Verdienste älterer Menschen

Zum 7. April Lebensleistung und Verdienste älterer Menschen gewürdigt

(Euskirchen) Zum "Tag der älteren Generation" am heutigen 7. April würdigt der Seniorenverband BRH Euskirchen die Lebensleistung und die Verdienste älterer Menschen. Dieser "Tag der älteren Generation" soll auch in Euskirchen genutzt werden, um einmal die oft vorherrschenden Bilder über das Alter zu hinterfragen und sich verstärkt auch für die Belange des Alters zu engagieren. Im Zentrum stehen da Fragen, die die Interessenslagen der Senioren berühren: Sicherheit und Ausbau der medizinischem und pflegerischen Versorgung, die Altersicherung, öffentliche Verkehrsmittel, bezahlbarer barrierefreier Wohnraum.

Die Politik sollte nicht nur heute, daher ständig daran arbeiten, dass ein Zusammenhalt in der Gesellschaft und zwischen den Generationen gefördert wird und Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass Menschen so lange wie möglich selbstständig leben können. Ein besonderes Augenmerk muss auf die Situation alleinlebender älterer Menschen sowie auf die Situation in Alten- und Pflegeheimen gelegt werden. Daher ruft der BRH gerade in der anhaltenden Krise alle Bürger auf, gute Alternativen zu persönlichen Treffen zu finden, um der älteren Generation nah zu sein, beispielsweise über Fenstergespräche, Telefonate oder auch geschriebene Nachrichten.

Der Seniorenverband vertritt die Interessen der älteren Generationen in der Region Euskirchen und nimmt für sich in Anspruch, die Belange und Forderungen aller Rentner und Versorgungsberechtigten sowie deren Hinterbliebenen zu vertreten. Dazu gehört, dass er mit Sorge wenige Monate vor der Bundestagswahl auf die Aufgaben und Hürden, die „Nach Corona“ anstehen, schaut und befürchtet eine Wiederholung des einstigen Sparprogramms 2.000 mit Abstrichen in der Versorgung und mit den damaligen, ganz verheerenden Auswirkungen auf die Motivation der älteren Menschen. Deshalb der Aufruf zum ’Internationalen Tag der Älteren’ auch mit besonderer Sorgfalt darauf zu achten, was die Wahlprogramme der Parteien mit Blick in die Zukunft diesmal versprechen.(www.brh-euskirchen.de)

Ostern 2021

75 Jahre NRW, 70 Jahre BRH

(Euskirchen) Ostern 2021 wird uns in Erinnerung bleiben als das Osterfest, das - wie schon im vorausgegangenen Jahr - anders als gewohnt verlaufen wird. Dennoch werden die älteren Menschen landauf und landab wieder auf angenehme und sonnige Tage hoffen und daran glauben, dass wir alle dieses Ereignis trotz der Pandemielage ein wenig genießen können.

Eine große Feierlaune wird wohl nicht aufkommen, wenn in diesen Tagen unser NRW 75 Jahre alt wird. 1945 hatten die Siegermächte damit begonnen, in ihren Besatzungszonen Ländern zu gründen. Das traf dann auch die Provinz Westfalen, das Land Lippe und die Rheinprovinz. Ohne Koblenz und Trier, die in der französischen Zone lagen. Im Oktober 1946 wurde ein Landtag mit einem Festakt in Düsseldorfer Opernhaus eröffnet, mit einer Regierung und einem Parlament, allerdings mit stark eingeschränkten Befugnissen.

Fünf Jahre später „taucht“ unser Seniorenverband BRH, damals noch als Vereinigung der ’Ruhestandsbeamten und Hinterbliebenen’, auf. Nachrichten über drohende Pensionskürzungen, die dann kurz darauf auch durch Sparverordnungen Wahrheit wurden, fanden sich einige Ruhestandsbeamte und gründeten 1948 den Ortsverband Solingen Ohligs. Aus dieser kleinen „Keimzelle“ entstand dann 1949 eine Vereinigung der Ruhestandsbeamten und Hinterbliebenen des Bezirks Düsseldorf und Ende 1950 gab es dann die ersten Nachrichten von einem Landsverband NRW. In einem ähnlichen Zeitraum wurde dann auch noch mit anderen Landesverbänden einen Gesamtverband auf Bundesebene gegründet.

Wir fanden dann noch eine Informationaus einer Pressemitteilung aus 1951, die belegt, dass eine Gründungsversammlung der BRH Ortsgruppe Münster stattgefunden hat. Ein Treffen, das über die Erwartungen hinaus gut besucht war und allen deutlich machte, dass die Gründung einer Münsteraner Gruppe eine zwingende Notwendigkeit war und nicht mehr verzögert werden durfte. In Münster wurde dann auch ein Landesverband NRW des neuen Bundes etabliert. Für uns heute Interessant: Der Seniorenverband bot damals sofort den Fachgewerkschaften des DBB an, mit diesen Organisationen Hand in Hand zu arbeiten. Ein Versprechen, das heute noch seine Gültigkeit besitzt. Längst hat sich der ehemalige Bund NRW auch für Rentner geöffnet und einen neuen Namen mit ’Seniorenverband BRH’ gegeben. Die Aufgabe aber blieb in den 70 Jahren gleich: Der Seniorenverband BRH nimmt für sich in Anspruch, die Belange und Forderungen aller Rentner und Versorgungsberechtigten zu vertreten.

Seit fast 50 Jahren gibt es – mit einigen Jahren Unterbrechung, in denen Euskirchen vom BRH Bonn betreut wurde – den Seniorenverband BRH Euskirchen. Er berät und betreut seine Mitglieder insbesondere in Fragen des Versorgungs-, Beihilfe- und Rentenrechts sowie in Fragen der Krankenfürsorge. Und er pflegt das menschliche Miteinander u.a. durch gesellige Veranstaltungen, durch Ausflüge mit dem bekannten „Urlaub ohne Koffer“, mit Besichtigungsreisen und Vorträge über allgemein interessierende Themen. Zudem gehört zum BRH Euskirchen das Bildungswerk BRH, das als Körperschaft gemeinnützige Zwecke „Förderung der Altenhilfe“ unterstützt. (www.brh-euskirchen.de)


 

Informationen zu Corona-Schutzimpfungen

Liebe Mitgliedschaft,

wir geben eine aktuelle Information der Kreisverwaltung von heute zu Corona weiter. Wir bitten Sie, diese in Ihrem Wirkungskreis weiterzugeben, über eine Verbreitung in Ihrem Verantwortungsbereich würden wir uns freuen.

Zusätzlich finden Sie hier eine Übersicht, mit der Sie sich einfach informieren können: Was ist momentan erlaubt mit und ohne Test? Was ist nicht erlaubt?

Aktueller Stand der Corona-Schutzimpfungen im Regionalen Impfzentrum Marmagen

Das Regionale Impfzentrum Euskirchen läuft auch über die Osterfeiertage unter Volllast. „Insgesamt sind aktuell von Karfreitag bis Ostermontag 2700 Impfungen geplant“, wie Udo Crespin, der Leiter des Impfzentrums, mitteilt. „Wir impfen seit der Öffnung des Impfzentrum an sieben Tagen die Woche – daher auch an allen Ostertagen.“ Geimpft werden u.a. Menschen, die 80 Jahre und älter sind, Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sowie weitere Sondergruppen.

Menschen Ü60

Von Karsamstag bis Ostermontag, 3. bis 5. April, können Menschen im Alter von 60 bis 79 Jahren Impftermine für AstraZeneca-Impfungen vereinbaren. Das Land NRW hat dafür kurzfristig 450.000 zusätzliche Impfdosen für ganz NRW für diese Altersgruppe zur Verfügung gestellt. Insgesamt gehören in NRW allerdings rund 3,8 Millionen Menschen zu dieser Altersgruppe, so dass bei Weitem nicht alle Impfwünsche berücksichtigt werden können. Die Terminbuchung erfolgt online über die Kassenärztliche Vereinigung (KV) www.116117.de sowie unter (0800) 116 117 01.

Es ist nicht möglich, Termine im Impfzentrum zu buchen! Der Kreis Euskirchen erhält aus dieser Charge rund 5.000 zusätzliche Impfdosen, die unter anderem über Sonderstrecken in den zwei Wochen nach Ostern verimpft werden sollen.

Impfaufruf für 79-Jährige

Der Kreis Euskirchen hat rund 1600 Briefe an die 79-jährigen Bürgerinnen und Bürger auf den Weg gebracht. Dieser Brief enthält neben der Information „Sie sind jetzt impfberechtigt“ Hinweise rund um die Terminvergabe, das Impfzentrum in Marmagen sowie den Impfablauf. Wer 1941 geboren ist, kann ab Dienstag, 6. April, einen Termin über die KV buchen. Möglich ist dies ebenfalls unter der Telefonnummer 0800/116 117 01 sowie über die Internetseite www.116117.de

Eine der Neuerungen: Anders als in der Vergangenheit ist es möglich, einen zeitgleichen Termin für den Lebenspartner zu buchen. Hierfür spielt das Alter des Lebenspartners keine Rolle - für eine gemeinsame Impfung ist es ausreichend, wenn einer der Personen altersbedingt impfberechtigt ist.

Erwartet werden die 79-Jährigen im Impfzentrum in Marmagen ab Donnerstag, 8. April. Dort werden sie parallel zu den noch laufenden Terminen für die ab 80-Jährigen und weitere Sondergruppen empfangen. Auch die Ü80er können Termine nach wie vor über die genannten Wege vereinbaren.

Um das Anmeldesystem nicht zu überlasten, werden die Bürgerinnen und Bürger im Alter von 70 Jahren und älter jahrgangsweise aufsteigend angeschrieben. Das NRW-Gesundheitsministerium wird jeweils über den genauen Zeitpunkt der Impfeinladungen entscheiden und informieren. Zur Gruppe der 70- bis 79-jährigen gehören in Nordrhein-Westfalen rund 1,6 Millionen Menschen inklusive Lebenspartner.

Menschen mit Vorerkrankungen

Wer in den vergangenen Wochen einen Antrag auf Impfung aufgrund bestimmter Vorerkrankungen gestellt und ein entsprechendes Attest eingereicht hat, kann auf eine baldige Impfung hoffen. Das Impfzentrum in Marmagen wird gemäß der aktuellen Erlasslage bis zum 11. April möglichst viele Menschen impfen, die einen Antrag aufgrund von § 3 der Corona-Impfverordnung gestellt haben. Diese Impfungen beginnen bereits heute! Dazu werden an den kommenden Tagen weitere Sonderstrecken gefahren.

Wer bis zum 11. April keinen Termin vom Impfzentrum in Marmagen erhalten hat bzw. einen Antrag nach § 4 Corona-Impfverordnung gestellt hat, sollte sich in der kommenden Woche an seine/n Hausarzt/-ärztin wenden. Ab dem kommenden Dienstag, 6. April, können diese Menschen über ihre Hausarztpraxis geimpft werden.


 

PC-Seminar im Mai

Ein BRH-Special für Senioren: PC-Seminar im Mai in Königswinter

(Euskirchen) Wie in den letzten Jahren schon recht erfolgreich bietet der Seniorenverband BRH interessierten älteren Menschen wieder die Möglichkeit, ihre PC-Kenntnisse zu erweitern. Daher veranstalten wir in der Zeit vom 25. bis 27. Mai 2021 ein dreitägiges Seminar, das teilnehmerorientiert die Kenntnisse u.a. über Computerpraxis für Senioren mit den Schwerpunkten „Serienbriefe/Etiketten, Gimp Bildverarbeitung, Windows 10 App, PowerPoint und Excel“ Dateimanagement unter Windows 10, Word, Excel und Gimp erweitern wird.

Der Seniorenverband verbindet damit den Teilnehmern wieder ein „Tagen im Grünen". So kann man das Nützliche mit dem Schönen verbinden. Am Fuße des Ölbergs, eingebettet in den Naturpark Siebengebirge, ist das Tagungs- und Seminarhotel der ideale Ort, um ungestört zu arbeiten und sich fernab vom Alltag zu erholen. Wir vom Seniorenverband BRH Euskirchen empfehlen unseren Mitgliedern eine Teilnahme, für den BRH Euskirchen halten wir drei Plätze vor. Wir empfehlen eine Teilnahme auch deshalb, weil die Unterbringung und Versorgung luxuriös „first class“ erfolgt. Es wartet eine attraktive Tagungsstätte mit modernster technischer Ausstattung und einem hochwertigen Hotel- und Gastronomiebereich mit Wellness. Zudem erlauben das Siebengebirge mit seiner einzigartigen Umgebung in den Freizeiten zumindest belebende und auch erholsame Spaziergänge.

Die Tagungsgebühr beträgt für Mitglieder 200 Euro, für Nichtmitglieder 250 Euro. Außerdem zahlt der BRH Euskirchen für jedes teilnehmende Mitglied einen Zuschuss zu den Gebühren von 50 Euro. In dem verbleibenden Gebührenanteil sind die Verpflegung und Übernachtungen während des Seminars enthalten. Zudem werden die anfallenden Reisekosten von der dbb akademie erstattet (einfache Strecke lt. Routenplaner x 0,30 €). Die Veranstaltung selbst wird übrigens an Geräten mit Betriebssystem Windows 10 und Office 2016 in einem Raum der dbb-akademie in Königswinter-Thomasberg durchgeführt.

Falls Sie sich für dieses Seminar interessieren, bitten wir Sie um entsprechende Anmeldung: T 02251 80621, wir senden dann ein Antragsformular. Die Meldungen werden im BRH-Landesbüro nach dem Eingang des Formulars und der Überweisung gelistet, um eine Reservierung nach der Reihenfolge der Meldungen bestätigen zu können. Die organisatorische Leitung liegt bei Doris Suckert (BRH Essen), Dozentin und Trainerin ist wieder Pia di Lauro.

Sollte das Seminars aufgrund der Corona-Situation ausfallen, werden wir Sie rechtzeitig informieren. Eine Erstattung der Teilnehmergebühren ist dann selbstverständlich gewährleistet. (www.brh-euskirchen.de)

Medizin gegen Einsamkeit

 

 

BRH - Medizin gegen Einsamkeit: Eine Seniorin hilft mit einem Tip

(Euskirchen) Während der lang andauernden Corona-Pandemie kann bei vielen älteren Menschen das Gefühl der Einsamkeit zunehmen, zumal die persönlichen Kontakte ständig reduziert werden. Da gibt es gute Ratschläge, zum Beispiel Corona als die perfekte Gelegenheit für ein neues Hobby oder um Dinge auszuprobieren, die man schon immer einmal ausprobieren wollte. Aus der Reihe der vielen Vorschläge, die uns eingereicht wurden, sticht eine Geschichte heraus, weil sie so munter daherkommt.

Da regt eine Seniorin, die ihren Namen nicht genannt wissen möchte, an, sich doch einmal einem ganz besonderen Geschöpf, dem Hund, zuzuwenden. Und empfiehlt, wann immer es die Lebenslage und die strenge Beachtung des Tierschutzes ermöglicht, einen vierbeinigen Freund Teil der Familie werden zu lassen. Es sei ein besonderes Glück, ein Leben mit solch einem fantastischen Gefährten zu teilen.

Sehr gut überlegt, vorbereitet und ausgestattet mit den Möglichkeiten - solch eine Freundschaft einzugehen - sollte man es auch im Seniorenalter versuchen und erfahren und miterleben: Der Vierbeiner beobachtet, prägt sich ein, erinnert sich, präsentiert stets eine Mischung aus Intelligenz und Erfahrung und ist (fast) immer freundlich. Es lohnt sich dann, sich auf den besten aller Freunde einzulassen, ihn zu verstehen und ihm auch zu helfen, in unserer schwierigen (Menschen)Welt zurechtzukommen.

Und wenn man sich dann nach aller Vorsicht und eingehender Prüfung der Möglichkeiten, die das eigene Zuhause und die eigene Gesundheit bieten, für einen vierbeinigen Freund entschieden hat, dann gibt es solch einen schönen Alltag, aus dem unsere Seniorin berichtet.

Aus ihr sprudelt es förmlich mit Lebensfreude heraus: „Langeweile habe ich nicht unbedingt, ich erzähl’ aber einfach gerne von unserer neuen Mitbewohnerin.“ Maja mache sich gut, sei aber voll in der Pubertät. Wie bei Menschen auch, sei offensichtlich das Gehirn wegen Umbau geschlossen – sie mache also jede Menge Unfug! Das, was der Hausherr einst sich unbedingt von einem Hund gewünscht hatte, „verfluche“ er inzwischen.

 

Er wollte einen Hund, der ins Wasser geht und gut apportiert. Da es im eigenen Garten Teiche gebe, würde Maja aber da ständig drinsitzen. „Leider“, beklagt unsere Seniorin augenzwinkernd: „… klaut sie dann auch alle Wasserpflanzen und zerpflückt sie.“ Das fänden dann Herrchen und Frauchen immer wieder nicht so lustig, böse sein oder gar knurren könne man nicht …

Unsere Seniorin, die selber schon seit Jahren im Tierschutz arbeitet, weist allerdings auch auf einen coronabedingten Missstand im Welpenhandel hin. Die Preise für Welpen sind extrem in die Höhe geschnellt, der illegale Handel boomt – zum Leidwesen der unter schlimmsten Bedingungen gehaltenen Hunde!

Man solle sich vor der Anschaffung gut überlegen, ob man dem Tier bis an sein Lebensende ein schönes Zuhause bieten kann und will. Welpen und Junghunde sind sehr arbeitsintensiv und für die ältere Generation nicht empfehlenswert. Allerdings warten in ausländischen Tierheimen viele alte Hunde, die verhältnismäßig pflegeleicht und dankbar sind, wenn sie noch ein wenig Liebe erfahren dürfen!

Es gibt viele gute Tierschutzorganisationen, die solche Hunde gerne und mit Herzblut vermitteln! Übrigens: Die in unserem Beitrag erwähnte „neue Hündin Maja“ kommt zwar aus Deutschland, wurde aber ursprünglich wegen Corona angeschafft und dann wegen Überforderung wieder abgegeben, nachdem Ordnungsamt und Veterinäramt mehrfach vor Ort waren. Dies ist derzeit leider kein Einzelfall in Deutschland ...(www.brh-euskirchen.de)

zum Foto: Maya - ein vierbeiniger Freund Teil der Senioren-Familie - gehört in unserem BRH-Beitrag die Hauptrolle.

Doppelbesteuerung der Renten - Fortsetzung

„Doppelbesteuerung bei Renten verhindern“ - zu Beratungen an den Finanzausschuss überwiesen

 (Euskirchen/Berlin) Der Bundestag hat in dieser Woche über einen Antrag der FDP-Fraktion zum Thema „Doppelbesteuerung bei Renten verhindern“ debattiert und den Antrag dann nach halbstündiger Aussprache zur weiteren Beratung an den Finanzausschuss überwiesen. Derzeit sind zwei Verfahren beim Bundesfinanzhof (BFH) zur Doppelbesteuerung von Altersrenten anhängig. Es ist damit zu rechnen, dass Entscheidungen endlich anstehen. Die Mehrheit der Politik vertrat jetzt in der Debatte die Auffassung, dass es keinen Sinn macht, vor Klärung der grundlegenden Fragen beim BFH aktiv zu werden. Man werde dann aus dem Urteil Schlüsse ziehen und die erforderlichen Schritte unternehmen.

Nach Ansicht vieler Experten führt die geltende Regelung der Besteuerung der gesetzlichen Renten über viele Jahre zu einer Doppelbesteuerung. (Anm.: Der Seniorenverband BRH berichtete.) Die Besteuerung von Renten weist auch nach Ansicht der Liberalen erhebliche Defizite auf und sollte im Sinne einer transparenten, verfassungsgemäßen und zukunftsfesten Ausgestaltung modernisiert werden. Vor diesem Hintergrund  dringen die Antragsteller darauf, umgehend notwendige Gesetzesanpassungen vorzunehmen.

Die ausführlichen weiteren Beratungen werden nun im Finanzausschuss geführt. Die FDP will nicht zurückstecken, „Nicht aufgeben“ bedeute für sie, dass man auch in Zukunft Transparenz und verständliche Berechnungsmodell fordere „damit die Rentnerinnen und Rentner zum einen wissen, welche steuerlichen Belastungen auf sie zukommen und damit sie keiner Doppelbesteuerung unterliegen!“ Der Seniorenverband BRH NRW hat die Erfolgsaussichten hinterfragt, die Antwort: „Die Geschwindigkeit möglicher Änderungen sind sicherlich eng an das erwartete Urteil des Bundesfinanzhofes geknüpft. Wenn hier eine Doppelbesteuerung bekundet wird, wird die GroKo das Thema nicht weiter aussitzen können.“ Fällt der Bundesfinanzhof ein anderes Urteil, wird es wohl darauf hinauslaufen, dass die Rentner wieder einmal gefordert sind. Denn es wird dann heißen, dass möglichst viele konkrete Beispiele von betroffenen Rentnern gefunden werden, bei denen nachweislich zu hohe Steuern eingezogen wurden. Mit ausreichend Daten und Belegen – so hoffen dann die Experten - kann dann die Politik nicht mehr anders, als aktiv zu werden. (www.brh-euskirchen.de)

Doppelbesteuerung der Renten

Aktuelle Fernsehübertragung zum Dauerbrenner:
Doppelbesteuerung der Renten

(NRW) Das BRH-Mitglied Robert Klütsch hat auf die aktuelle Medienberichterstattungen aufmerksam gemacht, der Seniorenverband BRH greift diesen Hinweis mit einer aktuellen Darstellung aus seiner Sicht auf und berichtet über einen aktuellen Fernsehtermin.

„Doppelbesteuerung bei der Rente“, das ist für den Seniorenverband BRH zunächst eine Bundesangelegenheit, aber auch gleichzeitig ein “alter Hut“. Nach unseren Unterlagen hatten wir 2015 zuletzt gefordert: „Schluss mit der Doppelbesteuerung!“ Blicken wir zurück, dann stellte sich die Frage, ob Rentner also zweimal zur Kasse gebeten werden können, bereits seit 2005 (!). Nach diesen Informationen sollen auch mehr als eine halbe Million Menschen bereits gegen diese Doppelbesteuerung geklagt haben.

Diese sogenannte Doppelsteuerung stellt für viele Rentner in der Tat ein Ärgernis dar. Fachleute haben errechnet: Je nach individueller Situation entgehen den Betroffenen mehrere tausend Euro, die das Finanzamt offensichtlich zu Unrecht kassiert. Der Fiskus erhebt Steuern, obwohl der Steuerzahler die Beiträge zur Rente aus seinem versteuerten Einkommen gezahlt hat.

Dabei hatte das Bundesverfassungsgericht der Regierung für die Reform von 2005 (!) schon die klare Vorgabe gegeben, „dass eine doppelte Besteuerung vermieden wird“. Jeder Rentner müsse wenigstens so viel an Rente steuerfrei erhalten, wie er vorher an Rentenbeiträgen steuerpflichtig eingezahlt habe. Klärung - so heißt es seit dieser Zeit schon - könnte der Bundesfinanzhof schaffen.

Der in München ansässige Bundesfinanzhof (BFH) wollte bereits mehrmals eine Entscheidung treffen, aber es kam nicht dazu: Eine Entscheidung wurde immer aufgeschoben. Nun soll es nach aktuellen Verlautbarungen im zweiten Quartal 2021 - vielleicht auch noch früher - so weit sein. Mit dem Urteil erhoffen sich alle Betreiber eine grundlegende Reform der gerechten  Besteuerung der Renten.

Deshalb liegt das Thema auch heute aktuell überall und so „lautstark“ auf dem Tisch. Der Euskirchener Bundestagsabgeordneter Markus Herbrand (FDP) ist ein führender Befürworter einer möglichen Änderung zugunsten der Steuerzahler. Man hört auch, dass die Bundes FDP damit sogar Wahlkampf machen möchte. Wir vom BRH haben den DBB Berlin aufgefordert, sich mit einer sachlichen Darstellung in den Medien-Rummel einzuschalten.

Vom Bundesfinanzhof wird nun also ein wegweisendes Urteil zur Doppelbesteuerung der Renten erwartet, die Chancen auf eine verbraucherfreundliche Rechtsprechung stehen offensichtlich nicht schlecht. Fazit: 2021 könnte - bei allen unterschiedlichen Auffassungen zur Berechnung der steuerfreien Rente - ein sehr wichtiges Jahr für die betroffenen Steuerzahler werden. Nur am Rande: Wir möchten nicht unerwähnt lassen, dass nach unserer Auffassung auch eine Doppelbesteuerung vorliegt, wenn man den älteren Menschen die einst erzielbaren Zinsen – erreicht durch versteuertes Angespartes – noch einmal besteuert hat.

Und ein wichtiger Termin: Die Debatte zur Doppelbesteuerung läuft am Freitag, 5. März, gegen 14.00 Uhr auf www.bundestag.de. Die fachlichen Diskussionen zur Doppelbesteuerung folgen dann in den zuständigen Fachausschüssen in den folgenden Wochen. Der Seniorenverband BRH NRW wird das Thema weiter verfolgen. (www.brh-euskirchen.de)

Im Notfall versichert

Menschen, die einer Person im Notfall "Erste Hilfe" leisten und dabei selbst zu Schaden kommen, sind gesetzlich versichert

27.02.2021

(Euskirchen) Nur wenige Menschen wissen von einem Schutz: Im Notfall versichert. Menschen, die einer Person im Notfall "Erste Hilfe" leisten und dabei selbst zu Schaden kommen, sind gesetzlich unfallversichert. Von körperlichen Verletzungen über die "kaputte Hose" – Wer anderen Menschen in Gefahrensituationen vor Schäden bewahren will und dabei selbst zu Schaden kommt, ist abgesichert. Der Seniorenverband BRH empfiehlt: Ersatzansprüche nicht nur beim Verletzten, sondern auch direkt beim zuständigen gesetzlichen Unfallversicherungsträger geltend machen.

Ralf Schirp von der Unfallkasse NRW, Versicherte Rheinland, bestätigt auf Anfrage des BRH: "Die Unfallkasse NRW schützt u.a. auch Personen, die sich im Interesse der Allgemeinheit besonders einsetzen, z.B. Hilfeleistende. Dieser Versicherungsschutz besteht nach § 13 a Sozialgesetzbuch (SGB VII)." Die Hilfeleistenden sind über die Unfallkasse NRW gesetzlich unfallversichert, wenn diese unabhängig von ihrem Wohnsitz in NRW bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not Hilfe leisten oder einen anderen aus erheblicher gegenwärtiger Gefahr für seine Gesundheit retten oder zu retten versuchen. Beispiele sind etwa Vorgänge bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn, bei einer Gewalttat/Anschlag/Attentat, bei einer Brandkatastrophe oder bei einer Überschwemmung.

Unter Umständen stehen bei den Hilfeleistenden auch Sachschäden unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn diese infolge der Handlung eingetreten sind und soweit kein anderweitiger öffentlich-rechtlicher Anspruch besteht. Die Meldung eines Sachschadens erfolgt in der Regel über die Sachschadenanzeige (https://www.unfallkasse-nrw.de/service/formulare/sachschadenanzeigen.html).

Hilfeleistende, die verletzt sind und/oder psychologische Unterstützung benötigen, können sich bei der Unfallkasse NRW in vielfältiger Form melden. Entweder nehmen Betroffene telefonisch oder schriftlich Kontakt mit der Unfallkasse NRW auf. Schirp im Gespräch mit dem BRH weiter: „Bei telefonischer Kontaktaufnahme erfolgt auch stets eine Beratung über die Leistungen der Unfallkasse NRW und die weitere Vorgehensweise.“

Die schriftlichen Meldungen sind nicht an eine Form gebunden. Sie können in freier Formulierung erfolgen, oder die Betroffenen füllen eine Unfallanzeige aus, die auf den Hilfeleistungsvorgang und nicht auf den normalen Beruf anzuwenden ist. Die Anschrift lautet. Unfallkasse NRW, Postfach 12 05 30, 40605 Düsseldorf. Die allgemeine E-Mail-Adresse lautet: . (www.brh-euskirchen.de)

 

 

Oberammergau 2022

 

Unterstützung für Planung gesucht: Oberammergau 2022

Ab dem heutigen Aschermittwoch heißt es für die Oberammergauer wieder Haare und Bärte wachsen lassen: Ab diesem Tag gilt für alle Mitwirkenden der Passionsspiele 2022 wieder der Haar- und Barterlass ………und auch die freudige Erwartung auf die Premiere am 14. Mai 2022 wächst.

Der Seniorenverband BRH Euskirchen hatte für 2020 fertige Pläne für über 50 Mitreisende, die Oberammergau erleben und sich zudem eine Rundreise durch die Alpenlandschaft gönnen wollten. Die Eintrittskarten hatten zuvor schon unter dem jeweiligen Weihnachtsbaum gelegen. Aber………..Corona machte alles zunichte, die Festspiele wurden abgesagt und auf 2022 verlegt.

Der heutige Haar- und Barterlass von Oberammergau ist eine sehr alte Tradition und besteht vermutlich bereits seit 200 Jahren. Zeitgleich mit dem Erlass startet heute auch der Karten-Vorverkauf für die Spiele. Vor fast 400 Jahren begann die Geschichte der Passionsspiele in Oberammergau. Die Pest wütete in vielen Teilen Europas und machte auch vor Oberammergau nicht halt. Um dem Elend ein Ende zu setzen, beschlossen die Oberammergauer ein Gelübde abzulegen. 1633 schworen sie, alle zehn Jahre das Leiden und Sterben Christi aufzuführen, sofern niemand mehr an der Pest stirbt. Das Dorf wurde erhört und so spielten die Oberammergauer 1634 das erste Passionsspiel. Ihr Versprechen haben die Oberammergauer bis heute gehalten.

Der BRH war schon mehrmals in Oberammergau zu Gast, wer mit uns die Spiele besuchte hat vermerkt: Eindrucksvoll, das muss man erlebt haben! Nun mussten die Passionsspiele 2020 aufgrund der Corona-Pandemie um zwei Jahre verschoben werden. Somit finden die 42. Passionsspiele nun von 14. Mai bis 2. Oktober 2022 statt. Und es gibt inzwischen schon wieder aus der Mitgliederschar Anfragen, ob wir vom BRH 2022 noch einmal einen Besuch starten. Dazu ist zu sagen: Zurzeit sehen wir uns mit unseren ehrenamtlichen Kräften nicht in der Lage, eine neue Planung zu starten. Deshalb fragen wir an, ob sich aus unserer interessierten Mitgliedschaft jemand in der Lage sieht, die Planung der Tour – etwa September 2022 - und die Begleitung auf der Tour zu übernehmen? Sie oder er bekommt aus dem BRH-Büro beste Unterstützung. Wenn also jemand Interesse hat: Anruf genügt. (02251 80621) (www.brh-euskirchen.de)

Ansammlungsverbot

Bußgelder wegen Verstoßes gegen Ansammlungsverbot

Der Seniorenverband BRH macht auf die Bedeutung des Ansammlungsverbots aufmerksam, die Folgen bei einem Übertreten des Verbots soll man nicht unterschätzen.

Bußgelder wegen Verstoßes gegen Ansammlungsverbot werden verhängt.
Fälle: Die Betroffenen hielten sich im Frühjahr 2020 jeweils mit zwei weiteren Personen aus fremden Haushalten im öffentlichen Raum auf. In dem einen Fall ging der Betroffene mit den anderen beiden Personen durch eine Gasse in Richtung der Stadtmitte, wobei sie einen Abstand von mindestens 1,50 Metern nicht einhielten. In dem anderen Fall stand der Betroffene mit den anderen beiden Personen auf einem Parkplatz neben einem Pkw eng beisammen. Beide Betroffene wurden amtsgerichtlich wegen Verstoßes gegen die nordrhein-westfälische Corona-Verordnung in der damaligen Fassung zu einer Geldbuße von 230 beziehungsweise 200 Euro verurteilt.

Heute nun ein Urteil, ganz aktuell dazu:

Pressemitteilung des OLG Hamm zu aktuellen Beschlüssen des 4. Senats:
Das "Ansammlungsverbot" nach der im April bzw. Mai 2020 geltenden Coronaschutzverordnung hat eine ausreichende gesetzliche Grundlage und verstößt nicht gegen höherrangiges Recht. Dies hat der 4. Senat für Bußgeldsachen des OLG Hamm, der für die Landgerichtsbezirke Detmold, Münster und Paderborn zuständig ist, in zwei Beschlüssen entschieden (Az. 4 RBs 446/20 und 4 RBs 3/21).