahlungsrückstand tun können

Angesichts der aktuellen Corona-Pandemie haben einige Energieversorger angekündigt, freiwillig vorübergehend auf Gas- und Stromsperren zu verzichten. Darüber hinaus gilt eine neue gesetzliche Vorgabe: Haushalte, die fortlaufende Zahlungsverpflichtungen wie die Abschläge für Strom und Gas nicht bedienen können, erhalten in der akuten Krise einen maximal dreimonatigen Zahlungsaufschub. Das gilt jedoch höchstens bis zum 30. Juni 2020 und nur für Verträge, die vor dem 8. März 2020 geschlossen wurden. Außerdem muss der Zahlungsverzug auf die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus zurückzuführen sein. Neben Energieverträgen gilt das auch für Wasser-, Telefon- und Internetverträge.

Auch wenn ein Zahlungsaufschub gewährt wird, bedeutete das keine Zahlungsbefreiung für die Kunden“, betont Monika Schiffer, Leiterin der Beratungsstelle in Euskirchen. Spätestens wenn die Corona-Krise abklinge, könne im Energiebereich auch das Abdrehen der Gas- oder Stromversorgung wieder zum Thema werden. Sie empfiehlt deshalb, bei Zahlungsschwierigkeiten den Energieversorger zu kontaktieren, die eigene Situation zu schildern und Lösungen zu besprechen. Einige Handlungsmöglichkeiten hat sie zusammengetragen:

  • Ratenzahlung:Wer offene Rechnungen nicht auf einen Schlag begleichen kann, sollte um eine Ratenzahlung bitten. Wichtig: Die monatlichen Raten dürfen nicht zu hoch sein. Wenn sie das verfügbare Budget sprengen, reißen sie an anderen Stellen neue Löcher in die Haushaltskasse – schlimmstenfalls entstehen zusätzliche Schulden.
  • Stundung:Bei absehbar vorübergehenden Zahlungsproblemen lässt sich auch jenseits des neuen und vorübergehenden gesetzlichen Anspruchs eine Stundung aushandeln. Das bedeutet, dass die Schulden erst später zurückgezahlt werden müssen. Hierauf können zum Beispiel Arbeitnehmer in Kurzarbeit verweisen oder Menschen, die gerade Krankengeld beziehen.
  • Darlehen: Wer Sozialleistungen erhält, kann vom Jobcenter oder dem Sozialamt Geld leihen, um seine Energieschulden zu begleichen. Ein solches Darlehen können Betroffene formlos beantragen
  • Weiter Abschläge zahlen!Nach wie vor gilt: Die monatlichen Abschläge für Strom oder Gas müssen früher oder später bezahlt werden. Wer durch die Corona-Pandemie in seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist, kann aber bis zum 30. Juni 2020 ein gesetzliches Leistungsverweigerungsrecht geltend machen. Dazu sollte er den Energieversorger informieren und muss gegebenenfalls nachweisen, dass Folgen der Pandemie derzeit die Wahrung eines angemessenen Lebensunterhalts gefährden. Es kann jedoch auch in dieser Situation sinnvoll sein, zumindest Teilzahlungen zu leisten, um die Rückstände nicht zu hoch auflaufen zu lassen.
  • Hilfe suchen!Betroffene müssen nicht allein gegen drohende Energiesperren vorgehen. Unterstützung bei allen nötigen Schritten gibt es zum Beispiel bei der Euskirchener Verbraucherzentrale unter 02251 5064501. Auch Rechtsanwälte und andere Schuldnerberatungen können helfen.

 

Die Verbraucherzentrale steht Ihnen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. Bitte beachten Sie, dass eine persönliche Beratung zurzeit jedoch nur telefonisch unter 02251 5064501 oder per Mail an erfolgen kann. Alle Kontaktmöglichkeiten zur Verbraucherzentrale finden Sie unter https://www.verbraucherzentrale.nrw/beratungsstellen.

 

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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Tipps gegen Abzocke von unseriösen Notdiensten

 

 

Weltverbrauchertag 2020

Planvolles Vorgehen statt Panik gefragt
Tipps gegen Abzocke von unseriösen Notdiensten

Fällt die Tür von außen ins Schloss oder ist der Abfluss verstopft – dann wird rasche Hilfe oftmals teuer. Als Retter in der Not bieten Schlüsseldienste und Rohrreiniger ihre Dienste an. Doch eine auffällige Anzeige im Branchenbuch oder der Anruf bei einem Vermittlungsdienst lotsen Betroffene nicht immer zu einer seriösen und kostentransparenten Firma. „Viele hilfreiche Türöffner oder Rohrreiniger leisten zwar rasche Abhilfe, nutzen im Gegenzug jedoch die Notlage der Kunden mit intransparenten und überteuerten Preisen schamlos aus“, warnen Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen und Kriminalhauptkommissar Anton Dickopp von der Kreispolizeianlässlich des Weltverbrauchertags am 15. März. Wer vorsorgt und weiß, wen man im Ernstfall zuverlässig um Hilfe bitten kann und wer trotz Stresssituation die Kosten vor dem Anrücken eines Notdienstesvergleicht und die einzelnen Rechnungsposten nach getaner Arbeit kritisch prüft, ist vor bösen Überraschungen sicher. Unter dem Motto „Ruhe bewahren – planvoll vorgehen“ hilft die Verbraucherzentrale NRW hierbei mit folgenden Hinweisen:

  • Besonnen in akuter Notlage agieren:Trotz Stresssituation sollten Betroffene überlegen, ob ein sofortiger Notdiensteinsatz notwendig ist oder bis zum nächsten Werktag warten kann. Eventuell kann das Problem auch selbst oder mit Hilfe von Nachbarn gelöst werden – etwa indem bei einem Wasserrohrbruch erst einmal der Haupthahn zugedreht wird.
  • Seriösen Helfer finden: Muss sofort ein Fachmann ran, ist der eigene Bekanntenkreis die erste Auskunftsstelle. Denn hat ein Betrieb gut gearbeitet, ist er sicher eine Empfehlung wert. Wer Hilfe braucht, der sollte ortsansässige Unternehmen bevorzugen, um hohe Fahrtkosten zu vermeiden. Vorsicht bei Firmen mit Namen „AAA! Häufig steckt hinter solch einem Namensanfang nur das Ziel, im Branchenbuch ganz oben zu stehen. Bei der Suche im Internet empfiehlt sich ein Blick ins Impressum. Hier müssen etwa Name, Adresse und
    E-Mail Adresse stehen.
  • Telefonischer Kontakt:Wer Abhilfe sucht in einem Notfall sollte beim ersten Anruf eines Dienstes das Problem möglichst konkret schildern. Im nächsten Schritt sollte nach der Höhe der Anfahrtskosten gefragt werden. Im Falle einer Auftragsvergabe ist es sinnvoll, einen verbindlichen Festpreis zu vereinbaren. Bei einem Schlüsseldienst etwa kostet die Öffnung einer lediglich zugefallenen Tür in Nordrhein-Westfalen inklusive Anfahrt tagsüber und an Werktagen circa 90 Euro. Für einen Akut-Einsatz in der Nacht, an Sonn- oder Feiertagen werden im Schnitt 140 Euro berechnet. Zum Vergleich von Firmenpreisen und -konditionen sollten nach Möglichkeit zwei oder drei Angebote eingeholt werden.
  • Auf sachgerechte Leistungen achten:Ist eine Tür nur ins Schloss gefallen, muss sie in den meisten Fällen weder aufgebrochen noch das Schloss ausgebaut werden. Beides ist aber häufige Praxis, um die Kosten in die Höhe zu treiben. Zugezogene Türen lassen sich meist ohne Beschädigung im Nullkommanichts vom Fachmann öffnen. Auch bei der Rohrreinigung ist oftmals der Einsatz von schwerem technischem Gerät unnötig. Unseriöse Firmen nutzen auch häufig eine Rohrverstopfung, um Verbraucher zu einer unnötigen Rohrsanierung zu überreden.
  • Rechnung prüfen:Die Rechnung sollte nur dann vollständig bezahlt werden, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind und sie überprüft haben, ob das Problem gelöst wurde. Wird eine ortsansässige Firma beauftragt, können nur die Fahrtkosten innerhalb der Ortsgrenzen in Rechnung gestellt werden. Außerhalb der gewöhnlichen Arbeitszeiten kommen oft noch Nacht- und Feiertagszuschläge hinzu. Erlaubt sind hierbei Zuschläge von bis zu 100 Prozent – allerdings nur für Lohn und lohnabhängige Kosten und nicht für Material- oder Fahrzeugkosten. Wer eine ungewöhnlich hohe Rechnung bekommt, sollte am besten nur eine Anzahlung unter Vorbehalt leisten und die Rechnung im Anschluss unabhängig prüfen lassen. Betroffene sollten sich auch nicht nötigen lassen, mit einem drängelnden Dienstleister zum nächsten Geldautomaten zu fahren. Barzahlung kann nur verlangt werden, wenn dies vorher vereinbart wurde. Wer sich bedroht fühlt, sollte sich nicht scheuen, die Polizei über den Notruf 110 anzurufen.
  • Vorsorge für alle Fälle treffen:Vorsorgliche, die einen Schlüssel beim Nachbarn deponieren oder die Rufnummer eines seriösen Betriebs an die Pin-Wand heften, sind auf den Einsatz eines unbekannten Notdienstes nicht angewiesen. Bestens gewappnet ist, wer sich im Vorfeld nach Preisen von seriösen Notdiensten in Wohnnähe erkundigt und deren Rufnummer parat hat.

 

Rechtlichen Rat bei überhöhten Rechnungen von unseriösen Notdiensten bietet die Euskirchener Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in der Wilhelmstraße 37. Termine können unter 02251 5064501 vereinbart werden.

Noch mehr Wissenswertes zu Notdiensten gibt’s unter www.verbraucherzentrale.nrw/notdienste. Wemeine Rohrsanierung aufgedrängt wurde, erhält kostenlos rechtlichen Rat unter der Rufnummer (02 11) 38 09 300.

Verbraucherzentrale NRW

Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Welcher Dämmstoff soll an die Fassade?

Energieberatung der Verbraucherzentrale im April 2020
Welcher Dämmstoff soll an die Fassade?
 
Materialien haben unterschiedliche Vorteile
Angenehme Kühle im Sommer, behagliche Wärme im Winter – für
diesen Gewinn an Wohnqualität bei gleichzeitiger Energieeinsparung
dämmen die Bürger im Kreis Euskirchen ihre Häuser. Welches Material
aber hält die Wärme stets auf der richtigen Seite der Wand? „Es gibt
längst nicht nur Polystyrol, das viele unter dem Markennamen Styropor
kennen“, berichtet Energieberater Werner Reiner von der
Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen. Neben weiteren Kunststoffen
kommen natürliche Materialien wie Holz, Hanf oder Kork sowie
Mineralwollen und -schäume in Frage. „Den passenden Dämmstoff für
die eigene Fassade findet, wer sich klar macht, was ihm selbst am
wichtigsten ist: Soll es zum Beispiel vor allem günstig sein?
Umweltfreundlich? Oder so effektiv, dass nur eine dünne Schicht benötigt
wird?“, erklärt Reiner. Als erste Orientierung hat er einige Punkte
zusammengetragen:
 Dämmwirkung: Grundsätzlich können alle Dämmstoffe dieselbe
Wirkung erzielen – sie müssen dafür aber unterschiedlich dick
angebracht werden. Das ist nicht nur eine Frage der Optik. Die
Materialstärke kann zum Beispiel auch wichtig sein, wenn ein Dach nur
wenig über eine Wand hinausragt, so dass kaum Spielraum für eine
Verbreiterung bleibt. Oder bei der Vermeidung des sogenannten
Schießscharteneffekts bei kleinen Fenstern. Hier haben Kunststoffe wie
Phenolharz und Polyurethan die Nase vorn – sie benötigen die geringste
Materialstärke. Es folgen das verbreitete Polystyrol, Mineralwolle und
dann Naturfasern wie Holz und Hanf.
 Ökologische Bilanz: Mit Blick auf die Umweltfolgen sind klar
natürliche Rohstoffe wie Holz, Hanf oder Kork zu empfehlen. Sie
bestehen aus nachwachsenden Ressourcen, ihr Recycling ist
unproblematisch. Hanf und Kork haben zudem den Vorteil, dass ihre
Herstellung viel weniger Energie benötigt als die von Kunststoffen. Auch
für die künstlichen Dämmstoffe gilt allerdings: Ihr Einsatz spart innerhalb
weniger Jahre mehr Energie ein, als für ihre Herstellung verbraucht
wurde.
 Kosten: Nur ein kleiner Anteil des Gesamtpreises für eine
Fassadendämmung entfällt auf den Dämmstoff selbst. Den weitaus
größeren Anteil machen Arbeits-, Gerüst- und andere Materialkosten aus.
Die Preisunterschiede von Dämmstoffen führen also nicht zu großen
Unterschieden bei den Gesamtpreisen. Am günstigsten ist Polystyrol,
Phenolharz bildet das andere Ende der Skala. Dazwischen liegen
Mineralwolle und Naturfasern.
 Brandverhalten: Alle zugelassenen Dämmstoffe sind mit Blick
auf den Brandschutz für Ein- und Zweifamilienhäuser bedenkenlos
einsetzbar. Tatsächlich unbrennbar sind allerdings nur die mineralischen
Stoffe. Wer hier also auf Nummer sicher gehen möchte, setzt zum
Beispiel auf Mineralwolle.
Bei Fragen zur Wärmedämmung gibt die Energieberatung der
Verbraucherzentrale gerne Auskunft. Wer Fragen zu den Themen
Heizungsanlage, Heizen und Lüften, alternativen Energiequellen sowie
Strom- und Energiesparen hat, wendet sich ebenfalls an die
anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zu allen
Energiesparthemen kann ein kostenloser Termin in der Euskirchener
Beratungsstelle, in der Wilhelmstraße 37, vereinbart werden. Die
Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501 oder per email an
Termine in Euskirchen im April zu allen Energiesparthemen:
Euskirchen in der Verbraucherzentrale
02.04.2020 ab 15:00 Uhr
16.04.2020 ab 15:00 Uhr
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Urlaubszeit ist Einbruchzeit: Wann die Hausratversicherung einspringt

Urlaubszeit ist Einbruchzeit:
Wann die Hausratversicherung einspringt
2018 gab es in Nordrhein-Westfalen rund
ein Viertel weniger Wohnungseinbrüche. So
erfreulich der Rückgang auch ist, für die rund 30.000 Betroffenen ist dies
kaum ein Trost. „Die Einbrecher kennen die Schwachstellen von Häusern.
Deshalb ist es wichtig, den Sicherheitslücken der eigenen vier Wände vorbeugend einen Riegel vorzuschieben“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen.
Wenn Diebe dennoch auf Beutezug gegangen sind, dann ist die Hausratversicherung der Schlüssel für finanziellen Ersatz von Schmuck, Elektroartikeln oder gestohlener Kleidung. „Einbruchopfer müssen dabei allerdings ein paar Dinge beachten. Denn ansonsten wird riskiert, dass der Versicherer – trotz Hausratversicherung – seine Leistungen kürzt oder sogar überhaupt nicht für den Schaden aufkommt“, weiß Monika Schiffer. Folgendes ist zu beachten, um den Versicherungsschutz bei Wohnungseinbruch nicht zu gefährden:
• Diebstahl ist nicht gleich Diebstahl: Damit das bei einem Einbruch gestohlene Wohnungseigentum über die Hausratversicherung abgesichert ist, muss sich der Einbrecher beispielsweise mit Gewalt oder einem Werkzeug Zugang verschafft haben. Kommen die Langfinger also durch die offen gelassene Terrassentür ins Haus, besteht kein Versicherungsschutz!
• Anzeige bei der Polizei: Der Einbruchdiebstahl ist unverzüglich bei der Polizei und dem Versicherer zu melden. Selbstverständlich eigentlich, dass der Schaden so gering wie möglich zu halten ist, also zum Beispiel entwendete Scheck und Kreditkarten sofort gesperrt werden.
• Liste vom Diebesgut: Über die gestohlenen und beschädigten Gegenstände muss umgehend eine Liste für Polizei und Versicherung angefertigt werden. Diese sogenannte Stehlgutliste ist einerseits die Grundlage für die Schadensabwicklung mit der Versicherung, andererseits eine Fahndungshilfe für die Polizei. Vorteilhaft, wenn die Wertgegenstände wie Schmuck und Teppiche im eigenen Haushalt schon katalogisiert zur Hand sind. Wer vorausschauend eine solche Wertgegenstände-Liste anlegen will, findet ein Muster unter www.polizei-beratung.de
• Was ersetzt wird: Durch den Abschluss einer Hausratversicherung ist der komplette Hausrat von Möbeln über Kleidung bis hin zu Elektrogeräten abgesichert. Werden Laptop, Teppiche oder sogar das Haustier mitgenommen, gibt’s vom Versicherer zumeist so viel Geld, dass ein gleichwertiger Gegenstand zu heutigen Preisen neu gekauft werden kann. Übernommen werden auch Reparaturkosten für beschädigtes Inventar oder für beim Einbruch beschädigte Türen und Fenster.
 
Persönliche Beratung rund um Hausrat- und andere Versicherungen gibt es bei der Versicherungsberatung in der Verbraucherzentrale Euskirchen in der Wilhelmstraße 37.
Ein 30-minütiges Beratungsgespräch kostet 40 Euro.
Termine können unter 022515064501 vereinbart werden. Zusätzlich ist auch das Verbrauchertelefon NRW ist zu Versicherungsfragen zentral erreichbar – und zwar donnerstags von 10 bis 12 Uhr unter 0900-1-89 79 60 für 1,86 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkpreise können variieren.