Fahrzeugkontrolle

 


Fahrzeugkontrolle sorgte beim Senior für gehörigen Schrecken

(NRW) „Sie dürfen das Kraftfahrzeug gar nicht fahren, wissen Sie das?“ jagte der junge Polizeibeamte unserem Jung-Senior einen Schrecken ein. Zuvor war er mit dem Hinweis "Fahrzeugkontrolle" angehalten worden. In den letzten Jahren schon oft passiert, nur diesmal war alles anders, wie er seinem BRH berichtet.

Wie immer wurden auch bei diesem Stopp die Papiere ordnungsgemäß ausgehändigt, doch dieser Polizist prüfte sehr genau. Er entdeckte bei der genauen Fahrzeug-Kontrolle einen Passus im Führerschein, dem unser Senior bislang kaum Beachtung geschenkt hatte: "Prüfung für Klasse 3 auf Kraftfahrzeug mit Getriebeautomatik abgelegt". Die Schlussfolgerung daraus war für den Polizisten eindeutig: Er darf deshalb kein Fahrzeug mit Gangschaltung fahren.

Die Rettung kam in Form eines "gelben Engels", der ADAC wusste es genauer: Bei Führerscheinen mit einem Automatik-Vermerk ist der Stichtag 31.3.1986 zu berücksichtigen.

Wenn der Führerschein vor dem Stichtag ausgestellt wurde und sowohl die Ausbildung als auch die Fahrprüfung ausschließlich auf einem Automatik-Fahrzeug absolviert wurden, trägt der Führerschein zwar den Vermerk "Fahrerlaubnis der Klasse 3 beschränkt auf das Führen von Kraftfahrzeugen mit Getriebeautomatik".

Aber es gilt die Ausnahme: Wer vor dem Stichtag die Prüfung auf einem Automatik-Fahrzeug ablegte, unterliegt keiner Beschränkung. Mit einer solchen Fahrerlaubnis dürfen also sowohl Fahrzeuge mit Schaltgetriebe als auch Automatik-Fahrzeuge gefahren werden.

Der Stichtag ist also von Bedeutung: Ist der Führerschein nach dem Stichtag ausgestellt, dürfen mit diesem Führerschein nur Automatik-Fahrzeuge gefahren werden. Die Streichung des Automatik-Vermerks ist dann nur möglich, wenn nachträglich eine Prüfung auf einem Kfz mit Schaltgetriebe abgelegt wird.

Weil der letzte Hinweis möglicherweise für unsere Enkel von Bedeutung sein kann, hat der Seniorenverband BRH nachgefragt und bestätigt bekommen: Fahrschüler, die heute Ausbildung und Prüfung auf Automatik machen, werden in aller Regel schon von der Fahrschule "über die Folgen" aufgeklärt. Es bleibt dann letztlich deren Entscheidung. Umfassender sei natürlich die Prüfung auf Schaltgetriebe, da diese dann später Automatik mit umfasst.

Und wie sieht es bei den heutigen Elektro-Autos aus? Noch einmal kommt der ADAC zu Wort: Eine Unterscheidung zwischen Elektro und Verbrenner wird derzeit durchaus in Fachkreisen diskutiert. Sie wird vielleicht in ein paar Jahren auch kommen.



 

PC-Seminar des BRH in Königswinter

(Königswinter/Euskirchen) „…….und natürlich ein großes Dankeschön an den Seniorenverband BRH!“ Da waren sich die Teilnehmer an dem PC Seminar des BRH in Königswinter einig: „Es war eine gelungene Veranstaltung und ich würde mich freuen, im nächsten Jahr an einem Aufbauseminar wieder teilnehmen zu können!“

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Von einer gelungenen Veranstaltung berichten die Teilnehmer des BRH Seminars in Königswinter.

„Wir waren vom 26. - 28. August wieder einmal zu einer EDV-Schulung in der ’dbb-Akademie’ in Königswinter-Thomasberg,“ berichtete Tagungsleiterin Doris Suckert (Essen) und ergänzte: „Trotz Maskenpflicht und Abstandhalten war es wieder ein sehr gelungenes Seminar. Die Chemie zwischen den Teilnehmern hat gestimmt und unsere Dozentin, Pia Di Lauro, hat ihr fundiertes Fachwissen wieder mit viel Geduld weitervermittelt - ihr gebührt ein großes Lob!“ Und es hat den Teilnehmern wieder einmal etwas gebracht, wie beispielsweise Ruth Horschak berichtete: „Für mich war die Einführung von Word, Exel und Power Point sehr hilfreich. Jetzt kann ich mit den Programmen professioneller arbeiten.“ Und Maria Braß setzte noch einen drauf: „Von diesen vom BRH angebotenen Fortbildungsseminaren profitiere ich auch im Ruhestand für meine ehrenamtliche Tätigkeit. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.“ Teilnehmerin Barbara Herbst sparte nicht mit Lob für die BRH-Dozentin, Pia Di Lauro: „Ich bin das dritte Mal dabei und komme immer besser mit der IT-Materie, ausgerichtet an meine Bedürfnisse und Ansprüche, zurecht. Ich versuche so viel wie möglich in meinem persönlichen Umgang mit dem heimischen PC einfließen zu lassen. Es sind noch jede Menge Lücken auszufüllen, der Bereich ist unerschöpflich! Der Vorteil von der Schulung liegt darin, dass keine noch so dumme Frage überflüssig ist, sie wird ernst genommen und in unendlicher Geduld beantwortet; Erfahrungen, Schwierigkeiten, Ideen, Fragen steht man aufgeschlossen gegenüber, sie werden ausgetauscht, aufgegriffen, auf sie eingegangen. Die Atmosphäre ist entspannt, locker und konzentriert zugleich, unsere IT-Trainerin unendlich geduldig, immer freundlich und weiß auf alle Schwierigkeiten im Umgang mit dem PC eine verständliche kompetente Lösung oder Antwort.“ Dazu ergänzte Jürgen Brüß: „Die Themenauswahl des Seminars war gut getroffen. Unter der Anleitung der IT-Trainerin Di Lauro war das Seminar etwas anstrengend für mich; aber es hat Spaß gemacht.“

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Der Vorteil dieser PC-Schulung liegt darin, dass keine noch so dumme Frage überflüssig ist, sie wird ernst genommen und in unendlicher Geduld beantwortet. Die Euskirchener besetzen die letzte Reihe.

Mit dem Seminar in Königswinter hatte der Seniorenverband BRH auch ausdrücklich dazu eingeladen, das Nützliche mit dem Schönen zu verbinden. Dazu bot die DBB Akademie in den Weinbergen unterhalb des Drachenfels dann auch die richtige Kulisse. Seminarleiterin Suckert brachte es auf den Punkt. „Die Akademie ist während der Schließung wegen Corona renoviert worden - das ist absolut gelungen. Was mich besonders freut, die Bäder haben jetzt eine Regendusche! Das gesamte Personal war wie immer sehr zuvorkommend, freundlich und hilfsbereit.“ So sahen es auch die anderen PC-Studenten: „Die Unterbringung und Verpflegung in der Tagungsstätte auf dem Thomasberg war sehr ansprechend; das Personal war in allen Bereichen sehr höflich und zuvorkommend. Alles war gepflegt und sauber,“ meinte Jürgen Brüß, und Ruth Horschak unterstrich: „Die Unterbringung in der DBB Akademie war sehr gut. Auch die Verpflegung ließ nichts zu wünschen übrig.“ Schließlich ergänzte Maria Braß noch: „Dieses ausgezeichnete Tagungshaus bietet ein angenehmes ’Rundum-Sorglos-Paket’, auch unter den aktuellen Corona-Bedingungen.“ Barbara Herbst wusste das auch zu berichten: „Letztendlich bietet auch die Akademie selbst einen geeigneten Rahmen für diese Veranstaltung…....!“

Ein kleiner Wermutstrophen wurde dann doch noch entdeckt. Jürgen Brüß dazu: „Leider kamen Ausflüge in die schöne Umgebung aus zeitlichen Gründen zu kurz. Am Rückreisetag hatte ich nach dem Mittagessen noch eine Rundwanderung um den Weilberg unternommen, wo von 1880 bis 1942 Basalt abgebaut wurde und die sehenswerte Klosterruine Heisterbach besichtigt. Das wird Seminarleiterin Doris Suckert - offen für solche Anregungen - sicherlich für die nächste Runde festhalten. Schließlich gab es schon ein Angebot in diese Richtung, wie sie festhält: „Auch ’After PC’ am Abend (wie ich es nenne) war lustig und gemütlich mit interessanten Gesprächen.“


 

BRH - Informationsdienst Nr. 09/2020

Sehr geehrte Damen und Herren,

eine Anregung: Vielleicht haben Sie Freunde, Bekannte oder Verwandte, für die unser Infodienst ebenfalls interessant wäre. Gerne können Sie diesen empfehlen in der Hoffnung, neue Mitglieder für unseren Verband zu gewinnen.

Für jedes durch Sie neu geworbene Mitglied erhalten Sie eine Werbeprämie von 10 Euro.

Bitte unterstützen Sie uns bei unseren Bemühungen um neue Mitglieder!

Im Anhang befindet sich der aktuelle Informationsdienst,

            „Unser BRH in NRW“ – Ausgabe 09/2020

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Landesgartenschau NRW

Für Gartenfreunde auf jeden Fall die Reise wert

(NRW) Der Besuch der Landesgartenschau NRW in Kamp-Lintfort stand auf dem Besuchsprogramm des Seniorenverband BRH. Der Corona-Situation geschuldet, musste diese Tour, für die sich viele Senioren interessierten, abgesagt werden.   

Gleichwohl wurde die Landesgartenschau NRW wohl als einzige im Bund in diesem Jahr geöffnet. Dort, wo in der knapp 40 000-Einwohner-Stadt nordwestlich von Duisburg sich viele Jahrzehnte alles um den Steinkohlebergbau drehte, befindet sich nun ein grünes Pendant. Auf dem Kamper Berg liegt das denkmalgeschützte Kloster Kamp, das die BRH-Senioren schon einmal vor zwei Jahren besuchten.

Was die älteren Menschen in der Landesgartenschau erwartet, hat nun BRH-Mitglied Günter Gymnich für den Seniorenverband schon einmal erkundschaftet. Er brachte schöne Fotos mit und berichtet: „Die geplante BRH-Reise war ja leider nicht möglich, deshalb sind wir per PKW nach Kamp Lintfort gefahren.

Ob es sich lohnt, ist auch eine individuelle Angelegenheit. Für Gartenfreunde sind die Mustergärten auf jeden Fall die Reise wert. Es gibt viele Anregungen. Auch wichtig, die Blumen und Sträucher etc. sind beschriftet. Wenn einem etwas gefällt, kann man sich so problemlos Notizen machen. Nicht zu vergessen: Es gibt auch einen Verkaufsbereich für Pflanzen und wie immer, kitschige Dekor-Artikel.

Ein Schuttlebus fährt alle 15 Minuten in Richtung Kloster Kamp. Darauf sollte man auf keinen Fall verzichten. Hier wurde kräftig investiert. Die Gartenanlage ist absolut sehenswert. Für Musikfreunde gibt es mehrmals täglich klassische Musik. Nicht so gut fanden wir das Angebot für Essen und Trinken. Aber noch ein Tipp: Der Italiener neben dem Nordausgang ist sehr gut.“

Bevor Gymnich seine Foto-Galerie zeigt, weiß er noch zu berichten: „Wohl bedingt durch die Pandemie, ging es überall eher ruhig zu. Einen Parkplatz zu finden war problemlos und erstaunlicherweise auch ohne Gebühr!“

Neues zum Thema Bewohnerparkbereich

In der Stadt überraschend neuer Bewohnerparkbereich:
Der Seniorenverband BRH fragt nach

(Euskirchen) Ältere Menschen, die seit Jahr und Tag in Euskirchen vor der Haustüre parken konnten, wurden jetzt überrascht: Ihre Straße wurde auf einmal in einen Bewohnerparkbereich einbezogen. Zum Beispiel im Euskirchener Innenstadtraum u.a. der Bereich der Carmanstraße zwischen Bergerstraße und Sebastianusstraße. Weil das gerade für die älteren Menschen Fragen aufwirft, hat sich der Seniorenverband BRH eingeschaltet und die Stadt um Informationen gebeten.

Achim Könn vom Fachbereich Recht und Ordnung der Stadt, reagierte prompt und bemerkte: “Es ist richtig. Weil sich seit Jahren insbesondere ältere und mobilitätseingeschränkte Anwohner darüber beschweren, dass die Straßenparkplätze im innenstadtnahen Bereich von Pendlern und Besuchern, aber auch von Geschäftsinhabern und deren Personal, derart stark beparkt werden, dass die Bewohner selbst kaum noch freie Parkflächen in zumutbarer Entfernung zu ihren Wohnungen finden, habe die Stadt Ende 2019 beschlossen, einige Bewohnerparkbereiche auszuweiten.“

Die Fragen der Senioren beantwortet die Stadt auch: Zurzeit werden die zusätzlich erforderlichen Parkscheinautomaten installiert. Sobald dies geschehen ist, müssen Nichtanwohner einen Parkschein ziehen, was zu einer erheblichen Entzerrung der Parkplatznot führen wird. Die Anwohner selbst erhalten zum Preis von 30,70 € pro Jahr einen Bewohnerparkausweis. Dieser ist bei der SVE erhältlich. Erforderlich sind lediglich der Personalausweis und der Fahrzeugschein.

Was für die Anwohner wichtig ist: Die Ordnungsbehörde kontrolliert das frühestens ab dem 01. Setember 2020. Die Stadt kann dem Vorschlag des BRH nicht folgen, einen Rechtsanspruch auf einen freien Parkplatz beim Bewohnerparken zu geben. Auch können keine öffentlichen Stellplätze angemietet werden, weil es sich hier um Allgemeingut handelt. Auch eine Ermäßigung der Jahresgebühr – z.B. wegen Sperrungen der Straße – kann man nicht folgen. Die Stadt: „Da die Gebühr lediglich 30,70€ pro Jahr beträgt und kein Rechtsanspruch auf einen Parkplatz besteht, ist eine Ermäßigung für diese Tage (rechnerisch 0,67 €) nicht vorgesehen.“

Allerdings verspricht die Stadt, die betroffenen Anwohner schon bald durch eine entsprechende Pressemitteilung zu informieren.

BRH-Aktuell Nr. 08/2020

BRH-Aktuell informiert über

01 Worauf man beim Handwerkerauftrag achten sollte
02 Genug trinken im Sommer
03 Trinktipps bei schwacher Blase
04 Startschuss für nationale Demenzstrategie
05 Neue Website der Verbraucherzentralen: Genussvoll älter werden
06 Schnutenpulli ist das plattdeutsche Wort des Jahres
07 Denglisch: Thermalbad nennt sich Fortyseven

Hier finden Sie alle Informationen.

Die Corona-Warn-App

BRH meint: „Corona-Warn-App“ – eine gute Sache, auch für die Senioren

(Euskirchen) Millionen Deutsche sind seit der Empfehlung der Bundesregierung zur Installation der sogenannten „Corona-Warn-App“ bereits gefolgt. "Ich weiß nichts über dich, aber ich beschütze dich", wirbt die „Warn-App“ für sich und ihre Mission, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Wir vom Seniorenverband BRH meinen: „Corona-Warn-App – eine gute Sache, auch für die Älteren!“  

Eine „App“ (ironisch gemeint – ein schönes deutsches Wort) steht für „Application Software“ und meint für uns Ältere verständlich ausgedrückt ein Computerprogramm, welches unterschiedliche Funktionen erfüllen kann. Die „Warn-App“ hilft aktiv bei der Bekämpfung der Pandemie, es sollen erste Warnhinweise bei Nutzern angezeigt werden, die mit Infizierten über einen gewissen Zeitraum Kontakt haben. Im Klartext heißt das: Die „Corona-Warn-App“ benachrichtigt Nutzer, wenn sie sich für eine bestimmte Zeit in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben. Es wird zudem je nach Art der Begegnung zwischen niedrigem und erhöhtem Risiko unterschieden. Ziel der App ist dann, Infektionsketten schneller zu unterbrechen.

Je mehr Menschen dabei mitmachen, desto größer ist der Nutzen. Die Nutzung der App ist freiwillig. Der BRH empfiehlt gerade den Älteren, die „Corona-Warn-App“ auf ihr Smartphone zu laden. Einen Mangel gibt es allerdings noch: So ist die App nicht für ältere Smartphones verfügbar. Besserungsbedarf ist daher dringend angesagt, denn in Bezug auf ältere Smartphones sind Seniorinnen und Senioren besonders betroffen!

Wer sich nun für ein Aufladen (neudeutsch: Download) interessiert, dem bietet der Seniorenverband BRH Hilfe an. So gibt es Hilfestellungen bei Karin Olschewski (02251 53857) und Volker Lohmeyer (02251 56904). Einen guten Vorschlag haben wir zudem bei unserer Umfrage erhalten: „Am besten für technisch hilfebedürftige ältere Herrschaften ist es nach meiner Erfahrung, wenn Kinder oder Enkel im Familienkreis Mama und Papa oder Oma und Opa zur Hand gehen. Die „Kids“ sind meistens in der Nähe, haben zwar nie Zeit, aber für die Einrichtung dieser „Corona-Warn-App“ wird es reichen.“ (brh-euskirchen.de)

 

Corona contra BRH

Corona hat dem BRH förmlich den Boden unter den Füßen weggezogen

(Foto: BRH-Vorsitzender Hans Burggraf)

(Euskirchen) Schweren Herzens und mit großem Bedauern musste nun der Seniorenverband BRH gleich sein ganzes Veranstaltungsprogramm „Urlaub ohne Koffer“ für das Jahr 2020 absagen. So berichtet Vorsitzender Hans Burggraf: "In Sorge um die Gesundheit der Euskirchener BRH-Mitglieder lassen wir auch nach Rücksprache mit vielen verantwortlichen Personen die Veranstaltungen ausfallen. Die Corona-Krise ist für den BRH ein wahres Fiasko!“

Den Grund schob der BRH-Vorsitzende gleich nach: Die weiterhin völlig unvorhersehbare Entwicklung des Coronavirus. Nach heutiger Einschätzung werde man auch im Herbst noch keine Sicherheit darüber haben, dass alle Senioren bei den Tagestouren mit Bussen gesund bleiben würden und sich nicht mit dem Virus infizieren. „Dieses Risiko ist unter den gegebenen Vorzeichen von keinem von uns Ehrenamtlern zu verantworten“, so Burggraf.

Der BRH ist bei seiner Jahresplanung schon vor längerer Zeit viele Verträge mit Busunternehmen, Hotels, Besichtigungsorten, Städteführern etc eingegangen. Seit Wochen stehen nun schon schwierige Verhandlungen wegen eigentlich fälligen Stornogebühren an. Der BRH muss dabei in den Verhandlungen auch erfahren, dass schließlich viele Besichtigungen ja grundsätzlich noch oder wieder möglich sind. Dagegen sind für den BRH die für die erforderlichen Anfahrten notwendigen Busfahrten nicht zu verantworten.

Zudem habe viele Senioren schon Geld für die Touren anbezahlt, diese Anzahlungen würden nun berechtigt zurückverlangt. Im Detail bedeutet die gesamte Problematik für den BRH eine schon wochenlange Rückabwicklung, in der es um zum Teil hohe Beträge geht. Burggraf nennt stellvertretend die in der Summe hohen Ticketpreise für die abgesagten Festspiele in Oberammergau und das fast komplett gebuchte Kölner Hänneschen Theater. So sehe man sich durch Corona und den bislang völlig unbekannten Konsequenzen für den Seniorenverband mit Herausforderungen konfrontiert, die niemand hätte erahnen können. „Man darf behaupten, dass das Virus uns und insbesondere den Vorstand und die Tourenleiter in eine nervige Ausnahme-Situation katapultiert hat. Es hat uns förmlich den Boden unter den Füßen weggezogen!“ präsentiert der BRH Vorsitzende seinen Bericht und versucht mit dieser klaren Aussage alle Befürchtungen zu bestätigen.

Die aktuelle Situation bedeutet aber nicht das „Aus“ für den Verband, lässt der Vorstand wissen. Im Gegenteil: Man sei mit aller Macht dabei, bald wieder auch mit Touren „Urlaub ohne Koffer“ für die Senioren da zu sein. Zumal man sich zwar aus Sicherheitsgründen für eine harte Maßnahme entschieden habe, man aber auch bei den Mitgliedern auf große Solidarität und Verständnis gestoßen sei. So hofft man im BRH die Krise gemeinsam positiv bewältigen zu können. Übrigens dürfen die Teilnehmer, die bereits Touren angezahlt haben, schon in Kürze mit einer vollständigen Rückerstattung rechnen. Außerdem werde zurzeit noch geprüft, ob als einzige Veranstaltung Ende des Jahres der mehrtägige Besuch von Dresden doch noch durchgeführt werden kann.


 

Mit dem Sesseldreirad in die Eifel

 

Bewegung verbessert das Befinden und steigert die Lebensqualität!

(Kuchenheim) Wenn man sogenannte Bewegungsmuffel in unserem Bekanntenkreis mit denjenigen vergleicht, die regelmäßig sportlichen Aktivitäten nachgehen, dann kommt man schnell zum Fazit: Wer sich viel bewegt, lebt besser. Bewegung verbessert das Befinden und steigert die Lebensqualität, insbesondere dann, wenn man beobachtet hat, welch wunderschöne erste Frühlingstage bereits hinter uns liegen. Wir vom Seniorenverband BRH stellen Ihnen heute eine Art der Bewegung vor, die vielleicht so manchen fasziniert: Mit dem Sesseldreirad in die Eifel.

Der Hinweis kommt von BRH-Mitglied Siegfried Speichert: „Mit einem bequemen Dreirad über die Felder in die Eifel zu fahren ist ein Vergnügen. Besonders, wenn man seit einigen Jahren auf den Rollator angewiesen ist, wenn man sich außer Haus bewegt. Auch wenn der Rollator wegen seiner großen Räder selber auch eifeltauglich ist, habe ich das Radfahren doch sehr vermisst!“

Speichert kam vor einem Jahr auf die Idee, ein Dreirad müsse her. Und so hat er bei zwei Bonner Fahrradhändlern – in seinem Heimatort gibt es keine Modelle zum ausprobieren – auf verschiedenen Dreirädern geprobt, ob das für ihn überhaut in Frage kommt. Und das war richtig so. Denn auf normalen hochrädrigen Einkaufsrädern mit Sattel kam er nicht zurecht. Aus der Erfahrung berichtet er: „Als Zweiradfahrer stützt man sich auf den Lenker, um das Rad auszubalancieren. Das darf man beim Dreirad nicht!“

Nun gibt es für Senioren Dreiräder mit kleineren Rädern und Lehnsessel. Darauf sitzt man von Anfang an entspannt und hat die Füße jederzeit am Boden. Und sofort kann man losfahren. Umlernen muss man nur wegen der Kurventechnik. Kurven müssen deutlich langsamer genommen werden als mit dem Zweirad. Und man muss auf die Bodenneigung achten. Radwege sind oft in der Kurve nach außen abgeschrägt, was im Tempo berücksichtigt werden muss wegen einer gewissen Kippgefahr.

Einen Sommer ist unser BRH’ler zunächst ohne elektronische Unterstützung (Pedelec) gefahren. Aber wegen seiner Muskelschwäche erwies sich das zu anstrengend. Sein aktuelles Rad ist jetzt dementsprechend nachgerüstet, und so flitzt er durch die Felder und sogar über die Bergwege zur Hardtburg und rund um den nahen Steinbachsee mit Höhenunterschieden, und das schon seit Februar. Außer bei Regen ist er auch bei kühlem Wetter unterwegs, sogar im Januar und Februar, was er früher ungern gemacht hat. „Solchen Spaß macht mir das Fahren. Und die Leute, die mir begegnen, schauen mich meist freundlich und etwas neugierig an“, berichtet unser Senior. Mit manchen komme er auch ins Gespräch. „Also, mir ist es nicht peinlich, damit zu fahren. Schon mit dem Rollator habe ich die derartige Scheu abgelegt. Sonst wäre ich ja Gefangener in meinem schönen Haus!“

Ein Fahrradhelm muss nicht getragen werden, ist aber zu empfehlen. Sicherheitsgurte gibt es nicht. Bei der Elektronik muss man fleißig runterschalten, damit der Start leichter fällt. Vor allem beim Bremsen nicht noch mal vorwärtstreten, da sonst ein elektronischer Schub einen in die Kreuzung vorkatapultiert! Gepäckkörbe sind auf Wunsch auch zu haben. Ein Dreirad passt durch jede Standardtür, entsprechend ist der Platzbedarf in einer Garage. Die Fahrradhändler beraten einen gerne und lassen Zeit zum Probe fahren. Die Preise sind sehr unterschiedlich. Hochbeinige Räder sind preiswert, Sesseldreiräder oder gar Liegedreiräder liegen zwischen 2.000 und 8.000 €. Ein Grund für die Preise, so sieht es Speichert, sind die niedrigen Produktionszahlen. Zuschüsse von der Krankenkasse sind wohl möglich, aber nach den von ihm gelesenen Urteilen nur schwer zu erreichen. Der Dreirad-Fan: „Es kommt wohl darauf an, ob dies Gefährt das einzige ist, mit dem der Behinderte beweglich ist. Wenn das aber schon mit einem Rollator klappte, sind die Erfolgsaussichten auf Zuschuss niedrig.“

Der Kauf hat sich für ihn gelohnt. Er habe wieder mehr Reichweite , kann damit alleine, aber auch mit seiner Frau Monika Radtouren unternehmen, und habe deshalb auch wieder mehr Freude am Leben. „Und das ist einiges wert!“ Für Interessierte steht er übrigens auch für Nachfragen bereit: 02251/51185.

Maskenpflicht

Halloooooooo, einen guten Tag,

unser NRW führt zur Eindämmung des Coronavirus die Maskenpflicht ein. Sie gilt beim Einkaufen sowie in Bus und Bahn. Einige Fragen zum Thema Maskenpflicht in NRW sind allerdings noch offen. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilte auf Anfrage mit, dass genaue Einzelheiten zur Maskenpflicht derzeit noch ausgearbeitet werden.

Dazu hat unser BRH Euskirchen ein Angebot: Unser Vorstandsmitglied und Tourenleiterin Birgit Lorbach hat Bereitschaft erklärt, sollte noch jemand Alltagsmasken benötigen, welche zu nähen. Stoff dafür sei vorhanden.

Wir nehmen das Angebot dankend an und geben es über unsere bekannten E-Mail-Adressen weiter. Wenn Bedarf besteht, bitte melden!

Mit freundlichen, sonnigen  Donnerstagsgrüßen und……… haltet Euch gesund, Anstecken verboten!

Hans Burggraf

Vorsitzender