Ratgeber Vereinsrecht und Ehrenamt

Unverzichtbares Engagement
Ratgeber erläutert rechtliche Aspekte des Ehrenamts

Sie sind Mitglied der freiwilligen Feuerwehr, betreuen Flüchtlinge, helfen im Altenheim oder trainieren Kinder im Sportverein: Ohne das Engagement von Ehrenamtlern würden viele Bereiche in unserer Gesellschaft nicht funktionieren. Der unentgeltliche Einsatz ist unverzichtbarer Bestandteil einer solidarischen Gemeinschaft und stärkt den sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es gibt jedoch rechtliche Aspekte, die unbedingt zu berücksichtigen sind. Der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Vereinsrecht und Ehrenamt“ bietet einen Überblick über Regeln und gibt Tipps zur Gestaltung der Tätigkeit.

Oft sind engagierte Menschen innerhalb eines Vereins besser abgesichert. Der Gesetzgeber ist jedoch sowohl beim Vereinsrecht als auch hinsichtlich des Ehrenamts in den vergangenen Jahren immer wieder aktiv geworden, um das Engagement zu erleichtern. Der Ratgeber klärt auf, worauf ein Ehrenamtler, ein Verein, und zwar sowohl der Vorstand als auch jedes einzelne Mitglied unbedingt achten sollten. Im Zentrum stehen die Haftung für Schäden, die steuerliche Behandlung von Honoraren, der Umgang mit Spenden, aber es geht auch um Themen wie Datenschutz oder Urheberrecht. Zu vielen dieser Aspekte bietet dieses Handbuch für alle Ehrenamtler konkrete Vorschläge für Satzungsformulierungen an.

Der Ratgeber „Vereinsrecht und Ehrenamt“ hat 192 Seiten, kostet 14,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01 erhältlich.


Aktuelle Informationen der Verbraucherzentrale NRW erhalten Sie unter www.verbraucherzentrale.nrw
Verbraucherzentrale NRW
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.(02251) 506 45 01
Fax (02251) 506 45 07
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

Das Erbe regeln.

Noch nicht einmal jeder fünfte Deutsche hat sein Testament verfasst. Allzu gerne schiebt man das unangenehme Thema Tod auf die lange Bank. Der neue VZ-Ratgeber hilft beim Verfassen des Testamentes.

Näheres finden sie hier.

Das Erbe rechtzeitig regeln

Neuer Ratgeber hilft beim Verfassen des eigenen Testaments

Noch nicht einmal jeder fünfte Deutsche hat sein Testament verfasst. Allzu gerne schiebt man das unangenehme Thema Tod auf die lange Bank. Doch was, wenn es soweit ist und der letzte Wille noch immer nicht steht? Dann bestimmt das Gesetz die Erbfolge, und die entspricht nicht immer den Wünschen und Vorstellungen des Verstorbenen. Damit es dazu nicht kommt, sollte man sich früh genug mit dem eigenen Nachlass befassen. Das neue „Handbuch Testament“ der Verbraucherzentrale beantwortet hierzu alle wichtigen Fragen.

Sollte ich mit meinem Ehepartner ein gemeinschaftliches Testament errichten? Möchte ich mich darauf beschränken, Personen als Erben einzusetzen? Oder will ich auch andere Verfügungen wie Vermächtnisse, Auflagen, Enterbungen oder Teilungsanordnungen treffen? Der Ratgeber bietet Erläuterungen und praktische Tipps, ergänzt um Vorlagen, Formulierungsbeispiele, Checklisten und Mustertestamente. Diese können herausgetrennt und abgeheftet werden, stehen aber auch online zur Verfügung. Eins sollten die Leserinnen und Leser jedoch stets im Hinterkopf behalten: Es gibt kein Testament „von der Stange“. Die Entscheidung, wer was bekommen soll, muss letztlich jeder selbst treffen. Den letzten Willen richtig zu gestalten, ist hingegen nicht schwer, wenn man die grundlegenden Regeln des Buchs beachtet.

Der neue Ratgeber „Handbuch Testament“ hat 220 Seiten, kostet 16,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01

erhältlich.


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Energieversorger BEV ist zahlungs- und lieferunfähig

Energieversorger BEV ist zahlungs- und lieferunfähig
Betroffene Gas- und Stromkunden sollten umgehend reagieren
 
Der Energieversorger Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH
(BEV) hat Ende Januar 2019 Insolvenz beantragt und hat angekündigt,
die Kunden nicht mehr mit Gas und Strom zu beliefern. Seitdem reißen
bei der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen die
Anfragen von Ratsuchenden nicht ab. "BEV-Kunden sollten sich bei
Lieferstopp umgehend einen neuen Strom- bzw. Gasversorger suchen.
Bis ein neuer Lieferant die Energieversorgung übernimmt, sorgt das
örtliche Versorgungsunternehmen dafür, dass Betroffene nicht im
Dunkeln und Kalten sitzen müssen. Allerdings landen sie hierbei
zunächst in der Grundversorgung", erklärt Monika Schiffer, Leiterin der
Verbraucherzentrale in Euskirchen.
Kommunale Energieversorger übernehmen automatisch die
Ersatzversorgung der betroffenen Kunden. Die Notfallaktion greift immer
dann, wenn ein Anbieter seinen vertraglichen Pflichten nicht mehr
nachkommen kann und keinen Strom oder kein Gas mehr liefert.
Rat und Hilfe bei der Suche nach der passenden Alternative zur Stromund
Gasversorgung oder der Frage, was aus einem Guthaben beim
klammen Energie-Discounter BEV wird, bietet die Beratungsstelle der
Verbraucherzentrale in Euskirchen. Termine zur Rechtsberatung können
unter 02251 5064501 vereinbart werden.
Aktuelle Infos zur BEV-Insolvenz und den Folgen gibt's auch im Internet
unter www.verbraucherzentrale.nrw/bev.

Rechnung für digitale Stromzähler

Für digitale Stromzähler kann es Extra-Rechnung geben.
Stromanbieter regeln das uneinheitlich

 

Eine eigene Rechnung für den Stromzähler? Was auf den ersten Blick seltsam erscheint, kann durchaus seine Richtigkeit haben. Haushalte mit digitalem Zähler können diese Extra-Rechnung bekommen. Aber: „Nicht bei allen Stromkunden mit digitaler Verbrauchsmessung wird der Zähler einzeln abgerechnet. Bei manchen sind die Zählerkosten auch weiterhin Teil der Stromrechnung“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Das sei von Stromanbieter zu Stromanbieter unterschiedlich. Monika Schiffer hat einige Informationen rund um die Zählerabrechnung zusammengestellt.

Beratung rund um Stromrechnungen und andere Energiefragen gibt es in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen. Termine für die Rechtsberatung rund um die Energieabrechnung können unter 02251 506 45 01 vereinbart werden.

Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Euskirchen
53879 Euskirchen, Wilhelmstraße 37
Tel.(02251) 506 45 01       Fax (02251) 506 45 07
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

 

Ein, aus oder abgesenkt: Heizung richtig einstellen

Energieberatung der Verbraucherzentrale im Februar 2019

Ein, aus oder abgesenkt: - Heizung richtig einstellen
 
Tipps der Verbraucherzentrale zur Einstellung von Heizkessel und Thermostatventil

In der kalten Jahreszeit ist die Heizperiode im Kreis Euskirchen in vollem Gange. Wie das richtige Heizverhalten für Gesundheit und Geldbeutel aussieht, weiß Werner Reiner, Energieberater der Verbraucherzentrale Euskirchen. „Grundsätzlich gilt: Je niedriger der Temperaturunterschied zwischen warmer und kalter Umgebung ist, desto geringer sind die Wärmeverluste über Wände, Fenster, Dach und Keller oder auch beim Lüften.“ Einige Zimmer gar nicht zu heizen sei nicht ratsam. Denn so kann sich Feuchtigkeit in den kühlen Räumen sammeln, was wiederum zu Schimmelbildung führen und negative Folgen für die Gesundheit haben kann. In wenig genutzten Zimmern sollte eher die Heizung nur auf niedriger Stufe laufen.

Zur richtigen Nutzung von Heizung und Thermostat gibt die Verbraucherzentrale Euskirchen folgende Tipps:

  • Wärmedämmung:Je schlechter ein Haus gedämmt ist, desto mehr lohnt sich die Nachtabsenkung. Allerdings kann in gut gedämmten Häusern die Heizung nachts sogar abgeschaltet werden, denn die Raumtemperatur sinkt hier meist nicht unter 17 °C. In der Übergangszeit kann in vielen Wohngebäuden die Heizung nachts über Stunden komplett abgeschaltet werden; so wird neben Brennstoff auch Strom eingespart.
  • Heizkörper entlüften:Regelmäßiges Entlüften der Heizung ist wichtig. Denn zu viel Luft im Heizkörper verhindert ihre gleichmäßige Durchströmung und mindert die Heizleistung. Spätestens wenn der Heizkörper gluckernde Geräusche von sich gibt, ist höchste Zeit zum Entlüfterschlüssel zu greifen.
  • Ventile richtig nutzen:Über die Thermostatventile kann die Lufttemperatur in verschiedenen genutzten Räumen angepasst werden und die zentrale Absenkung ergänzen. Kluges Bedienen von Kessel und Thermostatventilen kann übergangsweise auch eine veraltete oder defekte Regelung ersetzen
  • Hydraulischer Abgleich:Der hydraulische Abgleich des Heizsystems korrigiert die unterschiedlichen Heizlasten und sorgt für eine gleichmäßige Wärmeabgabe und Aufheizung sämtlicher Räume. Die Durchführung ist eine Aufgabe für einen Heizungsfachbetrieb.
  • Kesseltemperatur einstellen:Zu hohe Kesseltemperaturen verschwenden unnötig Energie. Es lohnt sich, mit Hilfe der Anleitung oder eines Fachmanns die optimalen Einstellungen zu ermitteln.

Wer Fragen zu den Themen Heizen und Lüften, Regelung sowie Strom- und Ener­giesparen hat, wendet sich an die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zu allen Energiesparthemen kann ein Termin in der Euskirchener Beratungsstelle vereinbart werden. Die Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501 oder per email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Energieberatung in der Beratungsstelle ist kostenlos.

Termine in Euskirchen im Februar zu allen Energiesparthemen:

Euskirchen in der Verbraucherzentrale         14.02.2019 ab 15:00 Uhr

                                                                26.02.2019 ab 15.00 Uhr

Ratgeber Vorsorgehandbuch

Eigene Wünsche rechtzeitig festlegen

Ratgeber hilft bei Verfügungen und Vollmachten


Wer sichergehen will, dass im Fall der Fälle Entscheidungen in seinem Sinn getroffen werden, muss sich mit den Themen Krankheit und Sterben auseinandersetzen. Der Vorsatz, eine Patientenverfügung, eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungsverfügung oder ein Testament aufzusetzen, ist nur der erste Schritt. Die wichtigen Fragen dann wirklich zu durchdenken und zu beantworten, fällt vielen schwer. „Das Vorsorge-Handbuch“ der Verbraucherzentrale hilft, den Vorsatz in die Tat umzusetzen. Das Arbeitsbuch unterstützt dabei, persönliche Wünsche und Vorstellungen für die eigene medizinische Versorgung sowie rechtliche und finanzielle Angelegenheiten frühzeitig festzuhalten.

 

Für den Überblick stellt der erste Teil die unterschiedlichen Verfügungen und Vollmachten vor und erläutert, wofür man sie braucht. Experten beantworten in Interviews wichtige Fragen und geben Tipps. Der zweite Teil besteht aus Formularen, Textbausteinen und Musterbeispielen, die den Weg zum individuellen Dokument aufzeigen. Mit Ausfüllhilfen können sich Leserinnen und Leser Schritt für Schritt vorarbeiten und so Sicherheit und Klarheit für sich selbst und ihre Angehörigen schaffen. Die Formulare lassen sich heraustrennen und anschließend abheften, können aber auch heruntergeladen, am Rechner ausgefüllt und dann ausgedruckt werden.

 

Der Ratgeber „Das Vorsorge-Handbuch. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Testament.“ hat 184 Seiten, kostet 14,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01 erhältlich.

Aktuelle Informationen der Verbraucherzentrale NRW erhalten Sie unter www.verbraucherzentrale.nrw


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Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
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Hohe Inkassokosten

Aufgeblasene Inkassokosten?
Neinsagen ist erlaubt!

Eine zurückgewiesene Lastschrift, weil Gehalt oder Sozialleistung noch nicht auf dem Konto war. Ein Zahlendreher bei der Überweisung oder eine Rechnung, die wegen verspäteter Zustellung erst beglichen wurde, als die Zahlungsfrist schon verstrichen war. Wer nicht rechtzeitig zahlt riskiert, Post vom Inkassobüro zu bekommen – oftmals horrende Gebühren und Drohkulisse inklusive. „Die durch Zahlungsverzug entstehenden Kosten dürfen nicht unnötig aufgeblasen werden“, rät Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen, Forderungen zu prüfen und nicht einfach draufloszuzahlen. Und sie warnt Schuldner, die in Raten abstottern wollen, vor zusätzlichen kostenträchtigen Stolperfallen: „In den Ratenzahlungsvereinbarungen wird häufig festgeschrieben, dass für die simple Festlegung, dass und in welcher Höhe Raten gezahlt werden können, eine zusätzliche Gebühr berechnet wird. Die ist dann meist noch höher als die Kostenposition für die allgemeine Inkassotätigkeit.“ Und die Bedingungen in den Vordrucken von Ratenzahlungsvereinbarungen haben zudem häufig Fußangeln: So soll fast immer die Gesamtforderung akzeptiert werden – inklusive der viel zu hohen Kosten. Die Verbraucherzentrale NRW hat für das richtige Verhalten gegenüber Inkassobüros die folgende Checkliste zusammengestellt:

  • Forderungs-Check:Auch wenn mit Gerichtsvollzieher, Kontosperrung oder Schufa-Eintragung gedroht wird: bei Schreiben von Inkassobüros ist erst einmal zu prüfen, für welche Forderung eigentlich gezahlt werden soll. Manchmal behaupten Inkassobüros einfach nur, dass Verträge geschlossen oder Rechnungen nicht beglichen wurden. Dagegen wappnet ein Check von Unterlagen und Kontoauszügen. Achtung: Zahlungen eintreiben dürfen überhaupt nur Inkassobüros, die auf der Internetseite www.rechtsdienstleistungsregister.de registriert sind.
  • Kosten-Check:Leider gibt es keine festen Regeln, wie hoch die Kosten eines Inkassobüros sein dürfen. Aber 70,20 Euro für die Mahnung einer einfachen Rechnung bis 500 Euro zu verlangen, ist zu viel. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW dürften dafür 27 Euro angemessen sein. Wichtig: Zusätzliche Kosten für Telefonate, einzelne Briefe oder Kontoführungsgebühren müssen nie gezahlt werden. Auslagen, um die Adresse des Schuldners zu überprüfen, sind nur zu übernehmen, wenn das auch wirklich notwendig war, weil der Schuldner etwa umgezogen war. Hat das Inkassobüro die Forderung vom ursprünglichen Gläubiger gekauft, darf es überhaupt keine Kosten berechnen, weil es so selbst zum Gläubiger geworden ist.
  • Ratenzahlung als Kostenfalle:Angesichts knapper Kassen oder in Schockstarre wegen vermeintlich drohender Vollstreckungsmaßnahmen scheint das Angebot des Inkassobüros zur Ratenzahlung oft wie ein rettender Strohhalm. Doch Achtung: Häufig wird in den Ratenzahlungsvereinbarungen festgeschrieben, dass Inkassobüros für die simple Zustimmung zur Ratenzahlung eine zusätzliche Gebühr berechnen dürfen. Bei einer Gesamtforderung bis 500 Euro können dafür nicht selten 81 Euro zu Buche schlagen. Kleinstraten lohnen sich deshalb oft nicht. Achtung: Selbst bei geringfügigen Ratenzahlungen wird die gesamte Forderung mit den vielfach ungünstigen Bedingungen anerkannt.
  • Ratenvereinbarung mit Fußangeln:Auch muss nicht alles, was in den Vereinbarungen vorgelegt wird, akzeptiert und unterschrieben werden. Denn häufig sind da Stolperfallen und nachteilige Bedingungen versteckt. Mal ist darin vorgegeben, dass die Gesamtforderung akzeptiert wird – einschließlich der viel zu hohen Kosten. Mal räumt sich auch das Inkassobüro ein, die Forderung noch in 30 Jahren verlangen zu können. Auch wollen Inkassobüros über Lohnabtretungen ohne Gerichtsbeschluss auf Einkommen oder Lohn zugreifen können. Solche Passagen sollten gestrichen oder handschriftlich geändert werden. Vor allem sollte nicht die Gesamtforderung mit sämtlichen Kosten, sondern allenfalls die Ursprungsforderung anerkannt werden.
  • Nicht einschüchtern lassen:Inkassobüros drohen häufig bei Nichtzahlung mit dem Gerichtsvollzieher, Schufa-Einträgen und sogar Haftbefehlen. Verbraucher sollten sich nicht einschüchtern lassen und aus Angst einfach zahlen. Viele dieser Drohungen kann das Inkassobüro gar nicht einfach umsetzen.

Wissenswertes rund um Inkassokosten unter: www.verbraucherzentrale.nrw/inkasso

Informationen und rechtliche Beratung bietet auch die Verbraucherzentrale in Euskirchen nach Terminvereinbarung unter 02251 506 45 01.

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Unnötige Ausgaben entlarven; Haushaltsbuch 2019

Mit dem Haushaltsbuch mehr Durchblick bei den Finanzen


Im Supermarkt landet mehr im Einkaufswagen, als auf dem Zettel steht? Die Schnäppchen-Angebote im E-Mail-Postfach sind einfach zu verlockend? Und der überteuerte Kaffee unterwegs muss auch manchmal sein? Schnell sprengen solche spontanen Einkäufe ein Monatsbudget. Wer Überblick und Kontrolle über seine Ausgaben gewinnen möchte, kann ein Haushaltsbuch nutzen. Schon nach wenigen Wochen lassen sich damit unnötige oder zu hohe Ausgaben entlarven und Sparmöglichkeiten finden. Fix und fertig vorbereitet für den Start ist „Das Haushaltsbuch“ der Verbraucherzentrale. Im DIN-A4-Format bietet es 54 Wochenübersichten für tägliche Kosten, zwölf Monatsübersichten für Einnahmen und Ausgaben sowie eine Jahresübersicht. Konkrete Spartipps helfen zudem direkt beim Aufbessern der Haushaltskasse.

Verbraucherinnen und Verbraucher können die Übersichten individuell mit Datumsangaben versehen und somit jederzeit beginnen, nicht nur zu Jahresbeginn. Das Haushaltsbuch hilft sofort dabei, Konsumgewohnheiten zu erkennen und zu wissen, wofür Geld im Einzelnen ausgeben wird. Es macht erkennbar, wenn sich rote Zahlen anbahnen oder Wünsche finanziell nicht erfüllbar sind. Dank einer Erläuterung am Anfang ist es leicht, das Haushaltsbuch richtig zu führen. Denn man muss kein Buchhalter sein, um die Haushaltskasse im Griff zu haben.

Der Ratgeber „Das Haushaltsbuch. Alle Finanzen im Griff. Ausgaben und Einnahmen für 12 Monate“ hat 100 Seiten, kostet 7,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01

erhältlich.

Betrüger Shops

Achtung! Täuschend echt!
Warnung vor Online-Fake-Shops

Handtaschen, Designer-Klamotten, High-Tech-Trendprodukte und Marken-Uhren: Im Internet werben Shops mit verlockenden Waren. Werden begehrenswerte Produkte zum Schnäppchenpreis und gegen Vorkasse angeboten, sollten Kundenaugen vor einer Bestellung besonders wachsam sein. Denn Fälscher bieten auf kopierten oder nachgemachten Shop-Seiten im Internet attraktive Waren an, die niemals oder nur als schlechte Kopie den Weg zum Käufer finden. Ihren Fake mit einem Online-Shop lassen sich die Schwindler von Kunden teuer bezahlen. „Wer in die ausgelegte Falle tappt und den verlangten Betrag für das begehrte Produkt vorab überweist, hat kaum eine Chance, sein gezahltes Geld jemals wiederzusehen“, warnt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen, der immer wieder solche Fälle vorliegen. Wird die Echtheit eines Shop-Angebots nur vorgegaukelt, um zu kassieren, handelt es sich um Betrug. Eine solche Täuschung sollte bei der Polizei angezeigt werden. Gemeinsam mit dem Landeskriminalamt (LKA) NRW hat die Verbraucherzentrale NRW den Fake-Shop-Maschen den Kampf angesagt. Nachfolgend erfahren Onlinekäufer, wie Fake-Shops vor einer Bestellung zu erkennen sind und was zu getan werden kann, wenn man auf ein Schwindelangebot hereingefallen ist:

  • Untrügliche Erkennungszeichen Fehlanzeige:Ob es bei den Angeboten im Online-Handel immer mit rechten Dingen zugeht, ist selbst für Experten kaum auf den ersten Blick erkennbar. Internet-Fälscher, die Kunden nur ans Geld wollen, gehen bei ihren Fake immer perfekter und perfider ans Werk: Durch das Kopieren oder Fälschen von Produktbildern und Informationen aus realen Internetseiten wirkt ein Fake-Shop im Internet oftmals täuschend echt. Um Seriosität vorzugaukeln, sind das Impressum mit der Händleradresse oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ebenfalls von anderen Seiten abgekupfert beziehungsweise frei erfunden.
  • Alle Angaben prüfen:Käufer sollten vor einer Bestellung folgende Punkte in einem Internet-Shop genau checken: Gibt es mehrere – darunter auch kundenfreundliche – Zahlungsarten und eine überprüfbare Anbieteradresse im Impressum? Werden Angebot und Preis mit allen erforderlichen Details – etwa der Beschaffenheit des Produkts – angegeben? Werden Lieferbedingungen und -kosten ausreichend dargestellt? Sind Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und darin Hinweise zum Widerruf vorhanden? Wird mit einem vertrauenswürdigen Gütesiegel wie "Trusted Shop Guarantee" (Trusted Shops), "s@fer-shopping" (TÜV Süd) und "Geprüfter Onlineshop EHI" (EHI Retail Institute GmbH) geworben? Eine zuverlässige Orientierung bieten solche Siegel jedoch nur, indem man auf das Logo klickt und dadurch auf die Homepage des Prüf-Unternehmens weitergeleitet wird.
  • Vorsicht bei Vorkasse:Kunden werden bis zum Drücken des Kaufbuttons mehrere – auch kundenfreundliche – Zahlungsweisen angeboten. Sind sie bei der Kasse angelangt, haben Kunden plötzlich keine Wahl mehr: Dort wird nur noch eine umgehende Überweisung des geforderten Betrags verlangt. Auf der sicheren Seite sind Kunden, wenn sie Artikel nur bei Onlinehändlern ordern, die mehrere kundenfreundliche Zahlungsarten bis zum Klick auf den Kauf-Button zur Verfügung stellen. Sicher sind Zahlungen auf Rechnung oder per Lastschrift. Bei der Zahlung auf Rechnung müssen Kunden meistens erst bezahlen, wenn sie die Ware erhalten haben. Bei Zahlung per Lastschrift kann diese noch bis zu acht Wochen rückgängig gemacht werden.
  • Fälscher zocken unerkannt ab:Wenden sich Reingefallene über die angegebenen Kontaktdaten an das Unternehmen, um die richtige Ware oder ihr gezahltes Geld zurück zu erhalten, werden sie oft immer wieder vertröstet. Briefe mit Rückzahlungsaufforderungen kommen als unzustellbar zurück oder bleiben unbeantwortet. In den meisten Fällen sind Betroffene um eine schlechte Erfahrung reicher, aber haben das Nachsehen.
  • Fake-Shop-Opfer sind nicht wehrlos: Wer schon Geld überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank auffordern, die Zahlung rückgängig zu machen. Wenige Stunden nach einer Onlinebestellung ist dies oft noch möglich. Bei anderen Zahlungsarten kann eine Zahlung noch bis zu acht Wochen nach Einzug rückgängig gemacht werden. Inwieweit dies gilt, weiß die Bank. Grundsätzlich sollten sämtliche Belege von Onlinebestellungen gesammelt und gesichert werden. Dazu gehören Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails und ein Screenshot des Angebots.

Weitere Informationen zu den Erkennungszeichen von Fake-Shops unter www.verbraucherzentrale.nrw/fakeshops.

Rechtsberatung bietet die Verbraucherzentrale in Euskirchen. Termine können unter 02251 506 45 01 vereinbart werden.

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