Tag der älteren Generation

Der 1. April ist der Tag des Jahres, in dem man sich gegenseitig in den April schickt uns viel Spaß dabei hat.

Er ist aber auch der jährliche Tag der älteren Generation

(Euskirchen) Der Seniorenverband BRH nutzt diesen Tag zu der Forderung, im Zuge der Corona-Bekämpfung die besonders betroffenen, älteren Menschen zu Hause, in der ambulanten Pflege und in Pflegeeinrichtungen angemessen zu berücksichtigen! Der Grund: Sie haben in der aktuellen, sich teilweise überschlagenden Debatte keine Stimme!

Es gibt aktuell viele Probleme: Gerade die akuten Infektionsfälle in Pflegeeinrichtungen machen sehr deutlich, dass die Pflege älterer Menschen nur unzureichend auf die Epidemie vorbereitet ist. Dort wo Menschen versorgt werden, braucht es dringend Schutzkleidung und geeignete Masken. Auch in der häuslichen Pflege muss die Versorgung sichergestellt werden. Für nichtinfizierte osteuropäische Pflegekräfte müssen Lösungen gefunden werden, die ihnen die Einreise ermöglichen. Pflegende Angehörige müssen schnell und unbürokratisch unterstützt werden. Für allein lebende Menschen sind in Städten und Gemeinden lokale „Anrufstationen“ essentiell notwendig.

Ausdrücklich wendet sich der Seniorenverband BRH gegen Überlegungen von Gesundheitsökonomen, in Kürze die Kontakteinschränkungen für Jüngere zu lockern und ältere Menschen weiter als Risikogruppe zu isolieren. Gerade im Bereich der öffentlichen Verwaltung ist ein großer Teil der Mitarbeiterschaft im Zuge der Haushaltssicherung und langjähriger Einstellungsstopps 60 Jahre alt und älter. Manche Behörde könnte man dann - flapsig gesagt - schließen, wenn Mitarbeiter ab 60 isoliert würden. Im Übrigen: Auch Rentner und Pensionäre mit geringem Einkommen müssen im Ruhestand noch hinzuverdienen. Gleiches gilt für zahlreiche, sozial schlecht abgesicherte Soloselbstständige.

Im Gegenzug wendet sich der BRH mit der Bitte auch an alle älteren Menschen, sich strikt an die aktuellen Regeln des Kontaktverbotes zu halten. Immer noch sieht man leider viel zu viele ältere Menschen in Supermärkten, ohne Distanz und ohne jeden Schutz. Der BRH mahnt: „Dies ist unverantwortlich und letztlich auch lebensgefährlich!“ (www.brh-euskirchen.de).

Zur aktuellen Gefährdungslage

BRH muss auf die aktuelle Gefährdungslage im Kreis Euskirchen reagieren

(Euskirchen) Aufgrund der auch in unserem Bereich steigenden Infektionen durch den Corona-Virus haben wir unsere Situation gerade in Bezug auf unsere Initiative „Urlaub ohne Koffer“ neu überdacht. Der Corona-Ausbruch beeinflusst auch unseren Alltag immer mehr und schränkt das öffentliche Leben zunehmend ein, andererseits hat man als Ehrenamtliche schon wahnsinnig viel Arbeit in den Vorbereitungen unseres Tourenplans gesteckt. Oft mehr als ein halbes Jahr - und nun sollen wir absagen? 

Gleichviel sind es so viele interessierte Tourteilnehmer, bei denen die aktuelle Gefährdungslage aufgrund des Virus durchschlägt. Mancher scheut das Risiko, neigt dazu, auf Nummer sicher zu gehen und daheim zubleiben. Durch die täglichen Meldungen, durch immer neue Schließungen sind unsere Mitglieder spürbar genug gefordert, das Leben in den nächsten Wochen anders zu organisieren. 

Wir haben als Veranstalter einen weiteren Aspekt zu beachten. Unsere abgeschlossenen Verträge mit Veranstaltungsorten und -häusern, mit Vortragenden und auch Busunternehmern beinhalten zum Teil hohe Stornogebühren. Mit Kulanz ist angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage nicht mehr zu rechnen. Der Seniorenverband BRH - der bei seinen Touren ohne Gewinnabsichten kalkuliert - kann aber auch angesichts der geringen monatlichen Beitragszahlungen die auf ihn wartenden Kosten nicht schultern. Gleichzeitig versuchen wir aber auch, die gesetzlichen Rückgaberechte und Erstattungsansprüche im Interesse unserer Mitglieder zu sichern. 

Wir müssen zurzeit auch bei unserem größten Ausgabeposten die Situation in Oberammergau beobachten. Premiere und Vorstellungen sind bisher nicht abgesagt. Ab Mai und dann bis Oktober sind nach derzeitigem Stand rund hundert Vorstellungen geplant, knapp eine halbe Million Gäste aus aller Welt werden erwartet. Die Situation wird laufend von der Gemeinde Oberammergau neu bewertet, aktuell werden Notfallszenarien für die Passionsspiele erarbeitet. Aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus hat beispielsweise heute die Spielleitung die laufenden Proben bis auf weiteres unterbrochen. Für die Teilnahme während einer knappen Woche in den Alpen und den Besuch der Passionsspiele im September ist der Seniorenverband auch mit finanzieller Unterstützung seiner Mitglieder im erheblichen Maße in Vorlage getreten. Im Falle einer endgültigen Verschiebung oder gar Absage planen wir, allen Teilnehmern die eingezahlten Beträge zu erstatten. 

Fazit: Der Virus hat auch den BRH eingeholt. Auf die aktuelle Gefährdungslage im Kreis Euskirchen und in unseren Besuchsorten müssen wir reagieren, Gesundheit geht vor! Wir mussten bereits den Besuch des Neven-Du-Mont-Hauses absagen, sagen nun aber auch den Besuch von Zülpich am 26. März, Beethovens Jubiläum am 7. und 14. April und den Besuch von Venlo am 25. April ab. Ungeklärt sind zurzeit die Besuche Kölsch Hänneschen Theaters und des Freizeitparks „Phantasialand“. Das Kölner Puppentheater, das am 23. April angesichts der hundert Besucher fest in BRH Hand sein sollte, hat aus aktuellem Anlass bis zum 9. April die Türen geschlossen. Angesichts der verordneten, bundesweiten Schutzmaßnahmen bleibt auch der Freizeitpark bis voraussichtlich 19. April geschlossen. Ob wir unsere geplanten Besuche durchführen können, möchten wir gerne um den 10. April endgültig entscheiden. Wir stehen im engen Kontakt mit den Gastgebern, sind im ständigen Austausch und danken den Mitgliedern für Ihr Vertrauen und Verständnis in dieser gerade uns ältere Menschen herausfordernden Zeit.

Unsere BRH Geschäftsstelle (02251 80621) ist natürlich weiterhin für alle Mitglieder da. Sie erreichen uns rund um die Uhr per Telefon oder auch per E-Mail. Der Vorsitzende, der Schatzmeister und auch die Tourenleiter beantworten sicherlich in angemessener Zeit sicherlich die Fragen. Auch unser Sorgentelefon (02251 80621) steht wie gewohnt für Fragen und Anliegen der älteren Menschen zur Verfügung.(ww.brh-euskirchen.de)

Blick auf das neue Jahr

Neuer Abfuhrkalender 2020 in Euskirchen: Was ist zu tun?

(Euskirchen) Die Stadt Euskirchen hat den Abfuhrkalender zum Thema „Müll“ für 2020 gestaltet, dazu ist auf besondere Wünsche der älteren Menschen einzugehen. Deshalb nimmt sich der Seniorenverband BRH dieses Themas an, auch deshalb, weil im Rahmen seiner eigenen Umfrage um die 80 v.H. der älteren Menschen bekundet haben, weiter in dem eigengenutzten Wohnhaus leben zu wollen. Ein weiteres Ergebnis war, dass fast jedes fünfte Mitglied im Alter inzwischen alleine lebt. In diesem Alltag gibt es dann besondere Erfordernisse, das betrifft auch die Problematik der Mülltonnen. Es finden sich da sicherlich einige Möglichkeiten, die gerade den älteren Menschen die Erledigung etwas erleichtert.

Es gibt weiterhin die Restmülltonnen (schwarz), die in drei Größen ab 80 L angeboten und alle 14 Tage geleert werden. Hier gibt es für ältere alleinstehende Menschen, die mit Hauptwohnsitz in einem eigengenutzten Wohnhaus leben, die Möglichkeit, eine sogenannte „Einzelpersonenveranlagung“ zu beantragen. Das wird die Gebühr ermäßigen. Wie immer ist zu diesem Thema ein Antrag an die Stadt erforderlich.

Bei der Biotonne gibt es keine Veränderung, auch die ist in drei Größen angeboten und wird alle 14 Tage (bis April) geleert, nach April wird dann die Zeit bis Ende Oktober auf wöchentlich umgestellt. Auf die Biotonne könnte man verzichten, wenn man nachweisen kann, dass man den Biomüll kompostiert. Das wird gerade für ältere Menschen, wenn es hier keine Nachbarschaftshilfe gibt, beschwerlich sein.

Weiterhin gibt es die 240 L (gelbe Tonne), zuständig für Verpackungen aus Kunststoff, Getränkekartons, Weißblech und Aluminium, leider nur in dieser Größe im Angebot. Auf diese Tonne kann verzichtet werden. Allerdings ist der Antrag dann an das Versorgungsunternehmen Schönmackers zu richten. Dieser Antrag könnte damit begründet werden, dass zu wenig Kunststoff anfällt und man in der Lage ist, diesen anders zu entsorgen, z.B. wegen der äußerst geringen Menge über die Restmülltonne.

Zusätzlich gibt es die 240 L (blaue Tonne), zuständig für Verpackungen aus Papier, Pappe, Karton, Druckerzeugnisse sowie alle üblichen Papierformen wie Schreibpapier. Leider auch nur in dieser Größe erhältlich. Man kann auf diese verzichten, wenn man das Papier über zulässige gemeinnützige Sammlungen, z.B. von Vereinen, Kirchen und/oder über die städtischen Altpapiercontainer auf dem Containerplatz Nähe Stadtbetrieb Technische Dienste in Euskirchen, Von-Siemens-Straße 17, entsorgt. Hierzu ist ein Antrag erforderlich.

Daneben gibt es noch vielfältige Säcke, zum Beispiel für Restmüll, 70 L, aber im Vergleich mit 3,50 EUR sehr teuer. Der BRH regt an, sich im Bürgerbüro der Kreisstadt, Baumstraße. 2 oder an der ‚Infothek’ in der Stadtverwaltung, Kölner Straße 75, zu informieren. Übrigens: Diese zugelassenen Säcke werden ausschließlich bei der Leerung der Restmülltonne oder Biomülltonne mitgenommen.

Gerade ältere Menschen führen immer wieder Klage darüber, dass die große 240 L Tonnen sehr schwer sind. So war die alte Gelb/Blaue Tonne schon im leeren Zustand sehr schwer, gefüllt von älteren Menschen kaum in den Rollzustand zu kippen. Eine Abhilfe: Es gibt die Regelung in der Nachbarschaft eine Abfallgemeinschaft zu gründen. Dann könnten sich zwei Nachbarn die erforderlichen Tonnen teilen. Eine solche Entsorgungsgemeinschaft können zwei benachbarte Wohngrundstücke eingehen.

Eine weitere Möglichkeit ist, für die Bewegung der gefüllten Tonnen die eigene Haushaltshilfe einzusetzen, möglicherweise auch ehrenamtliche Schülerhilfe gegen eine geringe Entschädigung (Taschengeld) zu bemühen. Kleinere Tonnen sind zurzeit nicht vorgesehen, der BRH wird diese Erweiterung noch einmal anstoßen. Hin und wieder fehlt auch der notwendige Abstellplatz für eine weitere Tonne. Die Stadt kann dazu keine Lösung anbieten. Das gilt auch für eine notwendige Erweiterung der Unterstellmöglichkeiten: Zuschüsse sind dafür nicht vorgesehen.

Der neue Abfuhrkalender hat auch weitere wichtige allgemeine Informationen, z.B. für Sondermüll und Annahme von Elektrogeräten. Wichtig: Es gibt auch eine Verschenkbörse „Alt, aber brauchbar“. Hier kann man echte Freude verschenken. Noch weitere Fragen: Der Seniorenverband BRH in Euskirchen hilft unter 02251 80621, auch zu den Fragen, die andere Kommunen betreffen.

Mit kollegialen Grüßen

Hans Burggraf
Vorsitzender