Energieversorger BEV ist zahlungs- und lieferunfähig

Energieversorger BEV ist zahlungs- und lieferunfähig
Betroffene Gas- und Stromkunden sollten umgehend reagieren
 
Der Energieversorger Bayerische Energieversorgungsgesellschaft mbH
(BEV) hat Ende Januar 2019 Insolvenz beantragt und hat angekündigt,
die Kunden nicht mehr mit Gas und Strom zu beliefern. Seitdem reißen
bei der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen die
Anfragen von Ratsuchenden nicht ab. "BEV-Kunden sollten sich bei
Lieferstopp umgehend einen neuen Strom- bzw. Gasversorger suchen.
Bis ein neuer Lieferant die Energieversorgung übernimmt, sorgt das
örtliche Versorgungsunternehmen dafür, dass Betroffene nicht im
Dunkeln und Kalten sitzen müssen. Allerdings landen sie hierbei
zunächst in der Grundversorgung", erklärt Monika Schiffer, Leiterin der
Verbraucherzentrale in Euskirchen.
Kommunale Energieversorger übernehmen automatisch die
Ersatzversorgung der betroffenen Kunden. Die Notfallaktion greift immer
dann, wenn ein Anbieter seinen vertraglichen Pflichten nicht mehr
nachkommen kann und keinen Strom oder kein Gas mehr liefert.
Rat und Hilfe bei der Suche nach der passenden Alternative zur Stromund
Gasversorgung oder der Frage, was aus einem Guthaben beim
klammen Energie-Discounter BEV wird, bietet die Beratungsstelle der
Verbraucherzentrale in Euskirchen. Termine zur Rechtsberatung können
unter 02251 5064501 vereinbart werden.
Aktuelle Infos zur BEV-Insolvenz und den Folgen gibt's auch im Internet
unter www.verbraucherzentrale.nrw/bev.

Rechnung für digitale Stromzähler

Für digitale Stromzähler kann es Extra-Rechnung geben.
Stromanbieter regeln das uneinheitlich

 

Eine eigene Rechnung für den Stromzähler? Was auf den ersten Blick seltsam erscheint, kann durchaus seine Richtigkeit haben. Haushalte mit digitalem Zähler können diese Extra-Rechnung bekommen. Aber: „Nicht bei allen Stromkunden mit digitaler Verbrauchsmessung wird der Zähler einzeln abgerechnet. Bei manchen sind die Zählerkosten auch weiterhin Teil der Stromrechnung“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen. Das sei von Stromanbieter zu Stromanbieter unterschiedlich. Monika Schiffer hat einige Informationen rund um die Zählerabrechnung zusammengestellt.

Beratung rund um Stromrechnungen und andere Energiefragen gibt es in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Euskirchen. Termine für die Rechtsberatung rund um die Energieabrechnung können unter 02251 506 45 01 vereinbart werden.

Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Euskirchen
53879 Euskirchen, Wilhelmstraße 37
Tel.(02251) 506 45 01       Fax (02251) 506 45 07
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

 

Ein, aus oder abgesenkt: Heizung richtig einstellen

Energieberatung der Verbraucherzentrale im Februar 2019

Ein, aus oder abgesenkt: - Heizung richtig einstellen
 
Tipps der Verbraucherzentrale zur Einstellung von Heizkessel und Thermostatventil

In der kalten Jahreszeit ist die Heizperiode im Kreis Euskirchen in vollem Gange. Wie das richtige Heizverhalten für Gesundheit und Geldbeutel aussieht, weiß Werner Reiner, Energieberater der Verbraucherzentrale Euskirchen. „Grundsätzlich gilt: Je niedriger der Temperaturunterschied zwischen warmer und kalter Umgebung ist, desto geringer sind die Wärmeverluste über Wände, Fenster, Dach und Keller oder auch beim Lüften.“ Einige Zimmer gar nicht zu heizen sei nicht ratsam. Denn so kann sich Feuchtigkeit in den kühlen Räumen sammeln, was wiederum zu Schimmelbildung führen und negative Folgen für die Gesundheit haben kann. In wenig genutzten Zimmern sollte eher die Heizung nur auf niedriger Stufe laufen.

Zur richtigen Nutzung von Heizung und Thermostat gibt die Verbraucherzentrale Euskirchen folgende Tipps:

  • Wärmedämmung:Je schlechter ein Haus gedämmt ist, desto mehr lohnt sich die Nachtabsenkung. Allerdings kann in gut gedämmten Häusern die Heizung nachts sogar abgeschaltet werden, denn die Raumtemperatur sinkt hier meist nicht unter 17 °C. In der Übergangszeit kann in vielen Wohngebäuden die Heizung nachts über Stunden komplett abgeschaltet werden; so wird neben Brennstoff auch Strom eingespart.
  • Heizkörper entlüften:Regelmäßiges Entlüften der Heizung ist wichtig. Denn zu viel Luft im Heizkörper verhindert ihre gleichmäßige Durchströmung und mindert die Heizleistung. Spätestens wenn der Heizkörper gluckernde Geräusche von sich gibt, ist höchste Zeit zum Entlüfterschlüssel zu greifen.
  • Ventile richtig nutzen:Über die Thermostatventile kann die Lufttemperatur in verschiedenen genutzten Räumen angepasst werden und die zentrale Absenkung ergänzen. Kluges Bedienen von Kessel und Thermostatventilen kann übergangsweise auch eine veraltete oder defekte Regelung ersetzen
  • Hydraulischer Abgleich:Der hydraulische Abgleich des Heizsystems korrigiert die unterschiedlichen Heizlasten und sorgt für eine gleichmäßige Wärmeabgabe und Aufheizung sämtlicher Räume. Die Durchführung ist eine Aufgabe für einen Heizungsfachbetrieb.
  • Kesseltemperatur einstellen:Zu hohe Kesseltemperaturen verschwenden unnötig Energie. Es lohnt sich, mit Hilfe der Anleitung oder eines Fachmanns die optimalen Einstellungen zu ermitteln.

Wer Fragen zu den Themen Heizen und Lüften, Regelung sowie Strom- und Ener­giesparen hat, wendet sich an die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zu allen Energiesparthemen kann ein Termin in der Euskirchener Beratungsstelle vereinbart werden. Die Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501 oder per email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Die Energieberatung in der Beratungsstelle ist kostenlos.

Termine in Euskirchen im Februar zu allen Energiesparthemen:

Euskirchen in der Verbraucherzentrale         14.02.2019 ab 15:00 Uhr

                                                                26.02.2019 ab 15.00 Uhr

Ratgeber Vorsorgehandbuch

Eigene Wünsche rechtzeitig festlegen

Ratgeber hilft bei Verfügungen und Vollmachten


Wer sichergehen will, dass im Fall der Fälle Entscheidungen in seinem Sinn getroffen werden, muss sich mit den Themen Krankheit und Sterben auseinandersetzen. Der Vorsatz, eine Patientenverfügung, eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungsverfügung oder ein Testament aufzusetzen, ist nur der erste Schritt. Die wichtigen Fragen dann wirklich zu durchdenken und zu beantworten, fällt vielen schwer. „Das Vorsorge-Handbuch“ der Verbraucherzentrale hilft, den Vorsatz in die Tat umzusetzen. Das Arbeitsbuch unterstützt dabei, persönliche Wünsche und Vorstellungen für die eigene medizinische Versorgung sowie rechtliche und finanzielle Angelegenheiten frühzeitig festzuhalten.

 

Für den Überblick stellt der erste Teil die unterschiedlichen Verfügungen und Vollmachten vor und erläutert, wofür man sie braucht. Experten beantworten in Interviews wichtige Fragen und geben Tipps. Der zweite Teil besteht aus Formularen, Textbausteinen und Musterbeispielen, die den Weg zum individuellen Dokument aufzeigen. Mit Ausfüllhilfen können sich Leserinnen und Leser Schritt für Schritt vorarbeiten und so Sicherheit und Klarheit für sich selbst und ihre Angehörigen schaffen. Die Formulare lassen sich heraustrennen und anschließend abheften, können aber auch heruntergeladen, am Rechner ausgefüllt und dann ausgedruckt werden.

 

Der Ratgeber „Das Vorsorge-Handbuch. Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Testament.“ hat 184 Seiten, kostet 14,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01 erhältlich.

Aktuelle Informationen der Verbraucherzentrale NRW erhalten Sie unter www.verbraucherzentrale.nrw


Verbraucherzentrale NRW
Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

 

Hohe Inkassokosten

Aufgeblasene Inkassokosten?
Neinsagen ist erlaubt!

Eine zurückgewiesene Lastschrift, weil Gehalt oder Sozialleistung noch nicht auf dem Konto war. Ein Zahlendreher bei der Überweisung oder eine Rechnung, die wegen verspäteter Zustellung erst beglichen wurde, als die Zahlungsfrist schon verstrichen war. Wer nicht rechtzeitig zahlt riskiert, Post vom Inkassobüro zu bekommen – oftmals horrende Gebühren und Drohkulisse inklusive. „Die durch Zahlungsverzug entstehenden Kosten dürfen nicht unnötig aufgeblasen werden“, rät Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen, Forderungen zu prüfen und nicht einfach draufloszuzahlen. Und sie warnt Schuldner, die in Raten abstottern wollen, vor zusätzlichen kostenträchtigen Stolperfallen: „In den Ratenzahlungsvereinbarungen wird häufig festgeschrieben, dass für die simple Festlegung, dass und in welcher Höhe Raten gezahlt werden können, eine zusätzliche Gebühr berechnet wird. Die ist dann meist noch höher als die Kostenposition für die allgemeine Inkassotätigkeit.“ Und die Bedingungen in den Vordrucken von Ratenzahlungsvereinbarungen haben zudem häufig Fußangeln: So soll fast immer die Gesamtforderung akzeptiert werden – inklusive der viel zu hohen Kosten. Die Verbraucherzentrale NRW hat für das richtige Verhalten gegenüber Inkassobüros die folgende Checkliste zusammengestellt:

  • Forderungs-Check:Auch wenn mit Gerichtsvollzieher, Kontosperrung oder Schufa-Eintragung gedroht wird: bei Schreiben von Inkassobüros ist erst einmal zu prüfen, für welche Forderung eigentlich gezahlt werden soll. Manchmal behaupten Inkassobüros einfach nur, dass Verträge geschlossen oder Rechnungen nicht beglichen wurden. Dagegen wappnet ein Check von Unterlagen und Kontoauszügen. Achtung: Zahlungen eintreiben dürfen überhaupt nur Inkassobüros, die auf der Internetseite www.rechtsdienstleistungsregister.de registriert sind.
  • Kosten-Check:Leider gibt es keine festen Regeln, wie hoch die Kosten eines Inkassobüros sein dürfen. Aber 70,20 Euro für die Mahnung einer einfachen Rechnung bis 500 Euro zu verlangen, ist zu viel. Nach Ansicht der Verbraucherzentrale NRW dürften dafür 27 Euro angemessen sein. Wichtig: Zusätzliche Kosten für Telefonate, einzelne Briefe oder Kontoführungsgebühren müssen nie gezahlt werden. Auslagen, um die Adresse des Schuldners zu überprüfen, sind nur zu übernehmen, wenn das auch wirklich notwendig war, weil der Schuldner etwa umgezogen war. Hat das Inkassobüro die Forderung vom ursprünglichen Gläubiger gekauft, darf es überhaupt keine Kosten berechnen, weil es so selbst zum Gläubiger geworden ist.
  • Ratenzahlung als Kostenfalle:Angesichts knapper Kassen oder in Schockstarre wegen vermeintlich drohender Vollstreckungsmaßnahmen scheint das Angebot des Inkassobüros zur Ratenzahlung oft wie ein rettender Strohhalm. Doch Achtung: Häufig wird in den Ratenzahlungsvereinbarungen festgeschrieben, dass Inkassobüros für die simple Zustimmung zur Ratenzahlung eine zusätzliche Gebühr berechnen dürfen. Bei einer Gesamtforderung bis 500 Euro können dafür nicht selten 81 Euro zu Buche schlagen. Kleinstraten lohnen sich deshalb oft nicht. Achtung: Selbst bei geringfügigen Ratenzahlungen wird die gesamte Forderung mit den vielfach ungünstigen Bedingungen anerkannt.
  • Ratenvereinbarung mit Fußangeln:Auch muss nicht alles, was in den Vereinbarungen vorgelegt wird, akzeptiert und unterschrieben werden. Denn häufig sind da Stolperfallen und nachteilige Bedingungen versteckt. Mal ist darin vorgegeben, dass die Gesamtforderung akzeptiert wird – einschließlich der viel zu hohen Kosten. Mal räumt sich auch das Inkassobüro ein, die Forderung noch in 30 Jahren verlangen zu können. Auch wollen Inkassobüros über Lohnabtretungen ohne Gerichtsbeschluss auf Einkommen oder Lohn zugreifen können. Solche Passagen sollten gestrichen oder handschriftlich geändert werden. Vor allem sollte nicht die Gesamtforderung mit sämtlichen Kosten, sondern allenfalls die Ursprungsforderung anerkannt werden.
  • Nicht einschüchtern lassen:Inkassobüros drohen häufig bei Nichtzahlung mit dem Gerichtsvollzieher, Schufa-Einträgen und sogar Haftbefehlen. Verbraucher sollten sich nicht einschüchtern lassen und aus Angst einfach zahlen. Viele dieser Drohungen kann das Inkassobüro gar nicht einfach umsetzen.

Wissenswertes rund um Inkassokosten unter: www.verbraucherzentrale.nrw/inkasso

Informationen und rechtliche Beratung bietet auch die Verbraucherzentrale in Euskirchen nach Terminvereinbarung unter 02251 506 45 01.

Verbraucherzentrale NRW

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Wilhelmstraße 37
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Tel.(02251) 506 45 01
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Öffnungszeiten:
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Unnötige Ausgaben entlarven; Haushaltsbuch 2019

Mit dem Haushaltsbuch mehr Durchblick bei den Finanzen


Im Supermarkt landet mehr im Einkaufswagen, als auf dem Zettel steht? Die Schnäppchen-Angebote im E-Mail-Postfach sind einfach zu verlockend? Und der überteuerte Kaffee unterwegs muss auch manchmal sein? Schnell sprengen solche spontanen Einkäufe ein Monatsbudget. Wer Überblick und Kontrolle über seine Ausgaben gewinnen möchte, kann ein Haushaltsbuch nutzen. Schon nach wenigen Wochen lassen sich damit unnötige oder zu hohe Ausgaben entlarven und Sparmöglichkeiten finden. Fix und fertig vorbereitet für den Start ist „Das Haushaltsbuch“ der Verbraucherzentrale. Im DIN-A4-Format bietet es 54 Wochenübersichten für tägliche Kosten, zwölf Monatsübersichten für Einnahmen und Ausgaben sowie eine Jahresübersicht. Konkrete Spartipps helfen zudem direkt beim Aufbessern der Haushaltskasse.

Verbraucherinnen und Verbraucher können die Übersichten individuell mit Datumsangaben versehen und somit jederzeit beginnen, nicht nur zu Jahresbeginn. Das Haushaltsbuch hilft sofort dabei, Konsumgewohnheiten zu erkennen und zu wissen, wofür Geld im Einzelnen ausgeben wird. Es macht erkennbar, wenn sich rote Zahlen anbahnen oder Wünsche finanziell nicht erfüllbar sind. Dank einer Erläuterung am Anfang ist es leicht, das Haushaltsbuch richtig zu führen. Denn man muss kein Buchhalter sein, um die Haushaltskasse im Griff zu haben.

Der Ratgeber „Das Haushaltsbuch. Alle Finanzen im Griff. Ausgaben und Einnahmen für 12 Monate“ hat 100 Seiten, kostet 7,90 Euro und ist in der Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01

erhältlich.

Spendensammlungen

Wahre Wohltäter von falschen Fuffziger unterscheiden


Alle Jahre wieder wird in der Weihnachtszeit zu Spenden aufgerufen: Für Flüchtlinge, Notleidende in Krisengebieten, bedürftige Kinder, für kulturelle Anliegen oder für Tier- oder Umweltschutz werden per Post, via Internet und mit der Sammelbüchse in der Hand wohltätige Gaben gesammelt. Wer helfen möchte, sollte seine Spenden jedoch nicht allzu leichtgläubig verteilen. „Nicht jede Organisation, die verspricht, mit Euro und Cent Gutes zu bewirken, ist so seriös, wie sie sich gibt“, erklärt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen: „Spender wollen auch bei wohltätigen Projekten wissen, was mit ihrem Geld passiert. Ob eine Organisation mit Spendengeldern solide umgeht und sich auch offen in die Karten gucken lässt, dies nur zwei von einer Handvoll weiterer Kriterien, die es Spendenwilligen erleichtern, falsche Fuffziger von wahren Wohltätern zu unterscheiden:

  • Briefpost fürs Gefühl:Wer einmal gespendet hat, erhält oft wieder Post. Spendenorganisationen nutzen auch kommerzielle Adresshändler und beziehen Anschriften durch Preisausschreiben oder von Versandhändlern. Mit Hilfe von Angaben über Alter, Beruf, Geschlecht und Wert der bestellten Ware lassen sich unterschiedliche Zielgruppen herausfiltern und anschreiben. Wer per Post um eine Spende gebeten wird, sollte sich bei Zweifeln an der Glaubwürdigkeit Zeit nehmen, die Organisation genauer unter die Lupe zu nehmen. Aufschluss bietet etwa ein Blick in den jeweiligen Jahresbericht, den seriöse Organisationen auf Anfrage zusenden. Vorsicht ist hingegen geboten, wenn die Werbepost – statt Daten und Fakten zu liefern – allein auf Gefühle zielt. Emotionsgeladene Texte und Mitleid erregende Fotos sind Kennzeichen unseriöser Werbung. Glaubwürdig hingegen sind klare, aussagekräftige Informationen und authentische Fotos mit einem erkennbaren Bezug zum jeweiligen Spendenzweck und transparente Einblicke in die Spendenverwertung.
  • Mit der Büchse unterwegs:In den meisten Bundesländern genügt es, einen Verein zu gründen, sich eine Satzung zu geben und auf Sammeltour zu gehen. Gerade die direkte Ansprache auf der Straße oder an der Haustür kann dazu verführen, rasch und unbedacht zu spenden. Erst recht, wenn versucht wird, mit Fotos angeblicher Folteropfer, hungernder Kinder oder gequälter Tiere Mitleid zu erregen und Druck ausgeübt wird. Doch bei den grausamen Bildern kann es sich um zweckentfremdete Aufnahmen handeln. Besser ist deshalb, zunächst abzuwinken und sich in Ruhe über die jeweilige Organisation zu informieren. Wer seriös agiert, offenbart in seinem Geschäftsbericht, wofür das Geld aus Spenden oder Mitgliedsbeiträgen ausgegeben wird. Dort sollte klar stehen, wie viel in Verwaltung und Werbung fließt und dass der größte Batzen (60 bis 65 Prozent) für den guten Zweck verwendet wird. Ist ein Verein oder eine Organisation als gemeinnützig anerkannt, ist dies ein Indiz für Glaubwürdigkeit. Karitativ anerkannte Spenden können zudem als Sonderausgabe steuerlich abgesetzt werden.
  • Spendenwerber im Internet:Eine eigene Homepage ist hingegen kein Garant für die Vertrauenswürdigkeit einer Organisation. Professionell gestaltete Internetseiten können zwar vordergründig einen glaubwürdigen Eindruck erwecken. Doch besser ist, hinter die Kulissen zu blicken und zu prüfen, ob im Impressum ein Ansprechpartner sowie eine ordentliche Adresse genannt sind. Wer Zweifel hegt, sollte um Informationen – Satzung, Jahresbericht, Prospekte – bitten und gucken, was andere Quellen im Netz über die jeweilige Organisation und ihre Aktivitäten äußern. Das gilt auch für die zahlreichen über soziale Medien – etwa per Facebook – verbreiteten Spendenaufrufe. Dort tummeln sich etliche Organisationen, Vereine, aber auch Shops oder einzelne Personen, die vorgeben, sich für eine wohltätige Aktion zu engagieren. Die ausgesendeten Appelle rühren mit mitleiderregenden Fotos direkt ans Herz und somit an die eigene Spendenbereitschaft. Statt Information zum Spendensammler und Belegen zu dessen sozialem Engagement, springen die jeweiligen Bankverbindungen für eine Überweisung meist jedoch sofort ins Auge.
  • Vorsicht bei Fördermitgliedschaften:Viele unseriöse Gruppen buhlen sogleich um feste Mitglieder oder drängen auf Überweisung einer Dauerspende. Meist sind die gewünschten Beiträge hoch. Zudem bindet man sich in der Regel für einen längeren Zeitraum. Denn im Unterschied zu sonstigen Haustürgeschäften lässt sich die Verpflichtung zumeist nicht innerhalb von zwei Wochen widerrufen. Oft fließt auch nur ein kleiner Teil der Beträge in Hilfsprojekte. Den weit größeren Teil der Spendengelder verschlucken meist Werbung und Verwaltung.
  • Wegweiser durch den Spendendschungel:Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) vergibt an förderungswürdige Organisationen auf Basis einer jährlichen Prüfung ein Spenden-Siegel. Derzeit dürfen sich damit rund 230 überwiegend soziale Organisationen schmücken. Allerdings: Geprüft werden nur Hilfswerke, die mindestens 25.000 Euro an Spenden in den vergangenen zwei Geschäftsjahren erhalten haben, sich außerdem selbst beim DZI für eine Prüfung melden und die Kosten hierfür zahlen. Kleinere Organisationen können dies oft nicht leisten. Wenn ein Verein in der DZI-Liste fehlt, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass er unseriös ist. Trägt ein Spendenaufruf den DZI-Sternenkranz, ist hingegen garantiert, dass die Organisation eindeutig und sachlich wirbt, sparsam wirtschaftet und nachprüfbar ausweist, wie das Geld der Spender verwendet wird.

Verbraucherzentrale NRW

Beratungsstelle Euskirchen
Wilhelmstraße 37
53879 Euskirchen
Tel.(02251) 506 45 01
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Öffnungszeiten:
Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Donnerstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
Freitag 9-13 Uhr

 

Betrüger Shops

Achtung! Täuschend echt!
Warnung vor Online-Fake-Shops

Handtaschen, Designer-Klamotten, High-Tech-Trendprodukte und Marken-Uhren: Im Internet werben Shops mit verlockenden Waren. Werden begehrenswerte Produkte zum Schnäppchenpreis und gegen Vorkasse angeboten, sollten Kundenaugen vor einer Bestellung besonders wachsam sein. Denn Fälscher bieten auf kopierten oder nachgemachten Shop-Seiten im Internet attraktive Waren an, die niemals oder nur als schlechte Kopie den Weg zum Käufer finden. Ihren Fake mit einem Online-Shop lassen sich die Schwindler von Kunden teuer bezahlen. „Wer in die ausgelegte Falle tappt und den verlangten Betrag für das begehrte Produkt vorab überweist, hat kaum eine Chance, sein gezahltes Geld jemals wiederzusehen“, warnt Monika Schiffer, Leiterin der Verbraucherzentrale in Euskirchen, der immer wieder solche Fälle vorliegen. Wird die Echtheit eines Shop-Angebots nur vorgegaukelt, um zu kassieren, handelt es sich um Betrug. Eine solche Täuschung sollte bei der Polizei angezeigt werden. Gemeinsam mit dem Landeskriminalamt (LKA) NRW hat die Verbraucherzentrale NRW den Fake-Shop-Maschen den Kampf angesagt. Nachfolgend erfahren Onlinekäufer, wie Fake-Shops vor einer Bestellung zu erkennen sind und was zu getan werden kann, wenn man auf ein Schwindelangebot hereingefallen ist:

  • Untrügliche Erkennungszeichen Fehlanzeige:Ob es bei den Angeboten im Online-Handel immer mit rechten Dingen zugeht, ist selbst für Experten kaum auf den ersten Blick erkennbar. Internet-Fälscher, die Kunden nur ans Geld wollen, gehen bei ihren Fake immer perfekter und perfider ans Werk: Durch das Kopieren oder Fälschen von Produktbildern und Informationen aus realen Internetseiten wirkt ein Fake-Shop im Internet oftmals täuschend echt. Um Seriosität vorzugaukeln, sind das Impressum mit der Händleradresse oder die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ebenfalls von anderen Seiten abgekupfert beziehungsweise frei erfunden.
  • Alle Angaben prüfen:Käufer sollten vor einer Bestellung folgende Punkte in einem Internet-Shop genau checken: Gibt es mehrere – darunter auch kundenfreundliche – Zahlungsarten und eine überprüfbare Anbieteradresse im Impressum? Werden Angebot und Preis mit allen erforderlichen Details – etwa der Beschaffenheit des Produkts – angegeben? Werden Lieferbedingungen und -kosten ausreichend dargestellt? Sind Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) und darin Hinweise zum Widerruf vorhanden? Wird mit einem vertrauenswürdigen Gütesiegel wie "Trusted Shop Guarantee" (Trusted Shops), "s@fer-shopping" (TÜV Süd) und "Geprüfter Onlineshop EHI" (EHI Retail Institute GmbH) geworben? Eine zuverlässige Orientierung bieten solche Siegel jedoch nur, indem man auf das Logo klickt und dadurch auf die Homepage des Prüf-Unternehmens weitergeleitet wird.
  • Vorsicht bei Vorkasse:Kunden werden bis zum Drücken des Kaufbuttons mehrere – auch kundenfreundliche – Zahlungsweisen angeboten. Sind sie bei der Kasse angelangt, haben Kunden plötzlich keine Wahl mehr: Dort wird nur noch eine umgehende Überweisung des geforderten Betrags verlangt. Auf der sicheren Seite sind Kunden, wenn sie Artikel nur bei Onlinehändlern ordern, die mehrere kundenfreundliche Zahlungsarten bis zum Klick auf den Kauf-Button zur Verfügung stellen. Sicher sind Zahlungen auf Rechnung oder per Lastschrift. Bei der Zahlung auf Rechnung müssen Kunden meistens erst bezahlen, wenn sie die Ware erhalten haben. Bei Zahlung per Lastschrift kann diese noch bis zu acht Wochen rückgängig gemacht werden.
  • Fälscher zocken unerkannt ab:Wenden sich Reingefallene über die angegebenen Kontaktdaten an das Unternehmen, um die richtige Ware oder ihr gezahltes Geld zurück zu erhalten, werden sie oft immer wieder vertröstet. Briefe mit Rückzahlungsaufforderungen kommen als unzustellbar zurück oder bleiben unbeantwortet. In den meisten Fällen sind Betroffene um eine schlechte Erfahrung reicher, aber haben das Nachsehen.
  • Fake-Shop-Opfer sind nicht wehrlos: Wer schon Geld überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank auffordern, die Zahlung rückgängig zu machen. Wenige Stunden nach einer Onlinebestellung ist dies oft noch möglich. Bei anderen Zahlungsarten kann eine Zahlung noch bis zu acht Wochen nach Einzug rückgängig gemacht werden. Inwieweit dies gilt, weiß die Bank. Grundsätzlich sollten sämtliche Belege von Onlinebestellungen gesammelt und gesichert werden. Dazu gehören Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails und ein Screenshot des Angebots.

Weitere Informationen zu den Erkennungszeichen von Fake-Shops unter www.verbraucherzentrale.nrw/fakeshops.

Rechtsberatung bietet die Verbraucherzentrale in Euskirchen. Termine können unter 02251 506 45 01 vereinbart werden.

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Montag 9-13 Uhr
Dienstag 9-13 Uhr und 14-18 Uhr
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Freitag 9-13 Uhr

Ratgeber und Checkliste zur Vorbereitung auf Gutachtertemin

Wie hoch ist der Pflegegrad?
 
Ratgeber und Checkliste zur Vorbereitung auf Gutachtertermin
Jede Minute zählt – dieses Motto gilt für das
Pflegegutachten seit der jüngsten Reform nicht mehr. 2017 wurde ein
neuer Bedürftigkeitsbegriff in der Pflege eingeführt, um die
Leistungen gerechter zu verteilen. Doch eines gilt nach wie vor:
Wer finanzielle Unterstützung möchte, muss einen Antrag bei der
Pflegekasse stellen und von ihr als pflegebedürftig eingestuft
werden. Dazu kommt ein Gutachter oder eine Gutachterin zu 
den Antragstellenden nach Hause. Auf diesen Besuch bereitet
der Ratgeber der Verbraucherzentrale „Das Pflegegutachten –
Antragstellung, Begutachtung, Bewilligung“ ausführlich vor.
 
Anhand von festgelegten Kriterien wird bei der Begutachtung
entschieden, wie selbstständig oder eben unselbstständig
Betroffene handeln. Dabei werden körperliche und geistige
Fähigkeiten betrachtet sowie Einschränkungen festgehalten,
die bei Selbstversorgung und Alltagsaktivitäten bestehen.
Das Buch bietet eine umfangreiche Checkliste, mit der
Leserinnen und Leser schon vorab alle Punkte durchgehen
können. Verhaltenstipps für den Besuchstag bieten weitere
Unterstützung. Außerdem beantwortet der Ratgeber
wichtige Fragen zum gesamten Prozess: Wann und wie
beantrage ich Pflegeleistungen? Wo bekomme ich weitere
Unterstützung und Beratung?
Ein Musterbrief für einen eventuellen Widerspruch gegen
den Pflegebescheid rundet das Informationsangebot ab.
 
Der Ratgeber „Das Pflegegutachten – Antragstellung, Begutachtung,
Bewilligung“ hat 152 Seiten, kostet 9,90 Euro und ist in der
Verbraucherzentrale Euskirchen, Wilhelmstraße 37, Tel. 02251 506 45 01
erhältlich.

Keine Chance für den Schimmel

Tipps der Energieberatung der Verbraucherzentrale zu Ursachen,
Vorbeugung und Sanierung
Jedes Jahr im Winter erobern sie die Wände: hässliche schwarze Flecken, oftmals
die ersten Anzeichen für einen Schimmelpilzbefall. Der sieht nicht nur
unschön aus, sondern ist auch mit Gesundheitsrisiken verbunden.
Werner Reiner, Experte der Energieberatung der Verbraucherzentrale
Euskirchen, erläutert die Ursachen des Schimmelbefalls und erklärt,
wie jeder die eigene Wohnung schützen kann.
„Im Winter sind die Innenoberflächen der Außenwände vieler Häuser und
Wohnungen kalt. Dort kühlt sich schnell die warme Raumluft ab. Mit
sinkender Temperatur kann die Luft aber weniger Wasserdampf
aufnehmen, so dass an kalten Oberflächen die relative Luftfeuchte stark
ansteigt. „In diesen Bereichen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit
finden Schimmelpilze ideale Wachstumsbedingungen vor – auch wenn
keine Feuchtigkeit fühlbar oder Kondenswasser sichtbar sind“, erläutert
Werner Reiner.
Die wichtigste Regel zum Schutz vor Schimmel heißt deshalb: raus mit
der feuchten Luft, am besten durch regelmäßiges Lüften. Ein
Hygrometer, das die Raumluftfeuchte misst, ist dabei sehr hilfreich,
denn es zeigt in Prozent an, wenn zu viel Wasser in der Luft ist. Ebenfalls
wichtig ist ausreichendes Heizen, damit die Wände nicht zu sehr auskühlen.
Die maximale Luftfeuchtigkeit und die empfehlenswerte Raumtemperatur,
die nicht unter 16 Grad Celsius liegen sollte, hängen dabei ganz
wesentlich von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des
Hauses ab. So wird eine relative Luftfeuchte von 60 Prozent bei einem gut
gedämmten Gebäude nicht so schnell zum Problem, während bei
schlechter Gebäudedämmung an kalten Tagen 40 Prozent zu viel sein
können. Je besser die Dämmung, umso geringer ist daher das
Schimmelrisiko, da die Wände weniger stark auskühlen.
Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist? Aus
Sicht von Werner Reiner häufig ein Fall für Fachleute: „Nur wenn die
Ursache bekannt ist, können kleine und oberflächliche Schimmelschäden
in Eigenregie beseitigt werden. Ansonsten sollten Experten ans Werk
gehen und unbedingt auch die Schadensursache klären, sonst kommt der
Schimmel in den meisten Fällen schnell wieder.“ Nur qualifizierte
Fachleute können sicherstellen, dass auch die gesundheitsschädlichen
Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes vollständig entfernt werden.
Unterstützung erhalten Betroffene auch bei den Energieberaterinnen
und Energieberatern der Verbraucherzentrale.
Bei allen Fragen zum Erkennen und Vermeiden von Schimmelschäden
hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale. 
Wer Fragen zu den Themen Dämmen und Lüften sowie Strom- und
Energiesparen hat, wendet sich ebenfalls an die anbieterunabhängige
Energieberatung der Verbraucherzentrale. Zu allen Energiesparthemen
kann ein Termin in der Euskirchener Beratungsstelle vereinbart werden.
Die Terminvergabe findet statt unter 02251-5064501
oder per email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Die Energieberatung kostet 5,- € für 30 Minuten.
Je nach Umfang des Themas werden 60 Minuten eingeplant.
Termine im Kreis Euskirchen im September 2018 zu allen Energiesparthemen:
Euskirchen in der Verbraucherzentrale
 
13.09.2018 ab 15:00 Uhr
27.09.2018 ab 15.00 Uhr